|
||||||||||||||||||||||||||||||||
| 4.3 Indikatoren; saurer Regen | ||||||||||||||||||||||||||||||||
Gewisse Chemikalien besitzen die spezielle Eigenschaft bei pH-Wert-Änderungen ihre Farbe zu wechseln. Man nennt sie deshalb Indikatoren. Die meisten Säure-Base-Indikatoren sind schwache Säuren und zeigen in einer protonierten (sauren) Form eine Farbe und in einer deprotonierten (basischen) Form, eine andere Farbe. Wie alle schwachen Säuren dissoziieren sie gemäß ihrem pKs-Wert. Die allgemeine Dissoziationsgleichung eines Indikators HIn sieht so aus:
Wendet man die Henderson-Hasselbalch-Gleichung an ergibt sich: pH = pKs + log([In-]/[HIn]) Dies zeigt, daß der pKs-Wert des Indikators und der pH-Wert der Lösung das Verhältnis In- zu HIn bestimmen. Da die beiden Pufferkomponenten unterschiedliche Farben haben, bestimmt ihr Verhältnis die Farbe der Lösung. Ein oft benutzter Indikator ist Phenolphthalein, ein weißer, pulverförmiger organischer Stoff, unlöslich in Wasser, leicht löslich in Alkohol oder Alkalien.
Phenolphthalein ist eine farblose, schwache Säure, die in wässriger Lösung unter Bildung rosa gefärbter Anionen dissoziiert. Unter sauren Bedingungen (niedrige pH-Werte) liegt das Gleichgewicht auf der linken Seite. Die Gleichgewichtskonzentration der gefärbten Anionen ist gering, die Lösung erscheint farblos (Farbe der Indikatorsäure). Unter basischen Bedingungen, ab pH 8,2 -10 verschiebt sich das Gleichgewicht nach rechts, die Konzentration der gefärbten Indikatorbase steigt und die Lösung färbt sich rosa. Man nennt den pH-Bereich, bei dem die Farbe wechselt den Umschlagsbereich. Der bekannteste Indikator ist Lackmus, ein blauer Farbstoff, den man aus verschiedenen Flechten, gewinnen kann. Der Umschlagsbereich liegt bei pH 4,5 rot, bei 8,3 blau. Man verwendet Lackmus hauptsächlich als wässrige Lösung (Lackmus-Tinktur) una als Lackmus-Papier, bei dem Papierstreifen mit schwach saurer oder alkalischer Lackmus-Tinktur imprägniert sind. Der Hauptbestandteil des Lackmus ist ein Polymer (=Riesenmolekül ). Hier die wichtigsten Indikatoren und ihre Umschlagsbereiche. Erfahren Sie mehr über die Indikatoren durch Klicken auf den Namen in Abb. 4.30:
Universalindikatoren erhält man durch Mischung von Indikatoren mit unterschiedlichen Umschlagsbereichen. Sie wechseln deshalb bei definierten pH-Werten die Farben.
In Organismen und der Umwelt spielen bestimmte pH-Werte eine besondere Rolle:
Dieses Gleichgewicht, das stark auf der Seite der Edukte liegt wird durch die in Verbrennungsgasen enthaltenen Stick- und Schwefeloxide SO2 (g) und SO3 (g) verändert. Diese entstehen bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe, Erdöl und Kohle. Mit dem Wasser der Luft wird z. B. Schweflige Säure H2SO3 und Schwefelsäure H2SO4 gebildet.
Fällt dies als Regen auf die Erde spricht man von saurem Regen. Einige weitere Wirkungen von saurem Regen:
|
|
|||||||||||||||||||||||||||||||
|
Zunge und Geschmackswahrnehmung: http://www.umds.ac.uk/physiology/jim/tasteolf.htm und http://www.zoology.ubc.ca/~auld/bio350/lectures/sensory_taste.html chemische Experimente: http://www.dartmouth.edu/~chemlab/info/logistics/info.html Phenolphthalein: http://www.chem.ox.ac.uk/vrchemistry/FilmStudio/phenolphthalein/HTML/page02.htm und http://ac16.uni-paderborn.de/lehrveranstaltungen/_aac/prakt/ Indikatoren: http://www.restena.lu/ddnuc/putzm/indikator.htm Saurer Regen: http://www.biologie.uni-hamburg.de/b-online/d55/55a.htm und http://dc2.uni-bielefeld.de/dc2/abgas/sauerreg.htm Atomarchiv: http://www.atomicarchive.com/main.shtml 3D-Molekülarchiv: http://www.nyu.edu/pages/mathmol/library/library.html |