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Der Übergang zu unserer heutigen Spezies Homo
sapiens war erst vor ca. 100,000 Jahren beendet. Manche Paläoanthropologen
ordnen die älteren Populationen in Europa und Afrika einer
eigenen Spezies zu: Homo heidelbergensis.
Vor ca. 300,000 Jahren entwickelten sich einige dieser Population
zu den Neanderthalern wieder
andere zum archaischen Homo sapiens.
Vor ca. 100,000 fand die Entwicklung der späten archaischen
Homo sapiens zum modernen Homo sapiens
statt.
Mindestens in einem Bereich in Südostasien
lebten einige Homo erectus-Menschen bis vor 60 000 Jahren. Überreste
des archaischen Homo sapiens hat man überall in Europa, Afrika
und Asien gefunden. Inwieweit zwischen diesen verstreuten Populationen
Austausch herrschte ist unklar.
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Wichtige Fundstätten
früher Archaischer Homo sapiens
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Fundstätte |
Jahre zuvor
(ca.) |
Gehirnvolumen
( in ccm) |
| Afrika: |
Lake Ndutu (nahe
Olduvai Gorge) |
400,000?
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1100 |
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Broken Hill
(Kabwe), Sambia |
130,000+
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1285 |
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| China: |
Dali, Shaanxi
Provinz |
230-180,000
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1120-1200 |
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Jinniushan,
Liaoning Provinz |
200,000
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1260 |
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| Europa: |
Arago Cave,
Frankreich |
400-300,000?
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1150 |
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Bilzingsleben,
Deutschland |
425-200,000
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Terra Amata,
Frankreich |
400,000
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----- |
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Petralona Cave,
Griechenland |
300-200,000?
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1190-1220 |
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Steinheim, Deutschland |
300-250,000?
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1100 |
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Swanscombe,
England |
300-250,000?
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1325? |
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Vértesszöllös,
Ungarn |
210-160,000?
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1115-1434 |
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Neanderthaler
Die am besten bekannten archaischen Homo sapiens
waren die Neanderthaler. Aus
DNA-Analysen schließt man, daß sie eine Seitenlinie
der Hominidenentwicklung darstellen.
Sie lebten hauptsächlich in Europa von vor mindestens 130,000
Jahren bis mindestens vor 29,000 Jahren. In den letzten 150 Jahren
gab es eine Menge Diskussion über diese Urmenschen, die bis
heute weitergehen. Manche Forscher zählen sie zu einer eigenen
Spezies: Homo neanderthalensis,
andere halten sie für eine andere Rasse unserer Spezies: Homo
sapiens neanderthalensis.
Die ersten Skelettteile fand
man schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in ganz
Europa, unter anderem im Neanderthal bei Düsseldorf. Danach
wurden sie benannt.
Die Neanderthaler besaßen allgemein
einen stärkeren Knochenbau
und hatten kräftigere Muskeln als der moderne Mensch.
Im Vergleich zu den heutigen Europäern waren sie jedoch relativ
klein (ca. 1,50 m) Aufgrund ihrer starken Beinknochen kann man
schließen, daß sie gute Läufer waren. Ihre Schädel
waren ziemlich tief im Vergleich zu unseren, begleitet von einer
flacheren Stirn.

Zusätzlich besaßen sie
große Brauen und Nasen jedoch nicht das dem modernen
Menschen eigene Kinn. Unten sehen Sie einen Vergleich der Gehirnvolumina
verschiedener Hominiden. Bei einigen Neanderthalern wurden größere
Gehirnvolumina gefunden.

| Vergleich
der Gehirnvolumina |
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Bereich
(cm2) |
Mittelwert
(cm2) |
| Schimpansen |
300-500
|
---- |
| Australopithecines |
413-530
|
---- |
| Homo
habilis |
500-750
|
---- |
| Homo
erectus |
800-1250
|
1000 |
| Neandertaler |
1300-1750
|
1400 |
| moderner
Homo sapiens |
900-2300
|
1345 |

Die Neanderthaler waren Jäger,
die oft in Höhlen wohnten, ihre Toten rituell begruben und
künstlerisch tätig waren (in Slovenien wurde eine ca.
60 000 Jahre alte Flöte aus Bärenknochen gefunden). Sie
benutzten wie schon Homo erectus Feuer und bauten Hütten.
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Abb. 91
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Entwicklung des modernen
Homo sapiens
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Homo neanderthalensis
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Abb. 92
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Lebensraum der
Homo neanderthalensis
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Abb. 93
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Vergleich
Homo neanderthalensis - moderner Mensch
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Abb. 94
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Schädel
Homo neanderthalensis
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