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Flavonoide sind
weit verbreitete gelbe (= Flavonole, z.B. Quercetin) oder rot-violette
Farbstoffe (= Anthozyane). Flavonoide sind fast in allen Obst- und Gemüsearten
enthalten, z.B. in Äpfeln, Birnen, Beerenobst, Zitrusfrüchte,
Pflaumen, Trauben, in Blattsalaten, Blumenkohl, Erbsen, Bohnen, Rot-,
Weißkohl, Wirsing u.v.m.
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Quercitin(3,3',4',5,7-Penta-hydroxyflavon)
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Cyanidin (Cy) Anthocyan
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Unter dem Begriff Phenolsäuren
werden die Phenolsäuren (z.B. Gallussäure, Ellagsäure)
und die Hydroxyzimtsäuren (z.B. Kaffeesäure, Ferulasäure)
zusammen gefasst. Phenolsäuren schützen Pflanzengewebe vor
Oxidation. Phenolsäuren sind z.B. enthalten in Beerenobst, Äpfeln,
Kirschen, Trauben,Kohlarten, Lauch, Blattsalaten u.v.m.
Phenolsäuren
und Flavonoide
kommen vorwiegend in den Randschichten von Obst und Gemüse vor.
Schälen von Äpfeln oder Enthäuten von Tomaten kann die
Substanzen nahezu vollständig entfernen. Generell ist der Gehalt
an Phenolsäuren und Flavonoiden in verarbeiteten Lebensmitteln
um ca. 50% niedriger als bei frischen, unverarbeiteten Lebensmitteln.
Wegen ihrer Oxidationsempfindlichkeit werden sie während der Lagerung
abgebaut.
Isoflavonoide (z.B. Genistein)
und Lignane zählen zu den Phytoöstrogenen.
Isoflavonoide sind relativ selten anzutreffen, sie kommen z.B. in Sojabohnen
vor. Lignane sind die Ausgangssubstanz für den Zellwandbestandteil
Lignin und kommt in hohen Konzentrationen in Leinsamen vor, auch in
Vollkorngetreide (Aleuronschicht).
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Genistein
(4',5,7-Trihydroxy-isoflavon)
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Daizein (4',7-Dihydroxy-isoflavon)
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Östradiol ein Östrogen
(Cholesterinderivat)
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| 2. Allgemeine Meinung
zu Phytoöstrogenen: |
Epidemiologische Studien
aus Asien zeigen immer wieder, dass dort das Risiko für
homonabhängige Krebserkrankungen geringer ist. Dies gilt für
Brustkrebs und Prostatakrebs. Das wissenschaftliche Interesse konzentrierte
sich auf die asiatischen Ernährungsgewohnheiten und fand besonders
die große Menge an Soja-Produkten.
Insgesamt kann man sagen, daß der regelmässige
Verzehr von Soja-Produkten - z.B. Tofu - zu einem erhöhten Isoflavon-Anteil
in der Nahrung führt mit den oben erwähnter Präventionseffekten
vor allem für Brust-, Darm, Prostata- und Blasenkrebs.
Auch bei vorhandener Erkrankung ist diese Ernährungsform
sinnvoll. Präventive Effekte auf den Knochenstoffwechsel (Knochendichte)
und das Herz-Kreislaufsystem sind ebenfalls zu erwarten. Oft werden
Phytoöstrogene bei Beschwerden in der Menopause empfohlen.
| 3. Die dunkle Seite
der Phytoöstrogene: |
Die Sojaindustrie und Medien stellen die Vorzüge
von Sojaprodukten bzw. Phytoöstrogenen zu postiv dar!
Die Aufnahme von Phytoöstrogenen durch Mensch
und Tier kann sehr hoch sein, besonders Isoflavone, die in vielen Nahrungsmitteln
vorhanden sind. Genistein, Daizein,
Formononetin und Equol sind z.B. alle in
Klee vorhanden. Die Unfruchtbarkeit
bei Schafen, "Kleekrankheit",
wurde auf Isoflavon Konzentrationen von max. 5% des Trockengewichts
von Klee zurückgeführt (Verdeal and Ryan 1979).
Phytoöstrogene verhalten
sich wie Hormone, docken an einen der beiden
bekannten Östrogenrezeptoren an und beeinflussen wie alle Hormone
bei zu viel oder zu wenig hormonabhängige Gewbefunktionen.

Abb.
1 Hormondrüsen
Die Abb.
1 zeigt Östrogenrezeptoren
an verschiedenen Organen. Das bedeutet, daß Phytoöstrogene
dort wirken. Die Affinität zum Rezeptor ist allerdings deutlich
geringer wie bei den Östrogenen. Genistein
aus Soja wirkt z.B. hauptsächlich am ß-Rezeptor.
Weiterhin blocken manche Phytoöstrogene andere
aktivieren die Rezeptoren. Das Isoflavon Genistein ist auch ein
Inhibitor der Thyroid Peroxidase (TPO); Dies führt zu einer verstärkten
Produktion des Thyroid Stimulating Hormone (TSH) und folglich einer
Abnahme von Thyroxin (T4).
Folge Hypothyreose (= Schilddrüsenunterfunktion)
und Kropf.
Viele der verbreiteten positiven Wirkungen
basieren auf Vermutungen und keinen klaren Nachweisen. Auch die nachfolgenden
Erkenntnisse werden weitgehend von der Sojaindustrie verschwiegen:
NEGATIV:
- Hohe Dosen von Phytinsäure
in der Sojabohne reduzieren die Resorption von Calzium, Magnesium,
Kupfer, Eisen und Zink. Phytinsäurewird durch die üblichen
Aufbereitungs- und Garverfahren nicht neutralisiert. Hohe Phytatkonzentrationen
führen bei Kindern zu Wachstumsproblemen.
- Trypsin Inhibitoren
in Soja führen zu Mängeln bei der Proteinverdauung und stören
die Funktion der Bauchspeicheldrüse. ( siehe auch Tierversuche)
- Phytoöstrogene
unterbrechen die hormonelle Wirkung an verschiedenen Stellen und führen
zu Unfruchtbarkeit bzw. rufen Brustkrebs bei erwachsenen Frauen hervor.
- Vitamin B12
Analoga in Soja werden nicht redorbiert (=im Darm aufgenommen) und
erhöhen so den Bedarf von B12.
- Sojaprodukte erhöhen
den Vitamin D-Bedarf.
- Bei der Verabeitung von Soja
entstehen das giftige Lysinoalanin
und stark krebserregende Nitrosamine.
- Soja-haltige Produkte enthalten
hohe Aluminuim-Konzentrationen
was für das Nervensystem und die Nieren giftig ist.
- Phytoöstrogene
unterbrechen die Schilddrüsenfuktion. Dies kann zu dauerhaften
Schädigungen, Kropf und Hypothyreodismus führen. Phytoöstrogene
beinflussen die Fruchtbarkeit von Mensch und Tier . Sie machen unfruchtbar!
- Neben der Hypothyreose
können auch Schilddrüsenkrebs
und bei Kindern Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse hervorgerufen
werden.
Positiv:
- In der Menopause der Frau können die Phytoöstrogen
aus Soja jedoch die Hitzewallungen reduzieren (+)
Folgerung:
- Verzicht von Sojaprodukte,
keinesfalls Kleinkinder damit füttern.
Nachfolgend Lebensmittel mit ihrem Phytoöstrogengehalt:
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Lebensmittel
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Phytoöstrogengehalt (m g/g)
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| Tofu |
257
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| Sojabohnen, gekocht
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1294
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| Sojasprossen
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578
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| Sojamehl |
656-168
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| Tempeh |
513
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| Sojapaste
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336
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| Sojamilch |
54
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| Misopaste |
644
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| Alfalfasprossen |
51
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| Grüne Bohnen, roh |
1,5
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| Limabohnen, getrocknet
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14,8
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| Weiße Bohnen, getrocknet
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15,2
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| Mungobohnen, getrocknet
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6,1
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| Kichererbsen, getrocknet
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15,2
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| Kidneybohnen, gekocht
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4,1
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| Runde Schälerbsen, getrocknet
|
81,1
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| Sojaflocken |
366-501
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| Leinsamen |
675-808
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| Haferflocken |
2
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| Haferkleie |
7
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| Weizen |
5
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| Roggen |
2-6
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Linsen, getrocknet
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18
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