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Es wäre falsch zu sagen, Equus ist das Ziel der Pferdeevolution, nein Equus ist die einzig überlebende Gattung. Alle Mitglieder der Familie Equidae (Pferde, Zebras, Esel) sind Perissodactylen (= unpaarzehige Huftiere), die auf der 3. mittlere Zehe gehen). Unten das einzige Wildpferd (Asien)
Andere Perissodactylen sind Tapire und Rhinozerosse. Die modernen Pferdeartigen stammen vom Parahippus ab. Die meisten Spezies entstanden in Nordamerika. Man findet jedoch Fossilien auf allen Kontinenten außer Australien in der Antarktis. Unten ist der Familienstammbaum der Pferde abgebildet.
Der Stammbaum unten zeigt deutlich die Cladogenese
und die große Vielfalt der Spezies im Tertiär.
Die Entwicklung begann im Eozän vor 55 Millionen
Jahren mit dem Vorfahren aller Pferde, dem Hyracotherium
(Eohippus), einem kleinen (ca. 50 cm Schulterhöhe), Blätter
und Früchte-fressenden Waldtier.
Im frühen Eozän (ca. 50 MJ) gab es einen
langsamen Übergang von Hyracotherium zu Orohippus.
(MacFadden, 1976). Orohippus sah Hyracotherium sehr ähnlich mit den
oben genannten Merkmalen jedoch veränderten Zehen und Zähnen.
Orohippus konnte festeres pflanzliches Material essen. Im Oligozän veränderten sich die Pferde deutlich. Das Klima wurde in Nordamerika trockener, Graslandschaften entwickelten sich, die Wälder schrumpften. Die Pferde wurden größer und besaßen festere Zähne.
Der Schädel hatte wie die späteren Pferde eine charakteristische Vertiefung (siehe oben rechts Pliohippus). Mesohippus hatte hinten und vorne 3 Zehen mit einem rudimentären 4. Zehen vorne. Er ging wie seine Vorgänger auf den Pfoten. Das Großhirn war deutlich größer, die Zähne wie die des Epihippus für festere Pflanzenteile. Unten eine Zahnreihe von Mesohippus.
Bald nach Mesohippus celer und einigen Verwandten erschien Miohippus assiniboiensis (ca. 36 MJ). Der Übergang kam plötzlich, jedoch kennt man einige Übergangsfossilien. Miohippus war wesentlich größer als Mesohippus, mit einem etwas längeren Schädel. Seine Zähne zeigten einen extra Kamm, der später typisch für die Pferde ist. Beide Spezies lebten ca. 4 Millionen Jahre zusammen. (Prothero & Shubin, 1989)
Mesohippus starb im mittleren Oligozän aus. Im frühen Miozän (24 MJ) spaltete sich die Pferdefamilie in mindestens 2 Linien und einen kleine Seitenast auf:
Diese 3. Linie spezialisierte sich als Grasfresser mit einer Zementschicht auf den Zähnen und entwickelte sich besonders zu guten Läufern mit langen Beinen, längerem Schädel und größerer Körpergröße. Die Knochen begannen zu verschmelzen und die Tiere standen auf den Zehenspitzen. Parahippus entstand im frühen Miozän (ca. 23 MJ). Ein typischer Parahippus war ein wenig größer als der Miohippus mit derselben Gehirngröße und Körperform. Parahippus war noch 3-zehig und zeigte eine weitere Entwicklung bei den Zähnen. Er entwickelte sich rasch weiter zum Grasfresser Merychippus gunteri.(ca. 18-17 MJ).
Ein typischer Merychippus war ca. 1 m hoch, das bisher größte Pferd. Der Gesichtschädel verändert sich zum typisch modernen Pferd, das Gehirn war deutlich größer, besonders das Kleinhirn. Dadurch war Merychippus beweglicher als frühere Pferde. Auch Merychippus war noch 3-zehig, jedoch stand das Tier schon völlig auf den Zehenspitzen mit einem großen zentralen Huf und längeren Beinen. Die ganze Extremitätenanatomie hatte sich bei Merychippus dazu entwickelt, sich schnell über einen harten Untergrund zu bewegen. Die Zähne hatte hohe Furchen mit einer dicken Zahnschmelzschicht. (siehe unten)
Merychippus entwickelte sich rasch zu einer Vielzahl ( mindestens 19) verschiedener Spezies weiter. Darunter gab es 3 wichtige Linien:
Vor ca. 10 MJ hatten sich eine sehr große Anzahl verschiedener Pferdearten entwickelt darunter Hipparions, Protohippines und echte, einzehige Pferde, die sich von der Merychippuslinie aus entwickelten. Im mittleren Miozän hatte sich Pliohippus (ca.15 MJ) als 3-zehiges Pferd entwickelt. Es sah den modernen Pferden sehr ähnlich, und verlor im Laufe der Evolution seine seitlichen Zehen. Daraus entstanden einzehige Pferde wie Astrohippus und Dinohippus aus dem sich dann am Ende des Pliozäns ( ca. 4 MJ) das moderne Pferd Equus entwickelte. gehen Sie mit der Maus auf das Bild unten
Die heutigen Pferde haben noch die Gene für seitliche Zehen (Griffelbeine). Selten wird ein Fohlen mit echten seitliche Zehen geboren. Während der 1. Eiszeit (2,6 MJ) wanderten Equus-Spezies nach Eurasien, Afrika (Zebras) und Südamerika.
Am Ende des Pleistozän starben durch klimatische Änderungen und menschliche Jagd alle Pferde in Nordamerika aus. Zusammenfassung Pferdeevolution: Die Pferdeevolution ist durch die Entwicklung verschiedener Eigenschaften gekennzeichnet:
5. Nahrung: vom Blätter und Früchtefresser -------> Grasfresser |
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