| 1.2 Atommodell nach Bohr |
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Der dänische Physiker Niels Bohr fasste 1913 die Erkenntnisse seiner Zeit zu einem neuen Atommodell zusammen, das man heute ihm zu Ehren Bohrsches Atommodell nennt. Bohr formuliert deshalb neue Gesetze, die den zunächst widersprüchlichen Eigenschaften der Atome gerecht wurden. Damit konnte zunächst das Wasserstoffatom erklärt und die Spektren von H berechnet werden.
Man könnte ein Atom nach Bohr auch mit einem Planetensystem vergleichen, bei dem die Elektronen -wie die Planeten um die Sonne- um den Kern kreisen. Die einzelnen Bahnen (früher Schalen) werden mit n=1, 2, 3 usw. bezeichnet und Hauptquantenzahlen genannt. Die niedrigste Bahn: n = 1 entspricht dem Grundzustand. Die nächst höhere Bahn (n = 2) wird 1. angeregter Zustand genannt usw.
Wir wollen mal kurz einen Blick auf die Berechnung des Wasserstoffspektrums nach Bohr und einen (tiefen?) Blick in die Physikkiste werfen: Nach der klassischen Mechanik muß bei einem solchen System die elektrische Kraft gleich der Zentripedalkraft sein, um das Elektron in seiner Bahn zu halten:
Daraus folgt als Gesamtenergie: Gleichung 2 verbindet die Energie mit dem Bahnradius r. Nach Bohr wird r nun dadurch bestimmt, daß es nur bestimmte gequantelte Energiezustände bzw. Radien einnehmen kann entsprechend:
Diese Quantisierung bedeutet, daß die Energie nur bestimmte Werte annehmen kann:
Durch Einsetzen der Zusammenhänge (1) und Auflösung nach rn ergibt sich:
rn = n2 x r; n = 1, 2, 3, ...also z.B für den Bahnradius r1 = 0,529 x 10 -10 m. und für die Energie: Die Bohrsche Gleichung kann so umgeschrieben werden, so daß die Energieänderung beim Wechsel von einem Energiezustand in den anderen berechnet werden kann (Quantensprung):
Diese Balmer-Spektrallinien können wie folgt gemessen werden:
Legt man ein Spannung an eine Gasentladungsröhre an, die mit Wasserstoff bei niedrigem Druck gefüllt ist sieht man blaues Licht. Leitet man das blaue Licht durch ein Prisma können 4 enge Banden hellen Lichts gegen einen schwarzen Hintergrund beobachtet werden. Neben der Balmer-Serie sind im UV- und IR-Bereich noch andere Spektrallinien beim Wasserstoff bekannt:
Die verschiedenen Spektralserien des Wasserstoff, die experimentell gemessen wurden lassen sich erstmals mit der Bohrschen Theorie berechnen.
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| Berechnungsbeispiel |
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