Glossar Molekulargenetik (12)

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Abzyme Antikörper mit
enzymatischen Eigenschaften
Adenin organische Purinbase,
Bestandteil von Nukleotiden
Adenosin AMP ohne P, Verbindung
von Pentose und Adenin
Agamospermie asexuelle Bildung
von Samen
allgemeine TransduktionÜbertragung
beliebiger Wirtsgene durch Viren
Ames-Test Test ob Chemikalie
mutagen ist
Aminoacyl-t-RNA-Synthase Enzym, das im Cytoplasma
die passende tRNA mit der Aminosäure belädt
Anaphase 3. Phase der Mitose,
Auseinanderweichen der Chromatiden
Antibiotika sind Stoffe, die
entweder das Wachstum von Bakterien hemmen oder sie abtöten
Anticodon Basentriplett der
tRNA, dient zur Übersetzung des genet. Codes an den Ribosomen und
greift die mRNA ab.
Anticodon-Schleife Triplett auf der
tRNA zur Bindung an die mRNA
A-Ort Eingangs-Bereich
im Ribosom, Bindungsort für tRNA
Apomixis Formen der vegetativen
Fortpflanzung
Avery entdeckte 1944 durch
den Transformationsversuch, daß DNA Träger der Erbinformation
ist
Bakteriostatika Antibiotika die wachstumshemmend
sind
Bakterizide Antibiotika, die
Bakterien töten
Basenpaarung in Nukleinsäuren
verbinden sich gegenüberliegende Basen mit Wasserstoffbrücken
Bt-Toxin Gift von Bacillus
thuringensis gegen Insektenlarven
Capping Anhängen einer
Basensequenz an das 5´-Ende der mRNA bei der Reifung zur Bindung
an das Ribosom
Capsid Proteinhülle
der Viren
Centromer Verengung im Chromosom,
Spindelfaseransatzstelle
Cephalosporine bakterizide Antibiotika
von Pilzen mit breitem Spektrum; hemmen die Zellwandsynthese
Chloramphenicol bakterizides Antibiotikum,
das die Proteinsynthese hemmt
Chromatiden Chromosomenhälften,
in der Metaphase sichtbar
Chromatin Komplex von DNA und
Protein im Zellkern der Eukaryonten
Chromosomen X-förmige Gebilde,
die während der Zellteilung sichtbar werden und aus DNA und Protein
bestehen.
Chromosomenmutationen Mutation, die einen
Defekt (Form usw. ) am Chromosom betrifft
codogener Strang der Strang der Doppelhelix,
der die genetische Information enthält
Codon Triplett auf der
mRNA mit Info für Aminosäure
Cosmide Plasmid-Vektoren
mit bestimmten cos-Sequenzen zur Integration in Phagen
Cyclin Proteine, die beim
Zellzyklus einen aktivierende Rolle spielen
Cycloserin Antibiotika, das
den Zusammenbau der Zellwandbausteine hemmt
Cytokinese Cytoplasmateilung
am Schluß der Mitose
Cytosin organische Pyrimidinbase,
Bestandteil von Nukleotiden
degeneriert der genetische Code
ist nicht eindeutig, es gibt mehrere Tripletts für einen Aminosäure
Deletion Mutation bei der
Chromosomenabschnitte fehlen
DNA doppelsträngiges
Riesenmolekül im Zellkern der eukaryontischen Zellen und im Cytoplasma
der Bakterienzellen; hat die Erbinformation gespeichert.
DNA-Polymerase
Enzym, das bei der
Replikation zu beiden DNA-Strängen einen komplementären Strang
synthetisiert
DNA-Fingerprint Verfahren zum Vergleich
von DNA-Fragmenten zur Identifizierung des DNA-Trägers
Down-Syndrom Erbkrankheit durch
Trisomie am 21.Chromosom verursacht
Eicosaeder 20-Flächner;
häufigste Form der Viren-Capside
Ein-Gen-ein-Polypetid-Regel ein Gen enthält
die Erbinformation für ein Peptid
Elektroporation Erzeugung von Membranlöchern
durch Spannungsimpulse bei Zellen zur Einschleusung von Plasmiden
Elongation mittlere Phase der
Translation; weiteres Abgreifen der mRNA
Exon GenCode enthaltende,
durch Introns unterbrochene mRNA-Sequenz
Flavr Savr genetisch manipulierte
Tomate, die länger lagern kann
F-Met-tRNA Starter- t-RNA; wird
immer zu Beginn der Translation eingebaut.
Gelelektrophorese Trennmethode für
geladene Biomoleküle mit Hilfe von Gelen und Strom.
genetischer Fingerabdruck Methode zur Analyse
und Vergleich Individuum-spezifischer DNA als Merkmal
Genom Gesamtheit der Erbinformation
einer Zelle
Genmutation Mutation im Gen
Genommutation Mutation, die die
Anzahl der Chromosomen betrifft
Gen-Therapie ersetzen von defekten
Genen bei erbkranken Individuen
G-Phase G1- und G2-Phasen
sind die Wachstumsphasen im Zellzyklus
Guanin organische Purinbase,
Bestandteil der Nukleotide
Hämagglutinin Oberflächenprotein
des Influenzavirus
Helicase Enzym, das bei der
Replikation die DNA entschraubt
Hemmhof Zone um ein auf Petrischalen
aufgebrachtes Antibiotikum, in der keine Bakterien wachsen
Histone basische Proteine,
aus denen die Proteinkomplexe der Chromosomen aufgebaut sind
Hot Spots für Genmutation
anfällige DNA-Regionen (zB. TT)
Hybridomas Zellfusion von B-Lymphozyten
mit Krebszellen zur Herstellung monoklonaler Antikörper
Initiation Startvorgang der
Translation; die kleinen Ribosomeneinheit bindet an die mRNA
Interphase Phase zwischen zwei
Zellteilungen einer eukaryontischen Zelle
Intron in den fortlaufenden
Gencode der mRNA eingestreute Nonsenssequenzen, die bei der Reifung herausgeschnitten
werden
Kinetochor Mikrotubulikomplex
am Centromer der Chromosomen zur Anheftung der Spindelfasern
klebrige Enden einsträmgiger
DNA-Abschnitt, der beim Durchschneiden mit Restriktionsenzymen entsteht
Klon Gruppe erbgleicher
Organismen
Konjugation Pseudosexualvorgang
bei Bakterien mit Plasmid oder Genaustausch
Lysozym Antibiotikum der
Säugetiere in der Tränenflüssigkeit; hemmt Zellwandsynthese
Makrolide Antibiotika der Streptomyceten,
die die Proteinsynthese hemmen.
Markergene Gen in Plasmiden
oder Viren, das als Markierung zur Erkennung des gentechnisch manipulierten
Objektes dient.
Meselson + Stahl bewiesen durch ein
cleveres Experiment (Dichtegradientenzentrifugation) die semikonservative
Replikation
Metaphase 2. Phase der Mitose,
Anordnung der Chromosomen in der Äquatorialebene
Mitose Zellteilung der Eukaryonten
wobei 2 genetische identische Zellen entstehen, läuft in Prophase,
Metaphase, Anaphase und Telophase, M-Phase des Zellzyklus
monoklonale Antikörper gentechnisch erzeugte
Antikörper-Klone
Mutationsrate Häufugkeit der
Mutationen in einer Population
mRNA ensteht als Genabschrift
bei der Transkription im Zellkern
mRNA-Reifung Bearbeitung der abgeschriebenen
mRNA zur endgültigen Fassung unter Herausschneiden der Introns
Murein Peptidoglycan aus
dem die Zellwand der Bakterien besteht
Mutagen mutationsauslösender
Faktor
Mutation spontane oder induzierte
Erbänderung
Nonsens-Mutation Genmutation, bei
der ein Stop-Codon entsteht
Nukleoli Bereiche im Zellkern,
in denen rRNA gebildet wird
Nukleosid Nukleotid ohne Phosphorsäure
Nukleosomen aus Histonen aufgebaute
Proteinkomplexe in den Chromosomen
Nukleotide Bausteine der Nukleinsäuren;
sie bestehen aus Phosphorsäure, einer Pentose und einer organ. Base
Okazaki-Fragmente mehrere kleine Nukleotid-Sequenzen,
durch die DNA-Polymerase im 2. Abschnitt der Replikation gebildet werden
Onkogene Gene, die Krebs hervorrufen
Operon gesamtes Gen bestehend
aus Operator, Promotor und Strukturgene
Parthenogenese Junfernzeugung, Produktion
von Nachkommen ohne Befruchtung
Penicillin bakteriostatisches
Antibiotikum des Schimmelpilzes Penicillium
Phagen Viren, die Bakterienzellen
befallen
Photolyase Reparaturenzym für
Thymindimere in einigen Organismen
Plasmide kleine DNA-Ringe
in Bakterien
plektonemisch 2 Helices, die umeinander
gewunden sind und zur Trennung entschraubt werden müssen.
Polyploidie mehrfache Vervielfachung
des Chromosomensatzes
Polyadenylation Anhängen von
ca. 200 A-Basen ans 3´Ende der mRNA bei der Reifung
Polymerase-Kettenreaktion
Methode zur schnellen
Vervielfachung von DNA-Sequenzen
Polysomen an einer mRNA aufgereihte
Ribosomen
P-Ort Ausgangs-Bereich
im Ribosom für eine tRNA
Präimmunität Pflanzen zeigen ähnliche
Immunisierungseigenschaften wie Tiere.
Primase, Gyrase Enzyme bei der Replikation
der DNA
Primer kurze RNA-Sequenz,
die bei der Replikation an der Replikationsgabel von der Primase komplementär
synthetisiert wird
Promotor Bindungsstelle der
RNA-Polymerase am Gen
Prophage ins Wirtsgenom integrierte
Phagen- DNA
Prophase 1. Phase der Mitose,
Verkürzung und Verdickung der Chromatinfäden, Teilung des Centriols
Punktmutation Mutation durch Änderung
einer Base in der DNA
Purinbasen Adenin und Guanin,
leiten sich vom Purin ab
Pyrimdinbasen Cytosin, Thymin und
Uracil sind vom Pyrimidin abgeleitet
Raster-Mutation Genmutation, bei
der durch Ausfall oder Einfügen einer Base das Triplettraster verändert
wird und ab dieser Stelle ein Protein mit einer anderen Aminosäuresequenz
entsteht
R-Faktor Resistenzgene auf
Plasmiden
Regulatorgen Gen, das Info für
Repressor für ein anderes Gen enthält
Restriktionsenzyme Enzyme, die DNA gezielt
in Fragmente schneiden können
Replikation Verdopplung der DNA
in der S-Phase des Zellzyklus (Interphase)
Replikationsblasen Stellen, an denen
bei der Replikation die DNA entschraubt ist.
Repressor Protein, das Ablesung
eines Gens verhindert
Resistenz erbliche Fähigkeit
der Bakterien und Pilze unempfindlich gegen Antibiotika zu sein
Restriktions-Endonukleasen Enzyme in Bakterien,
die die DNA spezifisch durchschneiden
RNA Ribonukleinsäure,
kommt als mRNA, tRNA und rRNA vor, enthält Uracil statt Thymin, ist
meist einsträngig
RNA-Polymerase schreibt im Zellkern
Gene in mRNA ab
RNA-Splicing Herausschneiden der
Intron aus der prä-mRNA
rRNA Ribosomen bestehen
aus rRNA
Sichelzellanämie Blutkrankheit die
homozygot wegen defekten Hämoglobins zum Tod führt (Genmutation)
Sedimentationskoeffizient Sedimentationsgeschwindigkeit
in einer Zentrifugation in [s]; Maß für die Größe
oder Dichte eines zu trennenden Partikels
semikonservative
Replikation
die DNA wird dadurch
repliziert, daß je ein komplentärer Strang zu einem alten Strang
synthetisiert wird, somit ist die neue Doppelhelix halb alt, halb neu.
Signalpeptidkurze
Aminosäuresequenz am Ende jeder Polypeptidkette; dient zur Ansteuerung
des Wirkungsorts in der Zelle
snRNP Proteinkomplex, der
das Splicing an der mRNA durchführt
spezielle TransduktionÜbertragung
von Nachbarschaftsgenen durch das Virus
S-Phase Abschnitt der Interphase
des Zellzyklus mit DNA-Verdopplung
Stacking-Effekt Stapeleffekt der
in der Doppelhelix übereinanderliegenden Basen durch Delokalisierung;
trägt zur Stabilität bei
Staphylococcus
aureus
pathogene Bakterien
der menschlichen Mikroflora, die Enterotoxin bilden
Starter-Codogen
Triplett am Anfang
des Gens, das den Start der Transkription an der DNA bestimmt
Streptomycin Antibiotikum der
fädigen Bakterien Streptomyceten; hemmt Proteinsynthese
Strukturgen teil des Gens, das
Info für die Proteine enthält
Substratinduktion Substrat ruft die
Ablesung des Gens der Enzyme zu seiner Verwertung hervor
Substratrepression Substrat verhindert
die Ablesung der Gene für die Enzyme zu seiner Synthese
T-DNA DNA-Sequenz des Ti-Plasmids
bei B. thuringensis, das bei der Pflanzeninfektion sich in das Wirtsgemon
integriert
Telomere Endstücke der
Chromosomen, verkürzen sich bei der Mitose
Telophase 4. Phase der Mitose,
Bildung neuer Kernmembranen, Zellteilung
temperent Phage, dessen DNA
sich ins Wirtsgenom integrieren kann
Terminator-Codogen Triplett am Ende
des Gens, das das Ende der Transkription an der DNA bestimmt
Terminierung Endphase der Translation;
Ablösen der Ribosomen von der mRNA
Tetrazykline
bakterizide Antibiotika
der Streptomyceten, die die Proteinsynthese hemmen
Thalassämie Erbkrankheit durch
defektes Hämoglobingen (Punktmutation); Anämie
Thymin organische Pyrimidinbase,
Bestandteil der DNA-Nukleotide
Thymindimere Verbindungen von
zwei nebeneinander liegenden T-Basen durch UV-Licht (Genmutation)
Ti-Plasmid Tumor-induzierendes
Plasmid von Agrobakterium tumefaciens; erzeugt Wurzelhalsgalle bei Pflanzen
TransduktionÜbertragung
von Genen durch Viren auf andere Zellen
transgen Organismus enthält
fremde Gene
Transformation Aufnahme von DNA
durch Bakterien aus der Umgebung
Transkription Abschreiben des Gens
in mRNA
TransloconProteinkanal
in Membranen von zellorganellen zur Durchschleusung von Proteinen mit ihren
Signalsequenzen
tRNA Trägermolekül
für Aminosäuren bei der Translation mit Anticodon für mRNA
universell der genetische Code
gilt praktisch bei allen Organismen
Uracil Pyrimidinbase aus
Ribonukleinsäure
Vancomycin stark wirksames Glycopeptidantibiotikum
aus Streptomyceten;
Watson+Crick klärten 1953
die Doppelhelixstruktur der DNA auf
Wurzelhalsgalle pflanzlicher Tumor
über der Wurzel, durch Bakterien hervorgerufen (Agrobakterium tumefaciens)
XO-Geschlechtsbestimmung eukaryontische Zellen
mit einem X und keinem weiteren Gonosom (Geschlechtschromosom)
Zellzyklus Zyklus von Wachstum,
DNA-Verdopplung, Wachstum und Zellteilung bei Eukaryonten
Zweiteilung Zellteilung der Bakterien

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