Klimaänderungen der Vergangenheit
 
 

Um zu verstehen, ob es heute wärmer oder kälter ist als früher müssen wir uns die Daten über die Temperaturen rund um den Erdball in verschiedenen Zeitintervallen und an verschiedenen Orten genauer anschauen. Um Klimadaten der Vergangenheit zu erhalten, kann man historische Daten (1) verwenden oder man greift auf sogenannte Proxydaten zurück. Diese erhält man durch die Analyse natürlicher klimaabhängiger Vorgänge wie:
Jahresringe von Bäumen, Eisbohrkerne, fossile Pollen, marine oder andere Sedimente, Korallen.

Zunächst soll nochmals auf die 5 verschiedenen Klimazonen der heutigen Erde hingewiesen werden:

In diesen Zonen herrscht heute wie bekannt ein unterschiedliches Klima. Im Holozän (die letzten 10 000 Jahre) war dieses relativ stabil mit abwechselnden Warm- und Kaltzeiten. Innerhalb von Millionen Jahren herrschten dort jedoch völlig andere Bedingungen auch weil Landmassen und Ozeane anders verteilt waren.

Klimaänderungen können lokal aber auch global auftreten. Dabei sind die Daten aus Eisbohrkernen, Jahresringen oder Stomata oft problematisch und weniger aussagekräftig, Eisbohrkerne des IPCC sind sehr ungenau im Vergleich zu neusten Rekonstruktionen (Schneider et al. 2006) und Jahresringe von vielen Parametern wie CO2, Feuchtigkeit, Wasserversorgung und Mineralstoffgehalt des Bodens abhängig, so daß kaum direkte Schlüsse auf Temperatur gemacht werden können. Stomatadaten (Spaltöffnungen an Blättern) werden an Eisbohrkernen kalibriert und es besteht kein linearer Zusammenhang. Relativ verläßlich sind Sediment-Untersuchungen.

Man muß man wissen, daß direkte Messungen der Klimaparameter erst seit ca. Mitte des 18. Jahrhunderts bekannt sind.

Nachfolgend Temperaturmessungen und Rekonstruktionen aus verschiedenen Erdteilen. Die allgemein publizierten an Stationen direkt gemessenen Temperaturdaten von GISS (Hansen et al. USA) und HadCrut (CRU, Jones et al., GB) unterscheiden sich jedoch deutlich, was eigentlich nicht sein dürfte. Der Unterschied ist gegen Ende des 20. Jh. besonders groß. 2007 wurde auf Hinweis von S. McIntyre USA-Temperaturdaten von GISS Ende des 20.Jh. nach unten korrigiert. Danach war in den USA nun 1934 das wärmste Jahr.

Aus den Temperaturdaten kann folgendes gefolgert werden:

  • Das IPCC bildet nur die Daten von ca. 1850 -2001 ab,
  • Die Temperaturdaten 2006 werden nicht gezeigt, obwohl sie vorliegen.
  • Zwischen 1880 und 1915 und 1942 und 1975 gab es eine Abkühlung (Land und Meer)
  • Baumringdaten stimmen nach 1960 nicht mehr mit den an Stationen gemessenen Temperaturen überein
  • Die CO2 Konzentration aus chemischer Analyse wird vom IPCC igoriert und stimmt mit modernen Temperaturrekonstruktionen der Antarktis überein, die Mauna Loa Temperaturen nicht.
  • In den USA gabe es im 20. Jahrhundert Schwankungen um 2 °C und ab 1935 eine 40 jährige Abkühlungsperiode
  • In Grönland wurde es deutlich kälter
Nordhemisphäre Temperatur gemessen -1860
Nordhemisphäre Temperatur rekonstruiert aus Jahresringen
Nordhemisphäre Temperatur gemessen -1740
Meer Oberflächentemperatur gemessen

Arktische Temperaturen

USA Temperatur gemessen
Temperaturen Patagonien
Temperatur Neuseeland
Temperatur und CO2 Antarktis aus präzisen Eisbohrkernen

Bemerkenswert ist auch der starke Temperaturanstieg zwischen 1930 und 1940 innerhalb von wenigen Jahren, besonders stark an den Polen ( um ca. 4°C) und anschließend bis 1950 ein starker Abfall. Auch die 2 Abkühlungsphase zwischen 1880 und 1915 und 1942 und 1975 widersprechen völlig einem menschengmachten CO2 verursachten Temperaturanstieg.

Daß die Baumringrekonstruktionen der letzten 40 Jahre nicht mit den von CRU und GISS publizierten gemessenen Temperaturen übereinstimmen zeigt, daß die modernen Satellitendaten richtig sind. Auch die Korrektur der GISS-Daten nach unten 2007 deutet darauf hin.

In der Antarktis sinkt die Temperatur ebenfalls seit mindestens 1966 (7) und in den südlichen Anden , von denen ebenfalls eine Untersuchung der letzten 360 Jahre vorliegt (8) ergab sich ein kaltes Intervall (= kleine Eiszeit) von 1640 bis 1850, dann eine Erwärmung um 1,4°C bis 1950 mit einem Abfall seit 1950 bis 1990.

Die letzten 1000 Jahre

Die Mittelalterliche Warmzeit (ca. 900 - 1350 und die kleine Eiszeit (Minimum ca. 1600- 1700) können als Analoga zu der derzeitigen Erwärmung bzw. Abkühlung betrachtet werden. Viele Quellen rund um den Globus bezeugen bildlich und schriftlich den aus Proxy-Daten indirekt rekonstruierbaren Temperaturverlauf dieser Zeit. Neue Untersuchungen bestätigt die historischen Daten.

Das IPCC , besonders auch deutsche Wissenschaftler bemühen sich intensiv diese Wärme- und Kälteperiode kleinzureden und als lokal und nicht global zu bezeichnen. Der Grund ist einleuchtend, denn bei einer fast linearen CO2-Konzentration darf auch die Temperatur nicht schwanken. Daß dies nicht so ist und das IPCC falsche Zahlen verbreitet zeigen hunderte wissenschaftliche Arbeiten rund um den Erdball. Die offizielle Redensart ist, daß früher die Sonne der wichtigste Faktor war, heute das zivilisatorische CO2.

Anbei eine Auswahl an aktuellen Rekonstruktionen (Zum Vergrößern bitte anklicken).

1. Temperatur im Holozän (nach Schönwiese)
2. Temperaturverlauf 1000 Jahre Europa (Monckton 2007)
3. Temperaturverlauf 1000 Jahre AWI 2007
4. Temperaturverlauf von Bohrlöchern in Grönland
5. Temperaturverlauf 1000 Jahre IPCC 1990 (verändert)
6. Temperaturverlauf 1000 Jahre Autoren des IPCC 2006

Abbildung 2 zeigt oben die alte und widerlegte Hockeystickkurve von Mann 1998 aus Baumringen, bei der die mittelealterlich Warmzeit und kleine Eiszeit "weggerechnet" wurden. Abb. 6 zeigt die moderne "Hockeystickkurve" als Multiproxykurve (verschiedene Jahresringe und Sedimente), die es auch in Form der "Spaghettikurve" gibt. Nach den massiven Hinweisen auf Manipulation oder Artefakt zeigt die neuste Multiproxykurve nun leichte Schwankungen innerhalb 1,3° mit einem starken Anstieg im 20. Jahrhundert. Osborn und Briffa arbeiten für das CRU (UK), deren Daten zusammen mit Phil Jones Grundlage für die IPCC-Kurven sind.

Alle anderen Abbildungen zeigen den prinzipiellen Verlauf der Temperatur mit der deutlich ausgeprägten MWP (medieval Warming Period=Mittelalterliche Warmzeit), die wärmer war als heute und LIA ( Little Ice Age=Kleine Eiszeit). Diese waren globale Ereignisse was durch eine kleine Auswahl von Studien ( aus Hunderten) hier belegt werden soll:

1. Afrika (23):
Zitat: Peak warmth of the Medieval Warm Period was as much as 2.5°C warmer than the Current Warm Period (AD 1961-1990 mean)
2. Antarktis (24):
Zitat: Most of the Medieval Warm Period (AD 1050-1550) was warmer than the Current Warm Period.
3. Asien (25):
Zitat:
This work revealed that the peak warmth of the Medieval Warm Period (AD 900-1500) exceeded the temperature of the latter part of the 20th century by about 0.5°C.
4. Neuseland (26):
Zitat:
Temperatures derived from an 18 O/ 16 O profile through a stalagmite found in a New Zealand cave (40.67°S, 172.43°E) revealed the Medieval Warm Period to have occurred between AD 1050 and 1400 and to have been 0.75°C warmer than the Current Warm Period.
5. Europa (27):
Zitat:
The Medieval Warm Period occurred between AD 1000 and 1200 and the mean annual temperature during this time was as much as 3.4°C warmer than that of the 1968-98 period.
6. Südamerika (28):
Zitat:
…. we estimate the peak warmth of the Medieval Warm Period for this region was about 1.2°C above that of the Current Warm Period.

Die Abbildung 1 oben zeigt eine ältere Rekonstruktion nach Dansgaard und Schönwiese mit einer mittleren Schwankung in den letzten 10000 Jahren von knapp 2°C. Schon diese steht im krassen Widerspruch zur Treibhausthese durch CO2. Im 20. Jh. geschah im Mittel eine Temperaturerhöhung um ca. 0,5 °C, lokal über 2°C. Die Schwankungsbreite für die letzten 1000 Jahre ist ca. 1,5°C

Lord Monckton veröffente 2006 im Sunday Telegraph eine Graphik für Europa[18] (Abb. 2), in der die Mittelalterliche Warmzeit um + 0,5°C wärmer war als heute mit einer Schwankungsbreite von ca. 1,3°C.
Selbst das Alfred-Wegner-Institut in Bremerhaven wird in der NZZ von 5/2007 (Abb. 3) mit einer Grafik zitiert, aus der klar hervorgeht, daß es im Mittelalter wärmer war als heute. Die Schwankungsbreite liegt allerdings im Treibhaus-konformen Bereich mit ca. 0,8°C, ähnlich der 20. Jh.

Abb. 4 zeigt Bohrlochmessungen anläßlich der Eisbohrungen an 2 verschiedenen Orten in Grönland mit ca. 2°C Schwankung und einer klaren MWP und LIA.

Die Abbildung 5 unten zeigt den historischen Verlauf unter Verwendung der IPCC-Kurve von 1990 (2,16) ergänzt durch moderne Messungen und einer relativen Multi-Proxy-Skalierung (2), die die ungefähre Schwankungsbreite vor allem der Nordhemisphäre anzeigt.

Als Letztes zeigt Abb. 6 eine der neuesten Rekonstruktion von Osborne und Briffa 2006 aus 14 verschiedenen Proxis (Baumringe und Sedimente) zusammen mit den gemessenen Temperaturen nach Jones im 20. Jh. Sie stellt im Wesentlichen ein Neuaufguss der widerlegten Hockeystickkurve dar, da eine MWP und LIA nicht vorkommen.

Die MWP und LIA waren jedoch real mit einer um ca. 1,5°C niedrigeren Temperatur in der kleinen Eiszeit um ca. 1630 . In der mittelalterlichen Warmperiode waren die Temperaturen im Mittel 2 - 4°C höher als heute, Island und Grönland wurden im 9. Jahrhundert durch die Wikinger besiedelt, das Packeis zog sich weiter nördlich zurück und in England und Grönland wurde Wein angebaut. In Island wuchsen Eichen und man baute Wein, Weizen und Gerste an. Die Nordwestpassage und Nordostpassage war schiffbar. Einige Fakten dazu im Folgenden:

Die Mittelalterliche Warmzeit im Ural (Russland)

 

Die Waldgrenzen sind im Gegensatz zu den Alpen im Ural nicht vom Menschen bestimmt. Die Baumgrenze ist im 20. Jahrhundert durch die schwache Erwärmung von ca. 0,2 - 0,5°C um 60-80m höher gewandert. Die 100 Jahre alten fossilen Lärchen zeigen, daß es im Mittelalter dort mindestens genau so warm war wie heute.

 

Weinanbau seit 2000 Jahren, Frost Fairs in England und Holland

 

Die Mittelalterliche Warmzeit und Kleine Eiszeit in China (zum Vergrößern klicken)

 

MWP in Grönland und Kanada

Zum Vergrößern bitte anklicken

Die Grafik zeigt klar die schon aus Bohrlochanalysen bekannte Schwankung bis zu 3°C in Grönland

 

 

Mittelalterliche Warmzeit und kleine Eiszeit in Peru

 

Schon Marco Polo beschreibt in seinen Reisetagebüchern 1271-1295 u.a. Alaska, die Gegend der Nord-Passage bis zum Hudson Bay (egal ob er sich dabei auf chinesische Karten stützt oder selbst diese Gegenden bereist hat).(13) Auf Martin Behaims Globus 1492 werden verschiedene Inseln oberhalb Sibiriens (Nordmeer) im Sommer als schön beschrieben, auf denen Greifvögel und Eisbären gejagt werden können.(14) Entlang den Küsten der Nordwestpassage gibt es unzählige chinesische Münzfunde und Inschriften aus dieser Zeit.

Bitte auf die Karte links klicken zum Vergrößern

Um 1300 wohnten mehr als 3000 Menschen an der Westküste Grönlands. (Schaefer, 1997.)


Ancient Chinese Explorers (13)

Zheng He (1371-1433) Chinesischer Entdecker

Am 8. März 1421, begann eine der größten Flotten der Welt mit über 100 Schiffen, die teilweise mehr als 150 m lang waren ihre Reise um die Welt. Kaiser Zhu Dis Admiral Zheng He und andere sollten den Tribut der Barbaren nach China bringen und der Welt die Religion des Konfuzius. Dabei entdeckten Sie Jahrzehnte vor Kolumbus, Maggelan und Cook Amerika, Australien, und die Antarktis. Nach 2 Jahren kehrten sie nach Umfahrung Grönlands und des sibirischen Nordmeers wieder nach China zurück. Eine solche Nordpassage ist heute nicht mehr möglich. (15)


1492 stellte der Papst fest, daß seit 80 Jahren kein Bischof mehr wegen Eis Grönland hätte besuchen können. Seit damals waren die Siedler wegen der Kälte wohl nach Neufundland weiter gewandert oder ausgestorben. Noch 1408 beschreiben Vermählungsurkunden der größten grönländischen Grundbesitzer aus  staatl. Archiven in Oslo exakt die Landflächen, Viehbestände usw. ( z.B. große Schafs- und Rinderherden die auf saftigen Weiden grasten)(15)

 

In der kleinen Eiszeit war es im Mittel ca. 1- 3°C kälter als heute. Die Wikinger-Kolonie in Grönland war ausgestorben, die Themse in England wie die holländischen Kanäle waren im Winter zugefroren, weshalb bis 1815 auf der meterdick vereisten Themse in London "Frost Fairs" abhalten wurden.

"Winterlandschaft"des holländischen Malers Pieter Bruegel des Älteren (1525–1569) aus dem Jahr 1565, ist eines von mehreren Wintergemälden der ersten kalten Winter der kleinen Eiszeit wie auch die verschiedenen Gemälde der "Frost Fairs" in London.

"Winterlandschaft", Pieter Bruegel der Ältere 1565
A. Hondius, Thames-1677 London Museum
 
A. Hondius, A Frost Fair on the Thames at Temple Stairs 1684
L. Clenell, Frost Fair 1814

Dieselben strengen Winter gab es auf dem nordamerikanischen Kontinent, siehe Connecticut unten (3).

Um 1700 war Island im Winter vollständig von Packeis umgeben, was den Schiffsverkehr dorthin sehr gefährlich machte. Gleichzeitig erfroren in China die Zitrusfrüchte in der Provinz Jiangxi, die seit Jahrhunderten kultiviert wurden.

Alle namhaften deutschen Klimaforscher (Graßl, Schönwiese, Rahmstorf u.a.) behaupten in einer Presseerklärung der Deutschen Meteorologische Gesellschaft e.V. (DMG) 2001: " Dabei war im globalen Mittel 1998 nicht nur das wärmste Jahr seit dem Beginn der systematischen weltweiten Messungen (1856), sondern aufgrund indirekter Rekonstruktionen nordhemisphärisch sogar mindestens der letzten 1000 Jahre."(9) Das IPCC (UNO) läßt ähnliches verbreiten.

Dies ist nachweislich falsch! Der IPCC-Bericht von 2001 wie die deutsche Klimatologenelite beruft sich wesentlich auf eine Temperaturrekonstruktion des IPCC von Mann M.E. et al, "Northern Hemisphere Temperatures During the Past Millennium: Inferences, Uncertainties, and Limitations", AGU GRL, v.3.1, 1999.

Diese Temperaturrekonstruktion rechnete die historisch beobachteten Klimavariationen der letzten 1000 Jahren weg und ließ so die modernen Temperaturen des 20. Jahrhunderts als Spitzenwerte der letzten 1000 Jahre erscheinen. 2003 wurde durch Nachrechnen einiger Originaldaten die Darstellung Manns als statistische Fälschung entlarvt (10). Gleichzeitig bestätigt eine aufwendige weltweite Analyse historischer und Proxydaten von Soon und Baliunas (11) die Unrichtigkeit der Mannschen Rekonstruktion. Dabei wurde wiederum festgestellt, daß die Temperaturen des 20. Jahrhunderts NICHT die höchsten der letzten 1000 Jahre waren. Tatsächlich ergibt sich auch keine Korrelation mit der CO2-Konzentration, wie man sie aus der IPCC-Kurve (Mann) ableiten könnte:

Zwischenfazit Nr. 1: Seit ca. 300 Jahren gibt es tatsächlich Erwärmung (ca. 1,5°C)!
________________Die Temperatur korreliert NICHT mit der CO2-Konzentration!

 

Die letzten 3000 Jahre

Nachfolgend ist die Analyse von Meeressedimenten im Nordatlantik zu sehen. Man erkennt eine leichte Abkühlung um ca. 2 Grad im Mittel seit ca. 3000 Jahren, einen Tiefpunkt zu Zeiten der Völkerwanderung, ein Klimaoptimum im Mittelalter und eine kleine Eiszeit im 16. Jahrhundert [Keigwin, 1996, (17)].

Damals gab es noch keine Industrialisierung, keine Kraftwerke, Automobile, elektrisches Licht usw. Man erkennt auch eine deutlich stärkere Erwärmung im Mittelalter als heute.

 

Fazit: Das globale Klima schwankt seit Jahrtausenden global und lokal periodisch. Es gab die kleine Eiszeit, die mittelalterliche Warmzeit, das Dark-Ages-Minimum und die römische Warmzeit, und zwar global.

Die letzten 10 000 Jahre

Die letzten 10 000 Jahre der Erdgeschichte werden Holozän genannt. Temperaturdaten rund um den Globus bestätigen diesen Temperaturabfall seit ca. 7000 -8000 Jahren, dem Holozän-Maximum: Nachfolgend ein Beispiel der Temperaturentwicklung in Norwegen im Holozän bzw. aus Eisbohrkernen der Antarktis aus demselben Zeitraum:

   

Vor ca. 15 000 Jahren fand ein rapider Temperaturanstieg um ca. 12°C statt, der vor ca. 10000 Jahren endete.

Zwischenfazit Nr. 3: Seit ca. 8000 Jahren gibt es globale Abkühlung (ca. 3°C)!

Die letzten 450 000 Jahre

Noch mehr Klarheit erhält man, wenn man die Temperaturentwicklung über einen noch längeren Zeitraum beobachtet. Wir schauen mal auf die letzten 450 000 Jahre. Die nachfolgenden Ergebnisse zeigen die Temperatur und den CO2-Gehalt aus antarktischen Eisbohrkernen.

Erkenntnisse:

1. Globale Erwärmung seit der letzten Eiszeit vor ca. 20 000 Jahren mit einem ungefähren Maximum vor ca. 8000 Jahren; leichter Temperaturabfall seit ca. 8000 Jahren.
2. 4 zyklische Erwärmungen alle ca. 110 000 Jahren in den letzten 450 000 Jahren
3. Die CO2-Konzentration folgt der Temperaturkurve um ca. 1000 Jahre nach, also

Fazit: zuerst Wärme, dann CO2-Erhöhung.
Seit ca. 8000 Jahren gibt es globale Abkühlung!

Die letzten 100 Millionen Jahre

Noch Interessanter wird es, wenn wir in der Zeit mehrere Millionen Jahre zurückgehen. Auch hier können wir nur auf Proxy-Daten zurückgreifen, die jedoch weltweit umfangreich vorliegen.

Man erkennt, daß wir heute am Ende einer Serie mehrerer Eiszeiten leben. Die Temperaturen heute (und seit ca. 2 Millionen Jahre) sind jedoch immer noch wesentlich niedriger ( um ca. 10 Grad) als die im Erdmittelalter (Zeit der Saurier). Diese Zeit wurde durch einen Metoriteneinschläg größten Ausmasses beendet.

Die letzten 600 Millionen Jahre

Berücksichtigt man nun alle Temperaturdaten die weltweit zusammengetragen wurden , dann wird klar, daß es auf der Erde seit dem Kambrium (600 Millionen Jahren) meist wesentlich wärmer war als heute (ca. 22C) und daß wir klar am Ende einer größeren Kälteperiode leben. Diese hohe mittlere Erdoberflächentemperatur wurde durch 4 Kälteperioden alle ca. 150 Millionen Jahre unterbrochen. Es gibt in der Erdgeschichte KEINE Korrelation CO2 - Temperatur! Vor 300 Millionen Jahren hatten schon einmal ähnlich niedrige CO2-Konzentrationen und Temperaturen wie heute.

Fazit aus der Betrachtung der Proxydaten:

 

Denselben zyklischen Verlauf mit immer wiederkehrenden Warm- und Kaltzeiten zeigt einer der längsten Messungen von Jahresringweiten des ältesten Baums des amerikanischen Kontinents Bristlecone Pine (Pinus longaeva; eine Kiefer, 5500 Jahre). Auch hier ergeben sich die mit anderen Proxy-Methoden nachgwiesene kleine Eiszeit, das mittelalterliche Optimum und die römische Warmzeit.

Dasselbe prinzipielle Bild zeigt ein Eisbohrkern der GISP2- Grönlandstation:

Zu den Klimaänderungen unserer historischen Vergangenheit gibt es hunderte von Untersuchungen. Die Archive Mitteleuropas hat Prof. Glaser (Mainz) durchsucht und daraus die "Klimageschichte Mitteleuropas", WBG, Darmstadt 2001 zusammengestellt.
In seinem Resümee S. 209 schreibt Prof. Glaser: "Die in diesem Buch zusammengestellten Erkenntnisse zur Klimaentwicklung machen deutlich, welche Veränderungen in Mitteleuropa auch ohne ohne Eingriff des Menschen in das Klimasystem aufgetreten sind." Und weiter:

"In den letzten 1000 Jahren konnten Veränderungen der Jahresmitteltemperatur von bis zu 1,5°C und der Jahresniederschlagssumme von bis zu 150 mm nachgewiesen werden. ...... In einzelnen Jahren gab es immer wieder Extreme, ja ganze Folgen von außergewöhnlichen Jahren, die man ohne Kenntnis der Klimaentwicklung der letzten 1000 Jahre vorschnell als neuartig einstufen würde. Einige der historischen Extreme übertreffen ihre modernen Vergleichsfälle erheblich, beispielsweise die Trockenheit des Jahres 1540, die Kälte des Jahres 1 740 oder die Hochwasserkatastrophe von 1342."

 

Auch Prof. Glaser weist die Existenz der kleinen Eiszeit und des mittelalterlichen Optimums nach.
Die US-Astrophysiker Dr. S. Baliunas und Dr. W. Soon bewiesen 2003 in einer Zusammenstellung aus über 200 Untersuchungen, daß die Kleine Eiszeit und das mittelalterliche Optimum rund um den Globus nachweisbar ist. Das 20. Jahrhundert war nicht einzigartig. (2) Eine kleine Auswahl findet man nachfolgend. Um die einzelnen Rekonstruktionen genauer zu betrachten muß einfach die entsprechende Grafik angeklickt werden.

1.
Die mittlere Erdtemperatur war seit ca. 600 Millionen Jahren meist konstant hoch auf ca. 22°C, unterbrochen durch 4 Kältephasen (- 10°C kälter).
2.
Wir leben heute in einer Zwischeneiszeit und gehen vermutlich einer neuen Eiszeit entgegen (Temperaturabfall seit ca. 8000 Jahren um ca. 3°C!)
3.
Aus der Erdgeschichte ist KEINE prinzipielle Korrelation CO2/Temperatur erkennbar. Die Temperatureränderungen haben mit "anthropogenen Treibhausgasen" nichts zu tun.
4.
Die Erdoberflächentemperaturen änderten sich während der Erdgeschichte laufend. Global Warming und -Cooling sind natürliche Prozesse.

Quellen:

(1) http://www.ngdc.noaa.gov/paleo/globalwarming/proxydata.html);
weitere Quellen: http://iridl.ldeo.columbia.edu/SOURCES/.ICE/.CORE/.VOSTOK/.temp/figviewer.html
und NASA: http://earthsci.terc.edu/content/investigations/es2105/es2105page03.cfm
(2) z.B. Soon, W. and Baliunas, S. 2003. Proxy climatic and environmental changes of the past 1000 years. Climate Research 23: 89-110. hier
(3) Connecticut http://g3.tmsc.org/face_of_ct/168.htm
(4) Global Warming: http://www.marshall.org/guide.htm; Klima der letzten 1000 Jahre: http://www.co2science.org/
(5) NOAA http://www.ngdc.noaa.gov/paleo/sciencepub/front.htm
(6) CO2-Science http://www.co2science.org/
(7) Comiso, 2000, Doran et al 2002, Thompson 2002)
(8) Villaba et al. 2003
(9) DMG; Stellungnahme zu Klimaänderungen 2001: http://www.met.fu-berlin.de/dmg/dmg_home/ks_2001_DACH_l.html
(10) http://www.multi-science.co.uk/mcintyre-mckitrick.pdf
(11) http://www.co2science.org/
(12) Temperatur der letzten 2000 Jahre Antarktis: http://www.clearlight.com/~mhieb/WVFossils/last_2000_yrs.html
(13) Ancient Chinese Exploreres http://www.pbs.org/wgbh/nova/sultan/explorers.html#n02
(14) http://www.marcopolovoyages.com/Articles/MPoloNewWorldMaps.html
(15) 1421http://www.1421.tv/index.asp
16) J.T. Houghton, G.J. Jenkins, J.J. Ephraums, Eds. "Climate Cange; The IPCC Scientific Assessment" 1990 Cambridge University Press, S. 202
(17) Keigwin, L.D., 1996: "The Little Ice Age and Medieval Warm Period in the Sargasso Sea," Science, vol. 274, pp. 1504-1508.
(18) Monckton, 11/2006, "Climate chaos? Don't believe it" http://www.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2006/11/05/nosplit/nwarm05.xml
(19) Schneider et al. http://www.biokurs.de/treibhaus/literatur/schneider/Schneider_2006.doc
(20)
The Assessment of Present, Past and Future Climate Variability  in the Americas from Treeline Environments; B.H.Luckman, J.A.Boninsegna; http://www.cricyt.edu.ar/iai/poster.htm
Villalba, R. et al. ( A Large-scale temperature changes across the southern Andes:
20-century variations in the context of the past 400 years.
Abstracts. Workshop on Climate Change at
High Elevation Sites: Emerging Impacts. Davos, Switzerland
June 25-28, 2001, 117-119
)

GRIP Eisbohrkern Grönland NEPAL Jahresringe Bäume Sargassosee Sedimente Arktis viele Proxis Kalifornien Jahresringe Kiefer China Torfzellulose Südafrika Stalagmit China Stalagmit Antarktis (21) Alfred Wegner Institut in NZZ 5/2007 ; http://www.nzz.ch/2007/05/09/ft/articleF5UFT.html (Printversion)
(22) Osborn,T., Briffa, K. The Spatial Extent of 20th-Century Warmth in the Context of the Past 1200 Years
Science 10 February 2006: Vol. 311. no. 5762, pp. 841 - 844

(23) Holmgren, K., Tyson, P.D., Moberg, A. and Svanered, O. 2001. A preliminary 3000-year regional temperature reconstruction for South Africa. South African Journal of Science 97: 49-51.

(24) Khim, B.-K., Yoon, H.I., Kang, C.Y. and Bahk, J.J.  2002.  Unstable climate oscillations during the Late Holocene in the Eastern Bransfield Basin, Antarctic Peninsula.  Quaternary Research 58: 234-245.

(25) Liu, Z., Henderson, A.C.G. and Huang, Y. 2006. Alkenone-based reconstruction of late-Holocene surface temperature and salinity changes in Lake Qinghai, China. Geophysical Research Letters 33: 10.1029/2006GL026151.

(26) Wilson, A.T., Hendy, C.H. and Reynolds, C.P.  1979.  Short-term climate change and New Zealand temperatures during the last millennium.  Nature 279: 315-317.

(27) Martinez-Cortizas, A., Pontevedra-Pombal, X., Garcia-Rodeja, E., Novoa-Muñoz, J.C. and Shotyk, W.  1999.  Mercury in a Spanish peat bog: Archive of climate change and atmospheric metal deposition.  Science 284: 939-942.

(28) Rein B., Lückge, A., Reinhardt, L., Sirocko, F., Wolf, A. and Dullo, W.-C. 2005. El Niño variability off Peru during the last 20,000 years. Paleoceanography 20: 10.1029/2004PA001099.

(29) Selley, R.C. 2004 The Winelands of England

(30) Wissenschaft und Bergwelt S. 55, Die Alpen, 9/2006 www.wsl.ch/forest/INTAS_P2001- 0052/
http://www.forestknowledge.net/themen/umwelt_landschaft/landschafts_raumentwicklung/wsl_waldgrenze_originalartikel.pdf

(31) Proxy indicated humid Little Ice Age (LIA) climate in arid China; Jianhui Chen1, Fa-hu Chen2, Bao Yang and Xiaozhong Huang; HOLIVAR2006 ; Open Science Meeting, UCL, London, UK, 12-15 June, 2006http://www.holivar2006.org/abstracts/viewabstract.php?id=55
(32) NRC Report 2001; http://www.uoguelph.ca/~rmckitri/research/NRCreport.pdf

(33) http://www.junkscience.com/MSU_Temps/Warming_Proxies.html

(34) General characteristics of temperature variation in China during the last two millennia; Geophysical Research Letters
10.1029/2001GL014485, 11 May 2002

(35) Lamb, H.H., 1995, Climate, History and the Modern World, Methuen, London.

(36) The Little Ice Age as Recorded in the Stratigraphy of the Tropical Quelccaya Ice Cap; L. G. THOMPSON, E. MOSLEY-THOMPSON , W. DANSGAARD, and P. M. GROOTES; Science 17 October 1986: Vol. 234. no. 4774, pp. 361 - 364

(37) Der Klimawandel , Rahmstorf, Schellnhuber, C.H.Beck, Wissen, 2006

 
     
 

GRIP Eisbohrkern Grönland NEPAL Jahresringe Bäume Sargassosee Sedimente Arktis viele Proxis Kalifornien Jahresringe Kiefer China Torfzellulose Südafrika Stalagmit China Stalagmit Antarktis