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| 6.2 Alkane; chemische Eigenschaften | ||||||||||||||
Radikalische Substitution Die radikalische Substitution (SR) mit Halogenen wird als typische Reaktion für die Alkane bezeichnet. Die allgemeine Reaktionsgleichung sieht so aus:
Da die Alkane reaktionsträge sind, muß energiereiche Strahlung wie UV-Licht oder Hitze angewendet werden, um die Reaktion in Gang zu setzen. Deshalb wird dies auch als photochemische Reaktion bezeichnet. Dabei ersetzt ein Halogenatom ein Wasserstoffatom. Die Reaktivität der Alkane ist wie folgt: tertiär > sekundär > Methylrest. Die Halogene reagieren mit der Reaktivität: F2 > Cl2 > Br2 > I2. Die Reaktion verläuft über eine radikalische Kettenreaktion. Der Verlauf der Reaktion soll am Beispiel der radikalischen Substitution von Methan mit Brom erläutert werden. Sie läuft in 3 Schritten ab: 1. Startreaktion (Bildung der Bromradikale)
2. Kettenreaktion (Bildung eines Alkylradikals) (a) Ein Bromradikal entreißt dem Methan ein Wasserstoffatom, wodurch aus Methan ein Methylradikal wird. Aus dem Bromradikal wird HBr (Bromwasserstoff).
3. Kettenabbruch (Beendigung der Kettenreaktion, 2 Radikale treffen aufeinander)
Die Bezeichnung z.B. Methylchlorid suggeriert eine salzartige Verbindung mit Chloridionen. Insofern ist diese Bezeichnung mißdeutig; Halogenalkane besitzen nur Atombindungen! Die verschiedenen Chlorierungsstufen beim Methan sieht man auf dem nachfolgenden Bild.
Die Halogenalkane besitzen durch die Halogenatome eine polare Bindung, die ein Dipolmoment erzeugt und die Schmelzpunkte und Siedepunkte im Vergleich zu den Alkanen erhöht.
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