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In Abb. 18 ist im mikroskopisch
gefärbten Bild die Interphase
der Meiose in den Antheren von Lilien abgebildet. In dieser Phase
verkürzen und verdicken sich die Chromatinfäden.
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Interphase
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Animation
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Zu Beginn der Prophase werden Chromosomen werden sichtbar. Das
Centriol teilt sich und die Hälften wandern zum Zelläquator;
dazwischen bilden sich Spindelfasern aus. Am Ende der Prophase I
kann man die Chromatidstruktur der Chromosomen erkennen. Die homologen
Chromosomen paaren sich in der Äquatorial-ebene = Tetradenstadium.
Die Centriolhälften sind am Zelläquator angeordnet Zu
jedem Chromatid führt eine Spindelfaser. Die Kernmembran hat
sich aufgelöst. Die Nichtschwesterchromatiden der homologen
Chromosomen überkreuzen sich. Das Bild der Überkreuzung
heißt Chiasma, der Vorgang
Crossingover.
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Metaphase I
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Die Chromatiden brechen auseinander und werden
(je ein homologes Chromosom zum jeweiligen Zellpol) gezogen. Es
hat Chromatid-Stückaustausch
stattgefunden. Die Zelle beginnt sich zu teilen.
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Anaphase
I
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Die Zellteilung schreitet weiter voran. Zwei neue
Kernmembranen bilden sich. Die Spindelfasern werden abgebaut.
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Telophase I
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Die Zellteilung ist fast beendet. Die Chromosomen
in jedem Zellkern wandern in die Äquatorialebene. Die Zentriolen
teilen sich und wandern zu den jeweiligen Polen. Spindelfasern bilden
sich in jeder neuen Zelle aus. Die Kernmembranen zerfallen wieder.
2. Reifeteilung
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Prophase II
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Die Centriolhälften sind an den Zelläquatoren
angeordnet. Die Chromosomen liegen ebenfalls am Zelläquator.
Zu jedem Chromosom geht eine Spindelfaser.
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Metaphase II
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Die Chromatiden der Chromosomen werden zu den jeweiligen Polen
gezogen.
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Anaphase II
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Wiederum beginnen Zellteilungen. Kernmembranen werden gebildet.
Die Spindelfasern verschwinden. Es sind vier haploide Zellen entstanden.
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Telophase II
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Bedeutung der Meiose
Die Meiose ist eine der natürlichen Ursachen für die
genetische Vielfalt der Organismen. In der 1. Reifeteilung werden
nämlich durch das Crossingover das väterliche und mütterliche
Erbgut zufällig gemischt.
(In Abb. 27 sind fünf Chiasmata
in Zellen der Heuschrecke Chorthippus parallelus zu sehen)
Eine diploide Zelle besitzt den 2n Chromosomen. Die Zelle ist durch
Mitose aus der Zygote entstanden und diese wiederum durch Fusion
aus der haploiden Eizelle und der haploiden Samenzelle. Also stammt
die Hälfte aller Chromosomen vom Vater, die andere Hälfte
von der Mutter.
Durch Crossingover werden die väterlichen und mütterlichen
Gene zufällig gemischt, so daß die entstehenden Gameten
genetisch unterschiedlich sind. Dies ist die Ursache, daß
Geschwister manchmal ähnlich aber oft auch phänotypisch
recht unterschiedlich sein können.

Je nach Organismus variiert die Meiose beträchtlich. Bei Drosophila
melanogaster zum Beispiel gibt es bei den Männchen keine Rekombination
in der Meiose. Statt dessen teilen sich die Chromosomen durch einen
unbekannten Mechanismus. Bei den Weibchen gibt es bei den kleinen
4. Chromosomen kein Crossingover, sie trennen sich unverändert
auf. Das X-Chromosom zeigt in 5-10% der Meiose ebenfalls keine Chiasmen.
Vergleich der Meiose mit der Mitose

Zur Mitose bestehen mehrere Unterschiede:
- Die Mitose findet in allen Zellen außer den Geschlechtszellen
statt.
- Bei der Mitose entstehen zwei genetisch identische Teilungsprodukte.
- In der Metaphase der Mitose findet keine Paarung der
homologen Chromosomen statt.
- In der Anaphase der Mitose trennen sich Chromatiden,
bei der Meiose in der Anaphase I Chromosomen!
Automiktische Parthenogenese (AP)
Bei einigen Reptilien: Schlangen und Eidechsen sowie
Vögeln (Truthähnen und Hühnern) wurde die Automiktische
Parthenogenese (AP) gefunden, d.h. weibliche Tiere
produzierten ohne Kontakt zu männlichen Tieren diploide
(männliche) Nachkommen. Die Ursache liegt bei deren Meiose,
bei der ein haploider Richtungskörper sich wie eine Samenzelle
verhält und mit der haploiden Eizelle fusioniert. Da bei Reptilien
und Vögeln die Kombination ZZ (= XX) männlich, ist kommen
nur männliche Tiere zur Welt.
(G. Schuett, The Sonoran Herpetologist, the Newsletter of
the THS, Vol.11, No.9, September, 1998. )
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