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Analyse der dihybriden Kreuzung
1.
Die F1 ist phänotypisch wieder uniform,
d.h. alle Erbsen sehen gleich gelb, glatt aus. Das bedeutet, daß
sich beim F1-Genotyp YgRr die dominanten Allele durchsetzen, denn
die F1-Pflanzen haben jeweils vom einen Elter ein rezessives Gen
erhalten.
2. Kreuzt
man nun die F1 untereinander, so tritt in der F2 eine Neukombination
der Gene ein. Der Genotyp yyrr ( grün/runzelig) ist neu entstanden
und kann nur dadurch erklärt werden, daß die Allele während
der Generationenfolge neu kombiniert werden.
3. Das
Aufspaltungsverhältnis in der F2 ist phänotypisch 9
: 3: 3: 1.
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Eine entsprechende Kreuzung
kann man auch z.B. mit
der Fruchtfliege Drosophila
siehe
hier
oder wieder mit Erbsen
: siehe
hier durchführen .
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2.13 Intermediäre Vererbung
Bei einigen Blütenpflanzen wie Primeln
(Primula spec.), Japanischen
Wunderblumen (Mirabilis Jalapa)
und Löwenmäulchen
(Antirrhinum majus) findet man in der
F1 einer Kreuzung von homozygot roten und weißen Pflanzen
ausschließlich rosafarbene.
Der Phänotyp liegt also genau in der Mitte der der Eltern.
Man bezeichnet solche Erbgänge als
intermediär.
Dies beruht auf einer unvollständigen Dominanz eines Allels.
(Entdeckung
durch Carl Correns 1900)
(Gehen Sie mit der Maus auf das Bild links, um mehr zu sehen)
Das "rote" Allel sorgt für eine
ungenügende Produktion des roten Blütenfarbstoffs, sodaß
die Blütenblätter rosa erscheinen.

Ein solcher Erbgang bei Löwenmäulchen
ist rechts abgebildet.
Analyse:
Die F1 (Rr)
ist uniform rosa. Kreuzt man die F1 untereinander, erhält man
1/4 weißblühende, 1/4 rotblühende und 1/2 rosablühende
Pflanzen, also eine Aufspaltung von
1 : 2 : 1.
Die Rückkreuzung zeigt das typische Verhältnis
1 : 1 für eine Kreuzung eines Hybriden mit dem rezessiven Elter.
Ein weiteres Beispiel ist der Stimmumfang der männlichen Stimme.
Die tiefsten und höchsten Werte werden in Männern gefunden,
die für dieses Merkmal homozygot sind (AA und aa), während
mittlerer Stimmumfang (Bariton) heterozygot (Aa) ist.
Glücklicherweise werden die Merkmale der Gartenerbse
nicht von Genen kontrolliert, die einen intermediären Phänotyp
erzeugen. Möglicherweise hätte Mendel dann die Grundregeln
der Vererbung nie entdeckt.
Grundregeln der Vererbung (= Mendelsche
Regeln)
Als Konsequenz aus unseren
Beispielen wollen wir die Grundregeln der Vererbung formulieren,
die im Wesentlichen auf den Erkenntnissen Mendels basieren:
- Uniformitätsregel
Kreuzt man 2 homozygote Individuen einer Art, so ist
die F1 uniform.
- Spaltungsregel
Kreuzt man die F1 aus der Kreuzung zweier homozygoter
Individuen einer Art untereinander, so ergibt sich beim dominant/rezessiven
Erbgang ein Aufspaltungsverhältnis von 3 : 1 (monohybrid,
9:3:3:1 dihybrid) und beim intermediären Erbgang von 1 :
2 : 1.
- Regel von der
Neukombination der Gene
Die Gene werden in der Generationenfolge unabhängig
voneinander vererbt und neu kombiniert.
Diese Regel gelten prinzipiell und für alle
Organismen (bei reinen Rassen
= Homozygotie!)
Bei geschlechtlich sich fortpflanzenden Lebewesen gelten sie für
die Gene auf Autosomen
(also allen Chromosomen außer den Geschlechtschromosomen).
Im Zuge der genetischen Forschung im 20. Jahrhundert hat man mehrere
Ausnahmen gefunden:
- Mutation
- Polyploidie
- Multiple Allelie
- Polygenie
- Kodominanz
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- modifizierende Gene
und Regulatorgene
- Gene mit unvollständiger
Penetranz
- Geschlechtsgebundene
Vererbung
- Pleiotropie
- Instabile Allele
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Die meisten Ausnahmen werden in der Humangenetik
angesprochen.
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