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Glossar Immunsystem 

 

Adsorptionsphase 1. Phase, wenn ein Virus eine Zelle befällt; das Virus dockt über Rezeptoren an die Zelle an.
Agglutination Verbindung von Antikörpern mit Antigenen zu einem Netzwerk.
Agglutinin Protein im Blutplasma, das an Blutgruppen bindet.
Agranulozyten Leukozyten mit rundlichen oder bohnenförmigen Zellkernen und keinen Partikeln im Cytoplasma
AIDS ="acquired immunodeficiency syndrome"; Krankheit, die man durch das Virus HIV erleidet; dabei wird das Immunsystem außer Kraft gesetzt
aktive Immunisierung Injektion abgetöteter Erreger; der Körper reagiert mit einer Immunreaktion; langanhaltend
Albumine Blutproteine; helfen das osmotische Gleichgewicht in den Kapillaren aufrechtzuhalten. Albumin wird in großen Mengen von der Leber ans Blut abgegeben.
Allergen Allergie hervorrufender Stoff
Allergie ist eine unangemessene Überreaktion des Immunsystemes auf harmlose Antigene, die einen Krankheitszustand hervorruft.
anaphylaktischer Schock gefährlichste Auswirkung einer allergischen Reaktion, bei dem Lebensgefahr besteht.
Angeborene Immunität Die angeborene Immunität beruht auf unspezifischen Abwehrmechanismen, die sofort oder innerhalb einiger Stunden nach Erscheinen eines Antigens im Körpers wirken. Dazu gehören physikalische Barrieren wie die Haut, chemische Stoffe im Blut und Immunzellen, die andere Zellen im Körper bekämpfen.
Antigen Alles, was eine Immunantwort hervorruft
Arthritis Autoimmunerkrankung, bei der die Gelenke angegriffen werden
Autoimmunerkrankung Wenn das Immunsystem das eigene Gewebe mit dem körperfremden verwechselt und eine Immunantwort gegen körpereigene Zellen startet.
AZT = Azidothymidin; Anti HIV-Medikament, das die reverse Transcriptase hemmt
Basophil Leukozyten, die bei der schnellen Immunreaktion gegen externe Antigene bei Asthma, Heuschnupfen usw. mitwirken.
B-Gedächtniszellen werden während einer humoralen Immunantwort gebildet und sind bei nochmaliger Infektion in der Lage sofort spezifische Antikörper zu bilden
Blutgruppen Oberflächen-Strukturen von Erythrozytenmembranen
Capsid Proteinhülle eines Virus
Chemotherapie Behandlung von Krebstumoren durch zytotoxische Chemikalien.
Crohnsche Krankheit Autoimmunerkrankung, bei der der Darm angegriffen wird
Cytokine Signalsubstanzen wie z. B. Interleukin mit denen die Leukozyten untereinander kommunizieren können. Man kennt derzeit über 20 Substanzen. Sie rufen u. a. Fieber hervor. Cytokinrezeptoren befinden sich auf der Zelloberfläche.
Cytotoxische T-Zellen (CTL) Lymphozyten, die Zellen abtöten können
Dendritenzellen Antigenpräsentierende, Makrophagen-artige Zellen im Blut und vielen Geweben mit Fortsätzen
Eosinophil max. 5% der weißen Blutkörperchen sind Eosinophile Sie spielen bei allergischen Reaktionen und bei der Bekämpfung von Parasiten eine Rolle.
Epitop die Immunreaktion auslösende Oberflächenstruktur eines Antigens
Erworbene Immunität Die erworbene Immunität beruht auf der antigen-spezifischen Immunantwort mit Antikörpern und Killerzellen.
Erythroblastose Zerstörung der kindlichen Erythrozten im Mutterleib durch mütterliche Antikörper; Blutkrankheit (Erythroblastose).
Erythropoietin (EPO) Hormon der Nieren, steuert Erythrozytenbildung
Erythrozyten rote Blutkörperchen; für den Sauerstofftransport zuständig
Fab Antigen-Bindungsstelle in dem verbundenen Teil zwischen der L- und der H-Kette eines Ig(antigen binding fragment =FAB)
Fc Die freien Enden der H-Ketten des Ig neigen zur Kristallisierung (crystallizable fragment = Fc)
Fibrinogen ist bei der Blutgerinnung behilflich. Es bildet den Blutfaserstoff Fibrin. Fibrinogen macht etwa 2-3% der Proteine des Blutplasmas aus.
Granulozyten Leukozyten mit unregelmäßig gelappten Zellkernen und kleinen Partikeln im Cytoplasma.
Heuschnupfen Überreaktion des Immunsystemes in den Nasenschleimhäuten auf harmlose Antigene wie Pollen usw.
HIV = "human immunodeficiency virus"; Retrovirus, das AIDS hervorruft; befällt T-Helferzellen
Histamin Amin aus den Granula von Mastzellen, das Entzündungen einleitet; erhöht den kapillaren Blutfluß in den betroffenen Bereichen.
humorale Immunantwort Immunantwort der B-Lymphozyten mit Antikörperbildung
Immunisierung Unempfindlichkeit gegen Pathogene durch Impfung
Immunoglobuline (Ig) Antikörper gegen Antigene. Man kennt IgG, IgA, IgM, IgE und IgD.
Immunsuppression ist die Unterdrückung oder Abschwächung der Abwehrreaktion des Körpers (Immunreaktion).
Immuntoleranz ist das Ausbleiben einer Immunreaktion nach Gabe eines bestimmten Antigens
Injektionsphase 2. Phase, wenn ein Virus eine Zelle befällt; das Virus injiziert seine Nukleinsäure in die Zelle
Interferon Signalprotein, das von Viren befallenen Zellen ausschütten, um andere Zellen zu warnen.
Interleukin Signalstoff der Lymphozyten und Makrophagen; = Cytokinin zur Aktivierung anderer Immunzellen
Jenner Englischer Wissenschaftler, Edward Jenner (1749-1823); führte als erster Impfungen durch.
Killerzellen Lymphozyten, die andere Zellen direkt abtöten können
Knochenmark Gewebe innerhalb der Knochen; Bildungsstätte aller Blutzellen
Komplement-Proteine Von der Leber produzierte Proteine, die z. B. Bakterienzellen zum Platzen bringen können und bei Enztündungsvorgängen mitwirken.
Krebs Gruppe von mehr als 100 verschiedener Krankheiten. Krebs entsteht, wenn Zellen in einen abnormalen Zustand übergehen und sich fortlaufend teilen.
Latenzphase 3. Phase, wenn wein Virus eine Zelle befällt; die Zelle wird zu einer Virusfabrik umfunktioniert und Viren zusammengebaut oder die Virus DNA integriert sich als Provirus in die Wirts-DNA.
Leukozyten weiße Blutkörperchen, Für die Immunabwehr zuständig
Lupus erythematosus Autoimmunerkrankung, bei der unterschiedliche Organe und Gewebe angegriffen werden.
lymphatische Organe Über den Körper verstreute Organe des Immunsystems: Thymus, Milz, Mandeln, Wurmfortsatz, Peyers Haufen, Lymphknoten, Knochenmark
Lymphknoten Verdickung des Lymphgefäße; enthalten Lymphozyten, die bei einer Infektion sich teilen und zu antiköperbildenden Plasmazellen werden.
Lymphozyt Typ der weißen Blutkörperchen (Agranulozyt); kommt al B- und T-Zelle vor.
Lysozym Enzym der Tränenflüssigkeit, wirkt bakterizid
Makrophage = Monozyt außerhalb des Bluts
Mandeln Lymphatisches Organ im Rachenbereich; dienen zur Teilung der Lymphozyten
Mastzellen Leukozyten, die nur im Gewebe und den Schleimhäuten vorkommen. Mastzellen sind an Entzündungsprozessen und Allergien beteiligt.
Melatonin Hormon der Epiphyse; steigert u.a. die Antikörperproduktion
Metastasen sekundäre Tumore, die durch eingewanderte Krebszellen entstehen
MHC -Rezeptor Oberflächenstruktur aller Zellen, unterscheidet sich zwischen den Individuen; es gibt Klasse I und II
Milz Lymphatisches Organ links über der Niere; enthält Leukozyten zur Phagozytose verbrauchter Erythrozyten und untersuchung des Bluts nach Antigenen.
Monozyt größter Typ der weißen Blutkörperchen (Agranulozyt); Sie können das Blut verlassen und im Gewebe als Makrophagen z. B. infektöse Bakterien und Pilze phagozytieren.
mikrobielle Abwehrbarriere Abwehr von Pathogenen durch Besiedlung der Haut mit Bakterien
multiple Sklerose Autoimmunerkrankung, bei der das Nervensystem angegriffen wird
Neurodermitis Entzündliche, allergische Krankheit der Haut, durch Histamin
Neutrophil häufugster Typ der weißen Blutkörperchen; Neutrophile werden durch Verletzungen und Infektionen angezogen phagozytieren im Gewebe Bakterien.
Pandemie globale Epidemie
passive Immunisierung Immunisierung durch Injektion von Antikörpern, gewonnen aus Tierblut; der eigenen Körper macht keine Immunreaktion
Perforin Protein, das cytotoxische T-Zellen ausschütten, das Löcher in die Zellmembran von Zielzellen bildet, sodaß diese am osmotischen Schock sterben.
Peyers Haufen Lymphatisches Gewebe im Dünndarmepithel; Makrophagen und T-Lymphozyten teilen sich dort.
Präzipitation Vorgang bei dem durch die Agglutination sog. Immunkomplexe, entstehen, die so groß werden können, daß sie z. B. im Blutplasma nicht mehr löslich sind und ausfallen.
Plasma flüssige Phase des Bluts
Provirus in die Wirts-DNA integrierte Virus DNA
Psoriasis = Schuppenflechte, Autoimmunerkrankung bei der es durch beschleunigte Zellteilung der Haut zu Entzündung und Blutungen kommt.
Reverse Transcriptase Enzym as HIV das die Virus-RNA in DNA umschreibt (Retrovirus)
Rhesusfaktor Blutgruppe an Erythrozytenmembran
spezifische Immunantwort Die Immunreaktion der B- und T-Lymphozyten, die gegen einen speziellen Erreger (spezielles Antigen) gerichtet sind.
T-Helferzellen Lymphozyten, die bei der humoralen und zellulären Immunantwort aktiviert werden und andere Zellen zur Immunreaktion aktivieren.
T-Suppressorzellen Lymphozyten, die die Immmunantwort stoppen
Thrombozyten Blutplättchen; an Blutgerinnung beteiligt
Thymusdrüse Lymphatisches Organ im Halsbereich; dient zur Regulation Lymphozytenentwicklung.
Tumor Gewebe, das durch ungeordnete Zellteilung entsteht
unspezifische Immunantwort Alle Körperreaktionen wie Entzündung, Komplementreaktion, Interferonausschüttung die nicht gegen einen speziellen Erreger (spezielles Antigen) gerichtet sind.
Wegenerschen Granulomatose seltenen Autoimmunerkrankung, bei der Blutgefäße und Lungen angegriffen werden
zelluläre Immunantwort Immunantwort der T-Lymphozyten durch Abtöten der Zellen