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In diesem Zusammenhang soll nochmals auf einige
andere Fakten, die Erde betreffend hingewiesen werden. (siehe dazu
auch Biokurs Klasse 11 Ökologie)
Die Theorie der Plattentektonik umfaßt zwei
Komponenten:
- Die Kontinentalverschiebung
ist die Idee, daß Kontinente unterschiedlich über die
Oberfläche des Erdballs verteilt sind und im Laufe der Geologischen
Zeit in ihre gegenwärtige Position gewandert sind.

- Sea-Floor
Spreading ist der Mechanismus,
der die Kontinentalverschiebung antreibt. An gewissen Stellen
der Ozeane gibt es schlangenförmige Gebirge. Geologen konnten
zeigen, daß die ozeanische Erdkruste sich dort auseinanderbewegt
und dazwischen neues geschmolzenes Material austritt (Magma),
das sich abkühlt und neue Kruste bildet.(siehe oben)
Mehr zu diesem Thema siehe
auch hier: http://www.pmel.noaa.gov/vents/
Erdkruste
und Atmosphäre bilden
zusammen ein Gleichgewichtssystem. Zur Erinnerung nochmals die Zusammensetzung
der heutigen Atmosphäre, aufgelistet nach den häufigsten
Bestandteilen:
- Stickstoff = N2 (78%)
- Sauerstoff = O2 (21%)
- Wasser = H2O (<1% bis 4%)
- Argon = Ar (1%)
- Kohlenstoffdioxid = CO2 (0.037% heute)
- Methan = CH4 (1.7 ppm = 0.00017%)
Die Gaszusammensetzung der
Atmosphäre veränderte sich im Laufe der Erdgeschichte
ständig. In den letzten 600 Millionen Jahren schwankte die
Sauerstoffkonzentration zwischen ca. 15 - 35% und und war in den
letzten 200 Millionen Jahren mit ca. 25% meist höher als heute.
Auch die CO2-Konzentration sank im Zeitraum von 600 Millionen Jahren
beständig vom ca. 15-fachen von heute auf nun 0,037% und war
ebenfalls meist deutlich höher, aber immer deutlich unter 1%.
1. O2 benötigen wird
zum Atmen
2. CO2 brauchen die Pflanzen zur Photosynthese
CO2 wird im Kohlenstoff-Kreislauf umgewandelt.
(siehe Ökologie). Unter anderem
trägt es während der Plattentektonik zur Bildung von ozeanischem
Sedimentgestein bei. Wasser reagiert mit CO2 um Kohlensäure
zu bilden. Die Kohlensäure reagiert mit Calcium und Magnesium
- Silicatgestein zu Calciumcarbonat CaCO3 ( Kalkstein)
oder Magnesiumcarbonat = MgCO3 ( Dolomit) und Siliziumoxid
SiO2 (Quartz).
CO2 + CaSiO3 => CaCO3
+ SiO2 oder
CO2 + MgSiO3 => MgCO3
+ SiO2
Diese werden hauptsächlich in
den Ozeanen als Sediment begraben. Dies bedeutet einen Verlust der
atmosphärischen Konzentration. Ursprünglich entsteht CO2
durch Lava und Gase, die aus den Spalten und übereinanderliegenden
Erdplatten ausströmen. Dort entsteht CO2 wieder aus den Materialien
zurück, die an der Oberfläche dadurch entstanden sind.
CaCO3 + SiO2 => CO2 + CaSiO3
Das Calciumsilicat (CaSiO3) strömt
als Lava aus und bildet einen Teil der Erdkruste, das CO2
entweicht bei Vulkanexplosionen bzw. gast in Subduktionszonen aus.
Dieser Zyklus dauert Jahrmillionen. Dieser geologischer Kohlenstoffkreislauf
ist unten abgebildet, zusammen mit der Plattentektonik.
Dabei ist Corg das Abbauprodukt durch
die Kohlenhydrate aus der Photosynthese.
- Astenosphäre (Erdmantel)
- Lithosphäre (Erdkruste)
- Kontinentalkruste - meist Granit
- ozeanische Kruste (meist Basalt)
- Sediment in den ozeanischen Becken
- Eruptionsgestein (Lava)
- Ozean
Die Bereiche der Umwandlung
sind Subduktionszonen, in denen sich eine Erdplatte unter die andere
schiebt. Die Erde erhitzt sich in unteren Bereichen, Vulkane entstehen.
Das atmosphärische CO2
ist also die Differenz aus der Ausgasung des Eruptions- und Umwandlungsgesteins
und dem Verbrauch durch Photosynthese und Wetter.
Ohne Photosynthese würde der ganze Sauerstoff
sich mit den reaktiven Mineralien und organischen Stoffen verbinden.
Dadurch würde sich CO2 in der Atmosphäre anreichern,
was zu einem Super-Treibhauseffekt wie auf der Venus führen
würde.
Die Organismen tragen also ist also direkt zur
Stabilität unserer Atmosphäre bei.
Das Fehlen von Sauerstoff in der frühen Atmosphäre
bedeutete, daß es keinen Ozonschicht gab. [Man braucht mindestens
0.2% atmosphärischen Sauerstoff um eine Ozonschicht zu bilden].
Die ultraviolette (UV) Strahlung war deshalb recht hoch. Die frühen
Ozeane, die ca. 90% der Erde bedeckten waren vermutlich sehr warm,
ca. 80-100 °C, mit hohen Konzentrationen an Schwefel und CO2
und einem niedrigen pH von 6.0. Die Luft und die Meerestemperaturen
kühlten sich auf ca. 30-50 °C vor 3.2 Milliarden Jahren
ab und die atmosphärische CO2-Konzentration nahm ständig
ab, als sich mehr Landmassen bildeten.
Kontinentalverschiebung
Um die globale Verbreitung von Fossilien verstehen zu können,
ist weiterhin die Kenntnis der Kontinentalverschiebung nach
Alfred Wegener wichtig. (siehe oben)
Danach hat sich im Laufe der Erdgeschichte die
Landmasse vor ca. 250 Millionen Jahren zu einem Urkontinent zusammengetan,
genannt Pangäa, aus dem
alle heutigen Kontinente hervorgegangen sind. Eine Animation dieses
Vorgangs seit der Bildung von Pangaea ist oben zu sehen.
Dies erklärt die Verbreitung gleicher Fossilien
über die südlichen Kontinente. Die Fossilien wie Cynognathus,
Glossopteris, Lystrosaurus und Mesosaurus sind unten genauer
beschrieben.
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Glossopteris
browniana
Glossopteris
war eine Gattung bestimmter Samenfarne, die in Indien, Südamerika,
Südafrika, Australien und in der Antarktis gefunden werden.
Sie wurden Ende des
Trias ausgerottet.
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Mesosaurus
war (als eines der ersten aquatischen Reptilien
nach der Eroberung des Landes durch die Tiere) ein fleichfressendes
Reptil im Süßwasser des späten Carbons bis
frühen Perms. Er war leicht gebaut, hatte einen verlängerten
Kopf und einen flachen Schwanz und maß insgesamt ca.
45 cm.
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Cynognathus
war ein säugetierähnliches
Reptil (Therapsid), etwa wolfsgroß und lebte zu Beginn
des Trias.
Er besaß einen kurzen Schwanz, war
Fleischfresser und vermutlich Warmblütler.
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Lystrosaurus
war ein kräftig gebautes, ca. 1m
langes Säugetier-ähnliches Reptil zu Beginn des Trias.
Er besaß einen kurzen Schwanz und statt Zähne 2 Fangzahn-artige
Gebilde aus Horn.
Er war ein Pflanzenfresser und lebte in Herden in der Nähe
von Sümpfen. |
Beim Studium der Fossilien sind 3 Fakten von Bedeutung:
- Fossilien repräsentieren die Überreste
früherer Lebewesen
- Die meisten Fossilien sind von ausgestorbenen
Organismen
- Die Fossilien in Gestein verschiedenen Alters
differieren, da sich die Erde mit der Zeit geändert hat.
Wenn wir die oberste Schicht untersuchen und dann
immer weiter zu älteren Schichten gehen, kommen wir irgendwann
zu einer Schicht, die keine menschlichen Fossilien mehr beinhaltet.
Gehen wir weiter in der Zeit zurück kommen wir zu Schichten,
wo wir keine Fossilien von Blütenpflanzen, keine Vögel,
keine Säugetiere, keine Reptilien, keine Amphibien, keine Landpflanzen,
keine Fische, keine Muscheln und keine Tiere mehr finden.
Die oben genannten 3 Fakten werden zum Gesetz
der Fossilisation zusammengefaßt:
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Die Fossilien der Pflanzen
und Tiere ändern sich mit der Zeit. Finden wir die gleichen
Fossilien in Gestein an verschiedenen Orten, haben sie dasselbe
Alter!
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Man nennt die in bestimmtem Gestein typischen Fossilien
Leitfossilien.
Beispiel der Zuordnung eines Fossilfundes:
Stellen Sie sich vor, wir finden hier (siehe Abb.
18) ein Skelett eines Tieres.
Wie können Sie die Zugehörigkeit zu einer Spezies und
das relative Alter des Skeletts bestimmen?

Man kann nun entweder irgendwelche Geschichten
erfinden oder einen Paläontologen fragen, der mit all seinem
wissenschaftlichen Verstand aufgrund 500 Jahren Wissenschaftsgeschichte
und 250 Jahren geologischer Forschung nachweist, daß es sich
um einen Dinosaurier,
vermutlich Anchisaurus
handelt, der überall in der Welt nur in Gestein des späten
Trias und frühen
Juras (Mesozoikum) also vor ca.
200 000 000 Jahren existierte.
Wie kommt man zu dieser Aussage?
Knowhow aus der Geologie und Paläontologie
hilft uns, besonders:
die STRATIGRAPHIE, die BIOSTRATIGRAPHIE und die
GEOCHRONOLOGIE. Das Wissen geht zurück bis ins 17. Jahrhundert.
Wir berücksichtigen die
- 4 Prinzipien der STRATIGRAPHIE von Nicolaus
Steno (1638-1686)
- das Prinzip des UNIFORMITARIANISMUS von James
Hutton (1726-1797)
- die Prinzipien der Leitfossilien nach William
Smith 1769-1839
- die Erkenntnisse Charles Lyells (1797-1875)
und
- Charles Darwins (1811-1882).
- Zur radiometrischen Altersbestimmung des Gesteins
verlassen wir uns auf die Vorschläge und Prinzipien von Ernest
Rutherford (1902), Bertram Boltwood 1905 und Arthur Holmes 1911-
1927.
Wie man sieht, steckt eine geballte Ladung Fachwissen
hinter einer einfachen wissenschaftlichen Aussage.

1. Der geschichtete Sandstein ist
jünger als der aus Lava entstandene Basalt links und unten.
Auch kann er über die wahrscheinliche Herkunft des Sandsteins
etwas sagen.
Nun untersucht er die Knochen des vermeintlichen
Fossils.
2. Vergleichende anatomische Kenntnisse überzeugen
ihn, daß es sich um einen Saurier ( vermutlich Anchisaurus)
aus dem Ende des Trias im Mesozoikum handeln muß.
Ein wichtiges Merkmal für Saurier ist das
Loch in der Hüftpfanne.(siehe rechts)
Nun analysiert er die Erdformation
der umliegenden Gegend.
3. Das Bild unten zeigt den Lavafluß als
braunen und grauen Basalt der nördlichen Gebirge, typisch für
Ablagerungen aus dem Trias und frühen Jura.
Er führt eine radiometrische Altersbestimmung
durch.
Untersuchungen mit der K/Ar-Methode ergeben ein
Alter von ca. 200 000 000 Jahren.
Er sucht nach weiteren Fossilspuren aus
der vermuteten Zeit.
Die graue Schicht am unteren Bildrand enthält
fossile Pflanzenpollen. Sie korrelieren gut mit Funden aus England
und Deutschland aus Trias und Jura. Unterhalb der grauen Schicht
befinden sich unterschiedliche fossile Pollen, wie sie an der Fundstelle
des Sauriers zu sehen sind.
Der Geologe schließt daraus,
daß die Steine, die um die Saurierknochen lagen jünger
sind, wie der Lavafluß im Trias/Jura-Übergang.
Weitere Überprüfungen anderer
Fossilien und alternative Altersbestimmungen folgen usw.
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