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Glossar Molekulargenetik

 

Abzyme

Antikörper mit enzymatischen Eigenschaften

Adenin

organische Purinbase, Bestandteil von Nukleotiden

Adenosin

AMP ohne P, Verbindung von Pentose und Adenin

Agamospermie

asexuelle Bildung von Samen

allgemeine Transduktion

Übertragung beliebiger Wirtsgene durch Viren

Ames-Test

Test ob Chemikalie mutagen ist

Aminoacyl-t-RNA-Synthase

Enzym, das im Cytoplasma die passende tRNA mit der Aminosäure belädt

Anaphase

3. Phase der Mitose, Auseinanderweichen der Chromatiden

Antibiotika

sind Stoffe, die entweder das Wachstum von Bakterien hemmen oder sie abtöten

Anticodon

Basentriplett der tRNA, dient zur Übersetzung des genet. Codes an den Ribosomen und greift die mRNA ab.

Anticodon-Schleife

Triplett auf der tRNA zur Bindung an die mRNA

A-Ort

Eingangs-Bereich im Ribosom, Bindungsort für tRNA

Apomixis

Formen der vegetativen Fortpflanzung

Avery

entdeckte 1944 durch den Transformationsversuch, daß DNA Träger der Erbinformation ist

Bakteriostatika

Antibiotika die wachstumshemmend sind

Bakterizide

Antibiotika, die Bakterien töten

Basenpaarung

in Nukleinsäuren verbinden sich gegenüberliegende Basen mit Wasserstoffbrücken

Bt-Toxin

Gift von Bacillus thuringensis gegen Insektenlarven

Capping

Anhängen einer Basensequenz an das 5´-Ende der mRNA bei der Reifung zur Bindung an das Ribosom

Capsid

Proteinhülle der Viren

Centromer

Verengung im Chromosom, Spindelfaseransatzstelle

Cephalosporine

bakterizide Antibiotika von Pilzen mit breitem Spektrum; hemmen die Zellwandsynthese

Chloramphenicol

bakterizides Antibiotikum, das die Proteinsynthese hemmt

Chromatiden

Chromosomenhälften, in der Metaphase sichtbar

Chromatin

Komplex von DNA und Protein im Zellkern der Eukaryonten

Chromosomen

X-förmige Gebilde, die während der Zellteilung sichtbar werden und aus DNA und Protein bestehen.

Chromosomenmutationen

Mutation, die einen Defekt (Form usw. ) am Chromosom betrifft

codogener Strang

der Strang der Doppelhelix, der die genetische Information enthält

Codon

Triplett auf der mRNA mit Info für Aminosäure

Cosmide

Plasmid-Vektoren mit bestimmten cos-Sequenzen zur Integration in Phagen

Cyclin

Proteine, die beim Zellzyklus einen aktivierende Rolle spielen

Cycloserin

Antibiotika, das den Zusammenbau der Zellwandbausteine hemmt

Cytokinese

Cytoplasmateilung am Schluß der Mitose

Cytosin

organische Pyrimidinbase, Bestandteil von Nukleotiden

degeneriert

der genetische Code ist nicht eindeutig, es gibt mehrere Tripletts für einen Aminosäure

Deletion

Mutation bei der Chromosomenabschnitte fehlen

DNA

doppelsträngiges Riesenmolekül im Zellkern der eukaryontischen Zellen und im Cytoplasma der Bakterienzellen; hat die Erbinformation gespeichert.

DNA-Polymerase

Enzym, das bei der Replikation zu beiden DNA-Strängen einen komplementären Strang synthetisiert

DNA-Fingerprint

Verfahren zum Vergleich von DNA-Fragmenten zur Identifizierung des DNA-Trägers

Down-Syndrom

Erbkrankheit durch Trisomie am 21.Chromosom verursacht

Eicosaeder

20-Flächner; häufigste Form der Viren-Capside

Ein-Gen-ein-Polypetid-Regel

ein Gen enthält die Erbinformation für ein Peptid

Elektroporation

Erzeugung von Membranlöchern durch Spannungsimpulse bei Zellen zur Einschleusung von Plasmiden

Elongation

mittlere Phase der Translation; weiteres Abgreifen der mRNA

Exon

GenCode enthaltende, durch Introns unterbrochene mRNA-Sequenz

Flavr Savr

genetisch manipulierte Tomate, die länger lagern kann

F-Met-tRNA

Starter- t-RNA; wird immer zu Beginn der Translation eingebaut.

Gelelektrophorese

Trennmethode für geladene Biomoleküle mit Hilfe von Gelen und Strom.

genetischer Fingerabdruck

Methode zur Analyse und Vergleich Individuum-spezifischer DNA als Merkmal

Genom

Gesamtheit der Erbinformation einer Zelle

Genmutation

Mutation im Gen

Genommutation

Mutation, die die Anzahl der Chromosomen betrifft

Gen-Therapie

ersetzen von defekten Genen bei erbkranken Individuen

G-Phase

G1- und G2-Phasen sind die Wachstumsphasen im Zellzyklus

Guanin

organische Purinbase, Bestandteil der Nukleotide

Hämagglutinin

Oberflächenprotein des Influenzavirus

Helicase

Enzym, das bei der Replikation die DNA entschraubt

Hemmhof

Zone um ein auf Petrischalen aufgebrachtes Antibiotikum, in der keine Bakterien wachsen

Histone

basische Proteine, aus denen die Proteinkomplexe der Chromosomen aufgebaut sind

Hot Spots

für Genmutation anfällige DNA-Regionen (zB. TT)

Hybridomas

Zellfusion von B-Lymphozyten mit Krebszellen zur Herstellung monoklonaler Antikörper

Initiation

Startvorgang der Translation; die kleinen Ribosomeneinheit bindet an die mRNA

Interphase

Phase zwischen zwei Zellteilungen einer eukaryontischen Zelle

Intron

in den fortlaufenden Gencode der mRNA eingestreute Nonsenssequenzen, die bei der Reifung herausgeschnitten werden

Kinetochor

Mikrotubulikomplex am Centromer der Chromosomen zur Anheftung der Spindelfasern

klebrige Enden

einsträmgiger DNA-Abschnitt, der beim Durchschneiden mit Restriktionsenzymen entsteht

Klon

Gruppe erbgleicher Organismen

Konjugation

Pseudosexualvorgang bei Bakterien mit Plasmid oder Genaustausch

Lysozym

Antibiotikum der Säugetiere in der Tränenflüssigkeit; hemmt Zellwandsynthese

Makrolide

Antibiotika der Streptomyceten, die die Proteinsynthese hemmen.

Markergene

Gen in Plasmiden oder Viren, das als Markierung zur Erkennung des gentechnisch manipulierten Objektes dient.

Meselson + Stahl

bewiesen durch ein cleveres Experiment (Dichtegradientenzentrifugation) die semikonservative Replikation

Metaphase

2. Phase der Mitose, Anordnung der Chromosomen in der Äquatorialebene

Mitose

Zellteilung der Eukaryonten wobei 2 genetische identische Zellen entstehen, läuft in Prophase, Metaphase, Anaphase und Telophase, M-Phase des Zellzyklus

monoklonale Antikörper

gentechnisch erzeugte Antikörper-Klone

Mutationsrate

Häufugkeit der Mutationen in einer Population

mRNA

ensteht als Genabschrift bei der Transkription im Zellkern

mRNA-Reifung

Bearbeitung der abgeschriebenen mRNA zur endgültigen Fassung unter Herausschneiden der Introns

Murein

Peptidoglycan aus dem die Zellwand der Bakterien besteht

Mutagen

mutationsauslösender Faktor

Mutation

spontane oder induzierte Erbänderung

Nonsens-Mutation

Genmutation, bei der ein Stop-Codon entsteht

Nukleoli

Bereiche im Zellkern, in denen rRNA gebildet wird

Nukleosid

Nukleotid ohne Phosphorsäure

Nukleosomen

aus Histonen aufgebaute Proteinkomplexe in den Chromosomen

Nukleotide

Bausteine der Nukleinsäuren; sie bestehen aus Phosphorsäure, einer Pentose und einer organ. Base

Okazaki-Fragmente

mehrere kleine Nukleotid-Sequenzen, durch die DNA-Polymerase im 2. Abschnitt der Replikation gebildet werden

Onkogene

Gene, die Krebs hervorrufen

Operon

gesamtes Gen bestehend aus Operator, Promotor und Strukturgene

Parthenogenese

Junfernzeugung, Produktion von Nachkommen ohne Befruchtung

Penicillin

bakteriostatisches Antibiotikum des Schimmelpilzes Penicillium

Phagen

Viren, die Bakterienzellen befallen

Photolyase

Reparaturenzym für Thymindimere in einigen Organismen

Plasmide

kleine DNA-Ringe in Bakterien

plektonemisch

2 Helices, die umeinander gewunden sind und zur Trennung entschraubt werden müssen.

Polyploidie

mehrfache Vervielfachung des Chromosomensatzes

Polyadenylation

Anhängen von ca. 200 A-Basen ans 3´Ende der mRNA bei der Reifung

Polymerase-Kettenreaktion

Methode zur schnellen Vervielfachung von DNA-Sequenzen

Polysomen

an einer mRNA aufgereihte Ribosomen

P-Ort

Ausgangs-Bereich im Ribosom für eine tRNA

Präimmunität

Pflanzen zeigen ähnliche Immunisierungseigenschaften wie Tiere.

Primase, Gyrase

Enzyme bei der Replikation der DNA

Primer

kurze RNA-Sequenz, die bei der Replikation an der Replikationsgabel von der Primase komplementär synthetisiert wird

Promotor

Bindungsstelle der RNA-Polymerase am Gen

Prophage

ins Wirtsgenom integrierte Phagen- DNA

Prophase

1. Phase der Mitose, Verkürzung und Verdickung der Chromatinfäden, Teilung des Centriols

Punktmutation

Mutation durch Änderung einer Base in der DNA

Purinbasen

Adenin und Guanin, leiten sich vom Purin ab

Pyrimdinbasen

Cytosin, Thymin und Uracil sind vom Pyrimidin abgeleitet

Raster-Mutation

Genmutation, bei der durch Ausfall oder Einfügen einer Base das Triplettraster verändert wird und ab dieser Stelle ein Protein mit einer anderen Aminosäuresequenz entsteht

R-Faktor

Resistenzgene auf Plasmiden

Regulatorgen

Gen, das Info für Repressor für ein anderes Gen enthält

Restriktionsenzyme

Enzyme, die DNA gezielt in Fragmente schneiden können

Replikation

Verdopplung der DNA in der S-Phase des Zellzyklus (Interphase)

Replikationsblasen

Stellen, an denen bei der Replikation die DNA entschraubt ist.

Repressor

Protein, das Ablesung eines Gens verhindert

Resistenz

erbliche Fähigkeit der Bakterien und Pilze unempfindlich gegen Antibiotika zu sein

Restriktions-Endonukleasen

Enzyme in Bakterien, die die DNA spezifisch durchschneiden

RNA

Ribonukleinsäure, kommt als mRNA, tRNA und rRNA vor, enthält Uracil statt Thymin, ist meist einsträngig

RNA-Polymerase

schreibt im Zellkern Gene in mRNA ab

RNA-Splicing

Herausschneiden der Intron aus der prä-mRNA

rRNA

Ribosomen bestehen aus rRNA

Sichelzellanämie

Blutkrankheit die homozygot wegen defekten Hämoglobins zum Tod führt (Genmutation)

Sedimentationskoeffizient

Sedimentationsgeschwindigkeit in einer Zentrifugation in [s]; Maß für die Größe oder Dichte eines zu trennenden Partikels

semikonservative Replikation

die DNA wird dadurch repliziert, daß je ein komplentärer Strang zu einem alten Strang synthetisiert wird, somit ist die neue Doppelhelix halb alt, halb neu.

Signalpeptid kurze Aminosäuresequenz am Ende jeder Polypeptidkette; dient zur Ansteuerung des Wirkungsorts in der Zelle

snRNP

Proteinkomplex, der das Splicing an der mRNA durchführt

spezielle Transduktion

Übertragung von Nachbarschaftsgenen durch das Virus

S-Phase

Abschnitt der Interphase des Zellzyklus mit DNA-Verdopplung

Stacking-Effekt

Stapeleffekt der in der Doppelhelix übereinanderliegenden Basen durch Delokalisierung; trägt zur Stabilität bei

Staphylococcus aureus

pathogene Bakterien der menschlichen Mikroflora, die Enterotoxin bilden

Starter-Codogen

Triplett am Anfang des Gens, das den Start der Transkription an der DNA bestimmt

Streptomycin

Antibiotikum der fädigen Bakterien Streptomyceten; hemmt Proteinsynthese

Strukturgen

teil des Gens, das Info für die Proteine enthält

Substratinduktion

Substrat ruft die Ablesung des Gens der Enzyme zu seiner Verwertung hervor

Substratrepression

Substrat verhindert die Ablesung der Gene für die Enzyme zu seiner Synthese

T-DNA

DNA-Sequenz des Ti-Plasmids bei B. thuringensis, das bei der Pflanzeninfektion sich in das Wirtsgemon integriert

Telomere

Endstücke der Chromosomen, verkürzen sich bei der Mitose

Telophase

4. Phase der Mitose, Bildung neuer Kernmembranen, Zellteilung

temperent

Phage, dessen DNA sich ins Wirtsgenom integrieren kann

Terminator-Codogen

Triplett am Ende des Gens, das das Ende der Transkription an der DNA bestimmt

Terminierung

Endphase der Translation; Ablösen der Ribosomen von der mRNA

Tetrazykline

bakterizide Antibiotika der Streptomyceten, die die Proteinsynthese hemmen

Thalassämie

Erbkrankheit durch defektes Hämoglobingen (Punktmutation); Anämie

Thymin

organische Pyrimidinbase, Bestandteil der DNA-Nukleotide

Thymindimere

Verbindungen von zwei nebeneinander liegenden T-Basen durch UV-Licht (Genmutation)

Ti-Plasmid

Tumor-induzierendes Plasmid von Agrobakterium tumefaciens; erzeugt Wurzelhalsgalle bei Pflanzen

Transduktion

Übertragung von Genen durch Viren auf andere Zellen

transgen

Organismus enthält fremde Gene

Transformation

Aufnahme von DNA durch Bakterien aus der Umgebung

Transkription

Abschreiben des Gens in mRNA

Translocon Proteinkanal in Membranen von zellorganellen zur Durchschleusung von Proteinen mit ihren Signalsequenzen

tRNA

Trägermolekül für Aminosäuren bei der Translation mit Anticodon für mRNA

universell

der genetische Code gilt praktisch bei allen Organismen

Uracil

Pyrimidinbase aus Ribonukleinsäure

Vancomycin

stark wirksames Glycopeptidantibiotikum aus Streptomyceten;

Watson+Crick

klärten 1953 die Doppelhelixstruktur der DNA auf

Wurzelhalsgalle

pflanzlicher Tumor über der Wurzel, durch Bakterien hervorgerufen (Agrobakterium tumefaciens)

XO-Geschlechtsbestimmung

eukaryontische Zellen mit einem X und keinem weiteren Gonosom (Geschlechtschromosom)

Zellzyklus

Zyklus von Wachstum, DNA-Verdopplung, Wachstum und Zellteilung bei Eukaryonten

Zweiteilung

Zellteilung der Bakterien

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