Glossar Nerven und Sinne (12)

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Glossar Nerven und Sinne

 7-Helix-Rezeptor Membranrezeptor-Typ bei Neuronen und als Hormonrezeptoren
an Zellen, die eine tertiaärstruktur mit 7 Helices besitzen und G-Protein-gesteuerte
intrazelluläre Reaktionen auslösen.
Acetylcholin Neurotransmitter zb. an den motorischen Endplatten der
Skelettmuskulatur und im Gehirn
additive Farbmischung Verrechnung der wahrgenommenen Lichtinformation der Sehzellen
in der Retina, sodaß die Summe der APs weitergeleitet werden ( im
Hell/Dunkelkanal) oder
Eigenschaft von Mischfarben bei Licht
Adrenalin Neurotransmitter und Hormon der Nebenniere
adrenerge Neuronen Neuronen, deren Synapsen Katecholamine produzieren
Akkomodation Einstellung des Auges auf nahe und ferne Gegenstände
Akkomodationsbreite die Brechkraftvergößerung vom entspannten
Auge (50 D) bis zum maximal akkomodierten Auge ca. 14 D
Aktionspotential Kurzfristige Ladungsänderung am Axon ausgehend vom
Ruhepotential bei Reizung des Neurons
Amakrine Zellen verschalten die Ganglienzellen untereinander
Appositionsauge Form des Insektenaugens bei tagaktiven Insekten
Atropin Gift der Tollkirsche blockiert die Acetylcholinrezeptoren
Außensegment länglicher Bereich eines Stäbchens oder Zapfens,
der in den Disks den Sehfarbstoff enthält.
Axon = Neurit; langer Fortsatz der Neuronen
axonodendritisch Synapse des Axons am Dendrit
axonosomatisch Synapse des Axons am Soma der postsynaptischen Nervenzelle
AxonhügelÜbergangsbereich vom Perikaryon ins Axon bei Neuronen
Beta-Blocker Medikamente die zur Hemmung der sympathischer Fasern
verwendet werden
Bipolare Zellen verbinden die Lichtsinnenzellen mit den ableitenden Nervenzellen
in der Retina
blinder Fleck Stelle, an dem der Sehnerv austritt und keine Sehzellen
sind
Brocascher Bereich Zentrum im Großhirn für Sprache und Artikulation
(im Ohrbereich)
Blut-Hirnschranke Die Blutgefäße im Gehirn lassen nur kleine
Moleküle wie Glucose, Hormone oder Heroin in den Liquor
cerebrospinale Flüssigkeit Flüssigkeit, in der Rückenmark und Gehirn “schwimmen”
Chara Süßwasseralge mit langsamen Änderungen
der Zellmembranspannungen
Chiasma opticum Überkreuzung der Sehnerven des rechten und linken
Auges im Gehirn
cholinerge Neuronen Neuronen, deren Synapsen Acetylcholin produzieren
Conjunctiva Bindehaut
Connexine Proteine aus denen der Tunnel bei den Gap Junctions besteht
Connexon Proteinröhre bei Gap Junctions aus Connexin
Cornea die vordere, durchsichtige Abdeckung des Auges
Curare Toxin der Pflanze Strychnos toxifera, Pfeilgift einiger
südamerikanischer Indianer wirkt ebenfalls wie Atropin.
Dendrit kurzer Fortsatz der Neuronen
DepolarisierungÄnderung der Membranpolarität bei Neuronen
im Ruhezustand (wird innen positiver)
Digitalis Herzglycoside, dienen in der Medizin zur Behandlung von
Herzerkrankungen; hemmen Na/K-Pumpen
Disks Membranscheiben mit Sehfarbstoff im Außensegment
der Lichtsinneszellen
Dopamin Neurotransmitter im Gehirn in Zentren für Gefühl
und abstraktem Denken, Katecholamin
Dunkeladaptation Anpassung des Auges an geringe Lichtstärke durch
erhöhung der Empfindlichkeit
EEG Elektroencephalographie, Aufzeichnung von Gehirnströmen
über Elektroden am Schädel
Edinger-Westphal-Nuklei Bereich des Mittelhirns, über den die Sehinformation
geleitet wird
Eigenreflex Reflex, bei dem die sensorische Faser aus dem gleichen
Organ kommt, in das die motorische Faser hinführt
elektrischen Synapsen Synapsentyp, bei dem die Membranen zweier Neuronen dicht
zusammenliegen und über Proteintunnel Stofftransport stattfinden
kann.
Endknöpfchen Verdickung am Ende des Axons
Enterorezeptoren Sinnesorgane, die die Information von innerhalb des Körpers
wahrnehmen
EPSP excitatorisches postsynaptisches Potential
Exoskelett Chitinpanzer gibt den Insekten eine äußere
Stütze
Exterorezeptoren Sinnesorgane, die die Information von außerhalb
des Körpers wahrnehmen
“feed or breed” -Effekt Gesamtreaktion des Körpers, durch parasympathische
Nerven vermittelt, sich zu entspannen
“fight or flight” Reaktion dient dazu, den Organismus über sympathische Nerven
in Leistungsbereitschaft zu versetzen
Foramen magnum Hinterhaupsloch, Öffnung im hinteren unteren Schädelbereich,
wodurch das Gehirn mit dem Rückenmark in Verbindung steht
Fovea centralis Sehgrube, Eindellung in der Macula lutea, Stelle des
schärfsten Sehens
Fremdreflexe Reflexbogen, bei dem die sensorische Faser aus einem
anderen Organ kommt, als die motorische hinführt
Frequenzmodulation Variation der Frequenz auf eine Änderung der Anregungsstärke
(Reizstärke)
GABA = g-Aminobuttersäure;
inhibitorischer Neurotransmitter
Gap Junctions = elektrische Synapsen
Ganglienzellen ihre Axone treten im Sehnerv aus dem Augapfel aus ins
Gehirn
Gegenfarben Komplementärfarben
Generator- oder Rezeptorpotential längeranhaltende Spannungsänderung al Zellkörper
eines Neuron auf eine Anregung hin
Glaskörper klare, gelartige Substanz,
die den Augapfel innen ausfüllt
Gliazellen Begleitzellen von Neuronen im Nervensystem
graue Substanz dunkel gefärbter Bereich des Gehirns (außen)
und Rückenmarks (innen) der Zellkerne der Neuronen enthält
Grenzstrang Nervenstrang beidseitig des Rückenmarks (Sympathicus)
Großhirnmark innerer Teil des Großhirns
GroßhirnrindeÄußerer, geforchter Bereich (Cortex) des Großhirns
Grauer Star neblige oder undurchsichtige Stelle in der normalerweise
durchsichtigen Linse des Auges
HERA-Theorie Danach werden nach Zeit und Raum benennbare Erinnerungen
in der linken Hälfte des Großhirns eingeprägt. Das Abrufen
der Erinnerungen geschieht dagegen in der rechten Hälfte.
Hermannsches Gitter Raster schwarzer Quadrate durchzogen von wießen
Bahnen, an deren Kreuzungspunkte ma Grau sieht (Illusion)
Horizontalzellen verschalten die Lichtsinnenzellen untereinander
Hyperopie Weitsichtigkeit
Hyperpolarisierung Kurzfristige Überpolarisierung beim Herstellen des
Ruhepotentials durch viel positive Ladung außen
Impulse kurzfristige Spannungsänderung
Interneuronen Zwischenneuronen, verschalten 2 oder mehrere Nervenzellen
inverses Auge die Lichsinneszellen sind auf der lichtabgewandten Seite
der Retina
Iodopsin Sehfarbstoff in den Zapfen
Iris der gefärbte Teil des Auges hinter der Hornhaut
(blau, grün, braun).
Ishahara Tafeln Farbtafeln mit Zahlen aus Punkten zur Unterscheidung
von Farbenblindheit
Kanalspezifität Jeder Reiz wir durch eine spezielle Leitung vom entsprechenden
Sinnesorgan zum ZNS geleitet
Katecholamine Gruppe von Neurotransmittern: Dopamin, Noradrenalin und
Adrenalin
Komplexaugen Augentyp bei Wirbellosen (Insekten, Spinnen usw.) bestehend
aus vielen Einzelaugen
kontinuierliche Erregungsleitung langsame Erregungsleitung bei marklosen Axonen
laterale Inhibition Die Horizontalzellen der Retina hemmen bei Erregung durch
einen Photorezeptor die benachbarten Rezeptoren zu einem gewissen Grad.
limbisches System Funktionseinheit im Gehirn aus Teilen des Großhirns,
Mittel- und Zwischenhirns; für besondere geistige Fähigkeiten
wie rationales oder emotionales Handeln, einsichtiges
Verhalten, abstraktes Denken und Lernfähigkeit aus.
Liquor Gehirnflüssigkeit, = cerebrospinale Flüssigkeit
LuxEinheit derBeleuchtungsstärke :
= Lichtstrom bezogen auf eine bestimmte Fläche bei beleuchteten Objekten
(Körperfarben); Einheit Lumen pro Quadratmeter = Lux [lm/m
= lx]
Macula lutea Gelber Fleck
Meissnersche Tastkörperchen Tastsinnesorgane in der Haut
monosynaptischer Reflex Reflexbogen mit nur einer Synapse
motorische Endplatte Endknöpfchen eines Neurons am Muskel
motorische Nerven führen vom ZNS zu Muskel und Drüsen
MRIMagnetic-Resonance-Imaging (Kernspin-Resonanz-Tomographie)
; Methode zur in vivo-Durchleuchtung des Körpers
muscarinischer Rezeptor Membranrezeptor in der postsynaptischen Membran bei Neuronen,
der bei Kontakt mit Acetylcholin inhibitorisch wirkt.
Myopie Kursichtigkeit
Na+/K+-Pumpe Tunnelprotein in Zellmembranen, das unter ATP-Verbrauch
Na+-Ionen aus der Zelle und K+-Ionen in die Zelle transportiert
negatives Nachbild Illusion durch einseitige Reizung der Lichtsinneszellen,
die solange andauert, bis der Sehfarbstoff regeneriert ist
Nervus opticus Sehnerv
Neurit = Axon; langer Fortsatz der Neuronen
Neuronen Nervenzellen
NeurotransmitterÜberträgerstoff an chemischen Synapsen
nikotinischer Rezeptor Membranrezeptor in der postsynaptischen Membran bei Neuronen,
der bei Kontakt mit Acetylcholin excitatorisch wirkt. Nikotin bindet auch
an diesen Rezeptor.
Noradrenalin Neurotransmitter im Gehirn bei Streßbewältigung
Ocellen einfacher Augentyp bei Wirbellosen
ON-Zentrums-Zelle belichteter Bereich eines rezeptiven Feldes, der APs
weiterleitet
Opsin Proteinanteil der Sehfarbstoffe Rhodopsin und Iodopsin
Parasympathicus Teil des vegetativen Nervensystems, dient der Entspannung
Perikaryon Zellkörper der Nervenzelle
PET= Positronen- Emissions- Computer-
Tomographie; Methode zur in Vivo-Beobachtung von Stoffwechselvorgängen
phasisch-tonische Sinneszelle Sinneszelle, die auf einen Reiz hin ein Rezeptorpotential
produziert, das auf einen gleichbleibenden Wert abfällt.
phasische Sinneszelle Sinneszelle, die auf einen Reiz hin ein Rezeptorpotential
produziert, das auf 0 abfällt.
photopisches Sehen Farbensehen am Tag mit den Zapfen
Photorefraktive Keratektomie Abschleifen” der Hornhaut mit einem Excimer-Laser
polysynaptischer Reflex Reflexbogen beinhaltet mehrere Synapsen
postsynaptische Zelle Neuron nach der Synapse
präsynaptische Endigung = Endknöpfchen
präsynaptische Zelle Neuron vor der Synapse
prätectaler Bereich Bereich des Mittelhirns, über den die Sehinformation
geleitet wird
primäre Sehrinde Bereich des Großhirns am Hinterhaupt, in mit dem
visuellen Gedächtnis, in die die Sehinformation der Augen gelangt
Pupille das “schwarze Loch im Zentrum der Iris”
Purkinje-Verschiebung Der Unterschied zwischen dem Zapfen- und Stäbchenmaximum
bei der Lichtempfindlichkeit
Ouabain Gift des roten Fingerhutes, Digitalisderivat; hemmt die
Na/K-Pumpe
räumliche Summation Gleichzeitiges Senden von APs über mehrerer Synapsen
erhöht die Depolarisierung am postsyn. Neuron
Ranviersche Schnürringe sich wiederholende Einschnürungen an der Schwannschen
Scheide
reduziertes Auge vereinfachtes Augenmodell mit einer Brechungsebene
Reflex Verhaltensweise, der ein Reflexbogen zugrundeliegt
Reflexbogen Informationsweitergabe vom Sinnesorgan über sensorische
Fasern zum ZNS und über motorische Fasern zum Effektorgan
Refraktärperiode Bis das RP vollständig wieder regeneriert ist, kann
ein Axon nicht erregt werden, diese Zeit heißt Refraktärperiode
rezeptives Feld Der Bereich der Retina (Lichtsinneszellen), der an eine
Ganglienzelle Information weiterleitet
Retina Netzhaut, lichtempfindliche Schicht im Auge
Retinal Nichtproteinanteil des Rhodopsins, Aldehyd des Vitamin
A
Rezeptoren Sinnesorgane
Reizadaptation Abfallen des Rezeptorpotentials
RGB Farbsystem der Computer aus 3 Grundfarben (additiv)
Rhabdomer Struktur im Einzelauge der Insekten, die als zentraler
Stab aus Mikrovilli der sehfarbstoffhaltigen Retinulazellen gebildet wird.
Rhodopsin Sehfarbstoff in den Stäbchen
Rhodopsinzyklus zyklische Regenerierung des Rhodopsins nach Belichtung
rot-grün-blind Defekt des roten oder grünen Zapfentyps
Ruhepotential Ladungsverteilung an der Membran innen-außen
Ruhespannung Membranspannung (innen-außen) an Neuronen, die
gerade keine Information leiten; ca. -70mV
saltatorische Erregungsleitung schnelle Erregungsleitung bei markhaltigen Neuronen
Sammellinsen bündeln das Licht
Schwannsche Scheide = Myelinscheiden = Markscheide; segmentieret Hülle
um Axone
Schwellenwert Membranspannung von ca. -50 mV am Neuron, ab der eine
Depolarisierung zur vollständigen Öffung aller Na+-Kanäle
führt.
Sehbahn Verlauf der Neuronen von dn Augen zur Sehrinde im Großhirn
Sehkaskade mehrstufige Reaktionen in der Disk- und Stäbchenmembran,
die durch Belichtung des Rhodopsinsausgelöst wurde und zur Schließung
der Na-Kanäle an der Außenmembran führt.
sensorische Nerven fühen vonm Körper zum ZNS
Serotonin Neurotransmitter im Gehirn
Simultankontrast Ein physikalisch identischer Reiz wird in Abhängigkeit
von seiner Umgebung unterschiedlich wahrgenommen, so daß der Unterschied
zur Umgebung betont wird
skotopisches Sehen Helldunkelsehen mit Stäbchen
Spinalganglion Verdickung in der hinteren Wurzel am Rückenmark,
enthält Zellkörper der sensorischen Fasern
Strickleiternervensystem Form des Körpernervensystems bei Gliedertieren;
Nervenstränge mit Ganglien in jedem Körpersegment
subtraktive Farbmischung Verrechnung der wahrgenommenen Lichtinformation der Sehzellen
in der Retina, sodaß die Differenz der APs weitergeleitet werden
( im Rot/Grün und Blau/Gelb-Detektor) oder
Eigenschaft von Mischfarben bei Malen
Stabsichtigkeit = Astigmatismus ungleichmäßige Krümmung der Hornhautoberfläche
Stereopsis das rechte und linke Auge sieht unterschiedliche Ansichten;
das Gehirn setzt daraus ein Bild mit Tiefenwirkung zusammen.
Superpositionsauge Form des Insektenauges bei nachtaktiven Insekten
Sympathicus Teil des Veg. NS, dient der Leistungssteigerung
Synapse Kontaktstelle zwischen Nervenzellen oder Nervenzellen
und Muskelzellen oder Nervenzellen und Sinnenszellen
Tapetum  lichtreflektierende Schicht in Linsenaugen nachtaktiver
Tiere
Tractus opticus Nerven die nach dem Chiasma opticum im Gehirn die Sehinformation
in den Thalamus leiten
trichromatisches Sehen. Farbensehen mit 3 Zapfentypen
Ventrikel Liquor-gefüllte Hohlräume im Gehirn
Visuelles System Auge, Sehbahn, Sehrinde
weiße Substanz heller Bereich des ZNS der Axone enthält
Wernickescher Bereich Zentrum des Großhirns für Verständnis
gesprochener Sprache.
Young/Helmholtzsche Farbentheorie der Farbeindruck im Auge geschieht durch die additive
Verrechnung der Information der 3 Zapfentypen, was der Additiven Mischung
der 3 Grundfarben rot/grün/blau entspricht
zeitliche Summierung AP-Frequenzen eines Neurons, die schnell in kurzer Folge
entstehen führen ebenfalls zu einer Aufsummierung der Depolarisation
am postsyn. Axon
Zellkörper = Soma, = Perikaryon; Kernhaltiger Bereich des Neurons
Zerstreuungslinse zerstreut das Licht
ZNS Zentralnervensystem bestehend aus Gehirn und Rückenmark

 

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