| Taxonomie
ist das Studium der Klassifizierung der Organismen innerhalb
ihres Stammbaums. |
oder den Mensch:
Die Benennung erfolgt binominal lateinisch also Gattung:
Homo; Art : sapiens; Unterart:
sapiens.
In der Systematik der Organismen hat man Stammbäume aufgestellt.
Die traditionelle Taxonomie nach
Linné benutzte Kriterien wie Schuppen, Federn und
Haare, um die Klassen der Reptilien, Vögel und Säugetiere
einzuordnen. Fossilien waren nicht eingeschlossen.
Heute benutzt man die Cladistik,
eine von Willi Hennig 1950 entwickelte Methode, um einen Stammbaum
zu rekonstruieren.
Grundannahme ist dabei das Ereignis der Artspaltung, indem eine
Population in zwei Schwesterpopulationen geteilt wird, die sich
dann evolutiv zu neuen, reproduktiv gegeneinander isolierten Arten
weiterentwickeln. Die von Hennig entwickelte Methode besteht in
der Suche und Feststellung des Schwestertaxons
für ein bestimmtes Taxon (eine benannte Gruppe von Organismen).
Das wiederum ist gleichbedeutend mit der Suche nach der letzten
Verzweigungsstelle und der letzten, für beide Taxa gemeinsamen
Stammart. Dabei werden z. B. Merkmale gesammelt, die für
homolog gehalten werden.

Homologe
Merkmale wären z.B die
Federn der Vögel und die Haare der Säugetiere. Homologe
Merkmale gehören zu Organismen eines Stammbaums. Davon werden
analoge Merkmale unterschieden,
die sich durch Anpassung ähneln aber die zu Organismen mit
unterschiedlichem Stammbaum gehören. Hier sind z. B. die Grabbeine
der Maulwurfsgrille als wirbelloses Insekt (Avertebrata) und das
Grabbein des Maulwurfs als Wirbeltier (Vertebrata) zu nennen.
In Abb. 27
ist dies am Beispiel des Vogel- und Fledermausflügels
und des Insektenflügels dargestellt.
Die grafische Darstellung nennt man Cladogramm.
Nachfolgend ein Cladogramm der Wirbeltiere:
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