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| 6.2 Alkane ; Nomenklatur, Isomere, physik. Eigenschaften | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Sowohl die aliphatischen Alkane als auch die Cycloalkane kommen verzweigt vor, wie man im letzten Kapitel am Beispiel Benzin sieht. Das IUPAC-System basiert bei der Alkan-Nomenklatur auf dem einfachen, fundamentalen Prinzip, alle Verbindungen als Derivate (= Abkömmlinge) der längsten im Molekül vorkommenden Kohlenstoff-Kette zu betrachten. IUPAC-Namen haben im Algemeinen:
Stammnamen sind:
Bei der Benennung der Stoffe geht man wie folgt vor (siehe Bild oben):
Dabei nimmt man an. daß z.B. beim Beispiel a) oben die Methylgruppe (-CH3) am 3. C-Atom ein H-Atom ersetzt hat. Somit liegt ein substituiertes Pentan vor. Auch beim Beispiel b) liegt ein Hexan vor, das am C3 durch eine Methylgruppe substituiert ist. Nomenklatur bei verzweigten Substituenten Für verzweigte Alkane , deren Substituenten ebenfalls verzweigt sind gelten die Bezeichnungen in Abb. 6.2.24: iso-, sec-, tert-, neo. Z.B. ein Isopropylrest ist als Substituent mit der Hauptkette nicht mit dem endständigen C-Atom verbunden sondern mit dem mittleren. Werden diese Bezeichnungen nicht verwendet gilt folgende Regelung:
Nomenklatur cyklischer Verbindungen Bei Cycloalkanen wurde schon erwähnt, daß dem Stammnamen die Vorsilbe Cyclo- hinzugefügt wird. Substituenten werden mit ihrer Position benannt. Der Substituent erhält die Position 1. Bei mehreren Substituenten erhält der längste die Ziffer 1, der nächste eine möglichst niedrige Ziffer wie z.B.in der Abb. 6.2.27. Weitere Regeln zu Cycloalkanen siehe hier. Isomere Vergleicht man z.B. folgende Alkane
so fällt auf, daß die Summenformel, obwohl die Struktur unterschiedlich ist immer gleich ist. Man nennt solche Stoffe Isomere. In der homologen Reihe der Alkane sind Maximalzahlen möglicher Isomere aufgeführt. Butan hat maximal 2 Isomere, Pentan 3 und Hexan 5. Man unterscheidet Strukturisomere und Stereoisomere. Bei Strukturisomeren besitzen die die Stoffe dieselbe Summenformel jedoch sind die Atome unterschiedlich miteinander verknüpft. Bei Stereoisomeren haben die betrachteten Stoffe dieselbe Summenformel, die Atome sind auch gleich verknüpft nur die räumliche Ausrichtung ist unterschiedlich. Hier ein Beispiel bei den Alkenen:
Da die Doppelbindung nicht frei drehbar ist, kann das Molekül durch Drehung nicht ineinander übergeführt werden (= Stereoisomerie). Mehr dazu bei den Alkenen. |
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Physikalische Eigenschaften der Alkane Betrachtet man die in Alkanen vorkommenden Bindungen gemäß dem Orbitalmodell, stellt man fest, daß es sich ausschließlich um s-Bindungen der sp3-Hybridorbitale der C-Atome mit ihresgleichen oder Wasserstoff handelt. Abb. 6.2.30 zeigt das entsprechende Modell für Methan. Das MO für Ethan sieht wie folgt aus:
Im Ethan beträgt die C - C Bindungslänge
154 pm, die C - C Bindungs-dissoziationsenergie 88 Kcal/mol und die Bindungswinkeln
sind fast alle 109.5°. Die Bindung zum H-Atom ist 110 pm lang. Für das Ethanmolekül könnte man erwarten, daß um die C-C-Bindung freie Rotation möglich ist. Aber experimentelle Untersuchungen und berechnete thermodynamische Daten stimmen nur dann überein, wenn man für die Rotation eine Energiebarriere von etwa 12.6 KJ/Mol annimmt, die dem Energieunterschied zwischen der sogenannten gestaffelten und der ekliptischen Konformation entsprechen muss :
Die gestaffelte Form ist die energetisch niedrigere Konformation, da die H-Atome einen größeren Abstand voneinander haben und sich so weniger abstoßen. Zur Darstellung hat man die Sägebock- und die Newman-Projektion entwickelt (siehe Abb. 6.2.32).
Für längerkettige Alkane gibt es jeweils mehrere energetisch unterschiedliche Konformationen (siehe Butan Abb. 6.2.33). Auch bei den Cycloalkanen kennt man typische Konformationen. Die Sesselform ist beim Cyklohexan die energetisch günstigere Form.
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