| 1.3 Transkription |
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| 1.3.1 Realisierung der genetischen Information (Fortsetzung), Genetischer Code, Ribosomen | ||||||||||||||||||||||||||
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Transkription ist der erste Schritt der Proteinsynthese. Der Vorgang findet bei den Eukaryonten im Zellkern statt. Der gesamte Vorgang ähnelt stark der Replikation, nur mit dem Unterschied, daß nicht die gesamte DNA "abgeschrieben" wird, sondern nur ein kleiner Teil: ein Gen. Gene sind Abschnitte auf der DNA, also bestimmte Nukleotidsequenzen. Weiterhin werden für die Abschrift nicht DNA-Nukleotide sondern RNA-Nukleotide verwendet.
Es entsteht also als Genkopie eine RNA, die m-RNA (messenger-RNA). Sie enthält in komplementärer Sequenz die genetische Information des Gens. Viele Proteine besitzen mehrere Untereinheiten wie z. B. das Hämoglobin. Es besteht aus 2 a- und 2 b-Ketten. Die menschlichen ß-Globin-Gene sind auf Chromosom 11 an fünf Stellen verteilt. Sie ähneln sich stark in ihrer Sequenz. Die Transkription läuft in 3 Schritten ab:
Das Abschreiben des Gens wird durch das Enzym RNA-Polymerase (und mehrere andere Proteine wie z.B. TBP) bewerkstelligt, das als Substrat DNA und die Triphosphate ATP, UTP, CTP und GTP benötigt. Daraus wird komplementär zu einem DNA-Strang eine fortlaufende RNA-Kette (= mRNA) unter Abspaltung der jeweiligen beiden Phosphatreste der Triphosphate gemacht.
Die m-RNA-Polymerase bindet an der DNA-Strang, der eine bestimmte Nukleotidsequenz enthält, die man Promotor nennt. Damit ist die Richtung der Synthese festgelegt. Den DNA Strang mit dem Promotor nennt man codogenen Strang. Er enthält die Geninformation. Der RNA-Polymerase-Protein-Komplex entwindet die DNA lokal, synthetisiert die mRNA und sorgt wieder für die Spiralisierung der DNA. Das Startsignal für die Synthese wird wiederum durch eine bestimmte Nukleotidsequenz gegeben. Sie ist meist GTA. Diese wird als erstes abgeschrieben. Man nennt sie Starter-Codogen. Die Beendigung der mRNA-Synthese ist ebenfalls durch ein Terminator-Codogen gegeben, das ATT, ATC oder ACT als Nukleotidsequenz hat. Bei Eukaryonten enthält nur 10% der DNA Information für Proteine. Der Rest ist noch unbekannt oder enthält Nonsens-Information. Bei Bakterien und Viren wird ein größerer Teil der DNA für die Information der Proteine genutzt. Eukaryonten besitzen auch mehrere Typen an mRNA-Polymerasen. m-RNA-Reifung Eukaryonten-Gene enthalten meist nicht fortlaufend Information,
sondern sind durch Nonsens- und andere Sequenzen unterbrochen. Man nennt
diese Abschnitte Introns. Codierende
Sequenzen werden als Exons bezeichnet.
Je komplexer der Organismus, je umfangreicher sind die Introns in deren
Gene. Das Herausschneiden der Introns wird durch mehrere Proteine ( U1-U6) bewerkstelligt, die mit der mRNA einen Komplex bilden. Man nennt diesen deshalb snRNP ( = small nuclear ribonucleoproteins) Bearbeitung der der prä - mRNA bei Eukaryonten Vor dem Herausschneiden der Introns wird die mRNA noch für den Transport aus dem Nukleus durch die Kernporen ins Cytoplasma etwas aufbereitet. Capping: Nach der Transcription wird die prä-m-RNA am 5´-Ende mit einer Kappe (= Cap) versehen (= Capping). Dabei wird eine spezielles Nukleotid (7-Methyl-Guanosin) in einer 5'-5' Bindung an das 5´-Ende der prä-mRNA gebunden. Diese "Kappe" ist fürdie Anbindung an das Ribsom wichtig. Polyadenylierung: An das 3´-Ende werden zwischen 20 und 250 Adenin-Nukleotide angefügt. (= Poly-A-Schwanz).
Splicing: Danach werden die durch einen Komplex (= Spliceosom) aus Proteinen und speziellen RNAs (= snRNAs) die Introns herausgeschnitten und die Exons zusammengefügt. |
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Zusammenfassung der mRNA-Reifung:
Bei Prokaryonten beginnt die nachfolgende Translation noch während die Transkription im Gang ist, da keine Trennung in Zellkern und Cytoplasma gegeben ist. |
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Weiterführende Quellen:
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