weiteres Glossar Klasse 11: Cytologie

Glossar Ökologie Biokurs 2003


abiotische Faktoren

Faktoren der unbelebten Umwelt, die auf Organismen einwirken wie Licht Wasser, Temperatur, Klima, CO2-Gehalt, pH, UV-Licht usw.

aerob

Lebensweise eines Organismus, der auf Sauerstoff angewiesen ist wie Tiere, Pflanzen, Pilze

Ammoniak

NH3, giftiges Gas

anaerob

Lebensweise eines Organismus der ohne Sauerstoff auskommt wie einige Bakterien z. B. Clostridium tetani

Aktinomyceten

Pilzähnliche Bakterien

Anthropogener Treibhauseffekt

Erhöhung der mittleren Erdtemperatur durch vom Menschen produzierte Treibhausgase (CO2, Methan, FCKW, Ozon) = Spekulation; ist wissenschaftliche Irrlehre

autotroph

Lebensweise von Pflanzen und einigen Bakterien, die mit Hilfe einer Energiequelle anorganische Stoffe in organische Stoffe umwandeln und davon leben

Bandwürmer

= Cestoda, tierische Parasiten, gehören zu den Plathelminthes ( Plattwürmern) die im Verdauungstrakt von Wirbeltieren leben; sie bestehen aus einzelnen Segmenten (Proglottiden); z.B. Schweinebandwurm des Menschen

Benthal

Bodenbereich bei Gewässern

Bergmannsche Regel

Gleichwarme Tiere haben in kälteren Gebieten eine größere Durchschnittsgröße

biologische Stufe

Mittlere Stufe einer Kläranlage, die mit Hilfe von Bakterien und O2 organische Stoffe abbaut

biologisches Gleichgewicht

natürlicher Zustand eines Ökosystems, hervorgerufen durch die gegenseitige Abhängigkeit der darin lebenden Organismen

Biome

Klima/Vegetationszonen der Erde

Biosphäre

der Bereich der Erdkruste, in dem es Organismen gibt (+- 8 km)

biotische Faktoren

Faktoren der belebten Umwelt, die Organismen beeinflussen z. B. Konkurrenz, Symbiose, Parasitismus, Verbreitung

Biotop

kleinerer Lebensraum verschiedener Organismen innerhalb eines Ökosystems

Biozönose

Lebensgemeinschaft von Organismen innerhalb eines Biotops oder Ökosystems

Bodenozon

das durch Blitze und vor allem Verbrennungsprozesse der menschlichen Zivilisation im Sommer entstehende Ozon in Bodennähe.

CFC

 = Chlorine-Fluorine-Carbons = englische Bezeichnung von FCKW

chemische Stufe

letzte Stufe einer Kläranlage zur Beseitigung von anorganischen Salzen

Coccinella septempunctat

bei uns häufiger Marienkäfer mit 7 schwarzen Punkten

Cyanobakterien

sehr alte, autotrophe aquatische Bakteriengruppe, leben oft in Kolonien; größte Bakteriengruppe

Destruenten

Alle Organismen ( meist Mikroorganismen), die in einem Biotop oder Ökosystem organisches Material in anorganisches abbauen, was Nahrung für die Produzenten bedeutet.

Detergenzien

synthetische Seifen, waschaktive Sustanzen

Devon

Erdzeitalter des Erdaltertums (410 - 360 Millionen Jahre ) benannt nach der englischen Grafschaft Devonshire, Beginn der Besiedlung des Landes

D-Hormon

entsteht aus Vitamin D3 durch UV in der Haut, Umwandlung in der Leber und Niere; steigert die Blut-Ca2+-Konzentration

Dissimilation

Stoffabbau zum Energiegewinn in Zellen

Dobson-Einheit

= DU; Maßeinheit für den Ozongehalt der Stratosphäre; entspricht 2.69 x 1016 Ozonmoleküle/cm2

Eisbohrkerne

Bohrstationen in der Antarktis und auf Grönland treiben kilometerlange Rohre ins Eis. Der Inhalt ist ein Eisbohrkern der Aufschluß über Alter, und Klima der vergangenen Erdepochen gibt.

elektromagnetisches Spektrum

Gesamtheit der elektromagnetischen Wellen: dazu gehören Gamma-Strahlung, Röntgenstrahlen, UV-Strahlung, Licht, Wärme, Radiowellen, Radar, Fernsehwellen

endergonisch

Eigenschaft von Vorgängen und Reaktionen, energieverbrauchend, läuft nicht freiwillig ab; DG = +

Erdkern

innerster Teil der Erde; besteht im Wesentlichen aus den Metallen Eisen und Nickel; er ist fest; Temperatur ca. 5000° C

Erdkruste

= Lithosphäre; äußerer Bereich der Erde, ca. 30 Km dick, in Platten gegliedert

Erdmantel

zwischen Erdkruste und Erdkern liegender Bereich der Erde

Escherichia Coli

Darmbakterium der Säugetiere, lebt in Symbiose

Etiolement

Dunkelwachstum der Pflanzen, Wachstum ohne Licht

Eutrophierung

Anreicherung eines Gewässers mit Nährstoffen ( z. B. Phosphat, Nitrat, Sulfat)

exergonisch

Eigenschaft von Vorgängen und Reaktionen, energiefreisetzend, läuft freiwillig ab; DG = +

Faulschlamm

Bodenschicht in Gewässern mit mangelhaft zersetztem organischen Material wegen lokalem O2- Mangel

FCKW

Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe, (=Halogenalkane) wesentlich an der Zerstörung der atmosphärischen Ozonschicht beteiligt, dienten als Treibgase, Kühlmittel usw.

Gesetz vom Minimum

der Faktor eines Systems der sich im Minimum befindet begrenzt das Ganze; von J. v. Liebig vor ca. 150 Jahren aufgestellt.

Gleichwarme

Organismen, die ihre Körpertemperatur unabhängig von der Umwelt konstant halten können (Säugetiere und Vögel)

Global Change

globale Änderung des Klimas und der Lebensbedingungen durch den Menschen verursacht = Spekulation; ist wissenschaftliche Irrlehre

grüne Pfirsichblattlaus

weit verbreiteter Pflanzenschädling in nördlichen Breitengraden

Halogenalkane

Verbindungen von Alkanen wie Methan oder Ethan mit Halogenen wie Fluor, Chlor und Brom; CCl4 = Tetrachlormethan

Halone

Halogenalkane, die Brom enthalten (zB. CCl3Br in Feuerlöschern)

Hemiparasit

= teilparasitisch lebender Organismus, z. B. Mistel bezieht organische und anorganische Nahrung von der Wirtspflanze, kann aber auch Photosynthese machen

heterotroph

Lebensweise von Tieren und Pilzen und vielen Bakterien, nehmen organische Nahrung auf, die von anderen Organismen produziert worden sind und leben davon

Honigtau

zuckerhaltiges Material, das von Blattläusen produziert wird

Infrarot

= Wärme; Wellenlängenbereich oberhalb 800 nm des elektromagnet. Spektrums

innerartliche Konkurrenz

Organismen der gleichen Art begrenzen die Ausbreitung, Ernährung usw. eines Lebewesens

Isotope

Atome, die zerfallen und dabei radioaktive Strahlung aussenden z. B. 14C, 15N usw.

Kardinalpunkte

Minimale Lebensbedingungn von Organismen, die die Art gerade noch leben lassen

Kohlenstoffkreislauf

Umwandlung von C-Verbindungen in der Natur ineinander hauptsächlich CO2 --> organische Stoffe --> CO2

Kompost

erdähnliches Produkt bei der Kompostierung, ensteht durch Abbau von totem pflanzlichen und tierischen Material

Kompostierung

Abbau von totem pflanzlichen und tierischen Material durch Mikroorganismen, Insekten und Wirbellose in ein erdähnliches Produkt

Konsument 1. Ordnung

= Pflanzenfresser

Konsumenten

ernähren sich von fremdem organischen Material (heterotroph)

Kormophyten

= höhere Pflanzen mit Wurzel, Spross und Blatt z. B. Bäume, Blütenpflanzen

Kreidezeit

Erdzeitalter des Erdmittelalters (140- 66 Millionen Jahre), Zeit der ersten Bedecktsamer (z. B. Laubbäume) und Dinosaurier

Lichtpflanze

Pflanze die an höhere Lichtintensitäten angepasst ist

Litoral

Uferzone des Bodenbereichs eines Gewässers

Lotka-Volterra-Modell

Modell zur Räuber-Beute-Populationsentwicklung nach dem Biophysiker Lotka und dem Mathematiker Volterra 1913

Lux

Einheit der Beleuchtungsstärke

Magma

 flüssiges Gestein ca. 1000° C heiß

mechanische Stufe

1. Stufe einer Kläranlage zur Entfernung des groben Unrats

Medulla

Zwischenschicht bei Flechten, besteht aus Pilzhyphen

Melanom

Form des Hautkrebses

mesophile Bakterien

Bakterien, die mittlere Temperaturen (25-40° C ) zum Wachstum benötigen

Methylbromid

Halogenalkan, CH3Br, ; Pestizid zB. in Erdbeerplantagen

Mistel

parasitisch meist auf Laubbäumen lebende grüne Pflanze

Mutation

sprunghafte Erbänderung, ausgelöst z. B. durch Strahlung oder Chemikalien

Mutualismus

Lebensbeziehung zweier Organismen zu beiderlei Nutzen z. B. Ameise und Blattlaus

Nahrungskette

In einer Biozönose ernähren sich die Organismen voneinander

natürlicher Treibhauseffekt

Aufheizung der Troposphäre durch Wärmebewegungen in der Atmosphäre

Nitrat

NO3-; Salz der Salpetersäure HNO3

nitrifizierende Bakterien

Destruenten, die organisches, N-haltiges Material in Nitrat umwandeln

Nitrobacter

wichtiges nitrifizierendes Bakterium, konvertiert Nitrit zu Nitrat

Nitrogenase

Enzym der N-fixierenden Bakterien

Nitrosomonas

wichtiges nitrifizierendes Bakterium, konvertiert Ammoniak zu Nitrit

obere Cortex

Äußere Schutzschicht bei Flechten, besteht aus Pilzzellen

offenes System

System das mit seiner Umgebung Stoff-und Energieaustausch hat, z. B. Lebewesen, oder Erde

ökologische Nische

Faktoren der Umwelt, die ein Lebewesen ausnützt

ökologische Potenz

Bandbreite der Umweltfaktoren, die ein Organismus nützt, um zu leben

Ökosystem

größerer Bereich indem eine Biozönose zusammenlebt

Ordovicium

Erdzeitalter der Erdurzeit (500 - 440 Millionen Jahren) Algen und erste Wirbeltiere

Ozon

O3, farbloses Spurengas in der Stratosphäre (ca. 25 Km Höhe); absorbiert UV-Strahlung

Ozonloch

durch FCKW ausgedünnte Ozonschicht mit DU <225 über der Antarktis und der Nordhalkugel

Ozonzyklus

Ozon entsteht durch UV-Licht ind der Stratosphäre aus Sauerstoff und zerfällt durch Absorption von UV-Strahlung wieder in Sauerstoff

Parasitismus

Lebensweise eines Organismus unter einseitiger Ausnutzung eines anderen, z.B. Bandwurm

Parthenogenese

= Jungfernzeugung, Enstehung von neuen Lebewesen aus Zellen eines Geschlechts ohne Befruchtung, bei Insekten

Pelagial

Freiwasserzone eines Gewässers

Perm

Zeitalter des Erdaltertums (290 - 250 Millionen Jahre), Baumfarne, Amphibien->Reptilien

Pessimum-Gesetz

= Gesetz des Minimums von Liebig, der im Minimum befindliche Faktor bestimmt das Ganze

Pestizid

Insektenvertilgungsmittel

Phloem

Leitgefäße im Spross von Pflanzen für organisches Material

Phosphate

Salze der Phosphorsäure (PO43-)

Photoperiodismus

die Tageslänge bestimmt die Blühzeit von Pflanzen

Photosynthese

Stoffwechsel bei grünen Pflanzen, bei dem mit Licht aus CO2 und H2O Glucose und O2 aufgebaut wird.

Phytoplankton

pflanzliche Ein- und Mehrzeller in Gewässern, z.B. Grünalgen wie Euglena

Plattentektonik

die Erdkruste ist aus verschiedenen Platten aufgebaut, die sich verschieben

Population

Gruppe von Organismen, die zur gleichen Zeit am gleichen Ort zusammenleben und sich fortpflanzen können

Produzenten

Pflanzen und Bakterien, die autotroph leben, also aus anorganischem Material organisches herstellen

Profundal

Tiefenzone des Bodenbereichs bei Gewässer

Radikale

energiereiche Atome mit ungepaarten Elektronen, Symbol: R.

Schattenpflanze

Pflanze, die an weniger Lichtverhältnisse angepasst ist

Schwefelbakterien

autotrophe Bakterien, die H2S zu Sulfat oxidieren

Selektion

Mechanismus der Evolution, bei dem durch die gerade vorherrschenden Umweltbedingungen bestimmte Genotypen (= Individuen mit bestimmtem Erbgut) vevorzugt sind, diese überleben besser als andere

Spulwürmer

Parasiten des Verdauungstraktes der Wirbeltiere, gehören zu den Nematoden (Fadenwürmer) mit ungegliedertem Körper

Stickstoffkreislauf

Kreislauf der N-Verbindungen in der Natur N2 und Nitrat --> Aminosäuren/Proteine -->Ammoniak -->Nitrit -->Nitrat

Stockwerkaufbau

In Wäldern zu beobachtende vertikale Schichtung der am Wald beteiligten Pflanzen

Stratosphäre

Schicht der Atmosphäre von ca. 10 - 40 km die die Ozonschicht enthält.

Symbiose

enges Zusammenleben zweier Organismen zum gegenseitigen Nutzen z. B. Alge und Pilz in Flechten oder Mensch und E. Coli

Thallus

manchmal blattartige pflanzliche Struktur bei Moosen oder Farnen und Flechten

thermophile Bakterien

wärmeliebende Bakterien, vor allem Archäbakterien, die bei Temperaturen oberhalb 40 und bis 100° C existieren.

Thymindimere

Verbindung zweier nebeneinanderliegender Thyminbasen in der DNA durch UV-Licht (Mutation)

TOMS

= Total Ozone Mapping Spectrometer, Gerät das in verschiedene Satelliten eingebaut ist und die Ozonkonzentration mißt.

Transpiration

Aufwärtstransport von Flüssigkeit in den Leitgeweben der Pflanzen (Sproß), der durch die den Wassergradienten Boden- Luft entsteht

Trias

Zeitalter des Erdmittelalters (250-210 Millionen Jahre); Saurier, erste Säugetiere

umgekippen

der Nahrungskreislauf in einem Gewässer ist wegen Sauerstoffmangel unterbrochen

untere Cortex

unteres Abschlußgewebe einer Flechte; besteht aus Pilzzellen

UV-A

Wellenlängenbereich der UV-Strahlung von 400-320 nm, ungefährlich

UV-B

Wellenlängenbereich der UV-Strahlung von 320-240 nm, gefährlich, ruft in größeren Dosen Sonnenbrand und Hautkrebs hervor, wird von Ozon absorbiert

UV-C

Wellenlängenbereich der UV-Strahlung von 240-100nm, gefährlich, wird von der Atmosphäre vollständig absorbiert

Volterra

italienischer Mathematiker, stellte mathematisches Modell der Populationsdynamik auf

Wachstumskurve von Bakterien

Verlauf des Wachstums von Bakterien in einer Petrischale mit anfänglich optimaler Nährstoffversorgung

Waschmittelgesetz

Gesetz in der BRD von 1975 u.a. zur Verwendung von Phosphaten in Waschmitteln

wechselwarme Lebewesen

Organismen, die ihre Körpertemperatur nicht konstanthalten können und von der Umgebeung abhängig sind; alle Wirbellose, Fische Amphibien und Reptilien

Wirbellose

Alle Tiere ohne Skelett, z. B. Würmer, Weichtiere, Insekten Spinnen, usw

Würzelchenschicht

Haftstrukturen auf der Unterseite eines Flechtenthallus, aus Pilzzellen

Wurzelknöllchenbakterien

Bakterien, die in Symbiose mit Leguminosen leben und den Luftstickstoff als Nahrungsquelle nutzen können

Xylem

Leitgewebe in Pflanzen (Sproß), das Wasser und Salze nach oben transportiert

Zellatmung

Stoffwechselweg in allen aeroben Organismen, bei dem zum ATP-Gewinn Glucose mit Hilfe von O2 abgebaut wird.

zwischenartliche Konkurrenz

Konkurrenz zwischen verschiedenen Arten um Nahrung oder Lebensraum

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