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| 4.2 Protolysen II Brönsted, Neutralisation, Säurestärke | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Fassen wir die Ergebnisse der von uns analysierten Protolysen zusammen, stellen wir fest, daß bei einem proteolytischen Vorgang immer Säuren und Basen zugleich auftreten. Der eine Partner gibt das Proton ab, der andere nimmt es auf. Das aus einer Säure entstehende Säurerestion ist jedoch prinzipiell fähig unter bestimmten Bedingungen wieder ein Proton aufzunehmen (zurück zu reagieren).
Dasselbe gilt für basische Reaktionen. Bei der Reaktion von Ammoniak mit Wasser Abb. 4.13 stellt NH3 die Brönsted-Base dar und ist die konjugierte Base zum Ammoniumion NH4+. Wasser ist die konjugierte Säure zu H3O+. Man kann deshalb auch eine allgemeine Gleichung für Protolysen aufstellen. Bezeichnen wir eine Säure als HA und eine Base als B, ergibt sich folgende Gleichung:
Neutralisation Eine Neutralisation wäre z.B.
Säurestärke - Basenstärke Die Fähigkeit der Säuren und Basen Protonen abzugeben bzw. aufzunehmen unterscheidet sich beträchtlich. Sie hängt bei Säuren unter anderem davon ab, wie stark polarisiert die Bindung zum Wasserstoff ist. Je polarer diese Bindung ist, je stärker ist die Säure.
Man definiert die Säurestärke als Fähigkeit einer Säure, ein Proton an ein Wassermolekül abzugeben, gemessen durch den Wert der Gleichgewichskonstanten dieser Reaktion.
Die Gleichgewichtskonstante der Dissoziation von Chlorwasserstoff in Wasser ist weit größer als 1000, d.h. das Gleichgewicht liegt praktisch vollständig auf der Produktseite; alle HCl-Moleküle haben ihr Proton an Wassermoleküle abgegeben. Deshalb ist Chlorwasserstoffsäure ( = Salzsäure) eine starke Säure und Fluorwasserstoffsäure ( = Flußsäure) eine schwächere Säure. Löst man 1 Mol HCl in Wasser , erhält man 1 Mol H3O+-Ionen. Löst man 1 Mol HF in Wasser ergeben sich nur 0,03 Mol H3O+, 0,97 Mol bleiben undissoziiert. (Die Ursache ist u.a. der geringe Atomradius von F im Vergleich zu den anderen Halogenen Cl, Br und I. Die Säurestärke steigt mit dem Atomradius)
Die Säurekonstante oder auch Dissoziationskonstante einer Säure bzw. einer Base gibt das Maß der Dissoziation einer Säure (Base) in Wasser an und damit ihre Stärke. Starke Säuren besitzen eine hohe Säurekonstante (bis > 10), schwach dissoziierte Säuren eine niedrige Säurekonstante. Für Ks x KB gilt: Ks x KB =[ H3O+] x [OH- ] = 10-14 Um die gleiche Notation wie beim pH-Wert verwenden zu können, rechnet man die Säuren- und Basenstärken auf dieselbe Weise um und bezeichnet den umgerechneten Wert der Säurestärke als pkS- bzw. der Basenstärke als pKB-Wert:
Diese Berechnungen gelten alle für verdünnte Lösungen! Alle Angaben für 25°C
Allgemeine Formulierung:
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Allgemeine
Stoff-Bibliothek:http://antoine.fsu.umd.edu/chem/senese/101/compounds/library.shtml Säuren
und Basen: http://alp.dillingen.de/projekte/cii/chempge/anorg/arb-bl/sre_bse.htm
und
http://www.shodor.org/unchem/basic/ab/
und
http://www.uni-bayreuth.de/departments/ddchemie/umat/chlorsaeuren/chlorsaeuren.htm Säurekonstante/Titration: http://www.fbv.fh-frankfurt.de/mhwww/ach-vorlesung/72Saeuren2.htm chemische Experimente: http://www.dartmouth.edu/~chemlab/info/logistics/info.html und Brönsted-Theorie: http://www.atomicarchive.com/main.shtml und http://ac16.uni-paderborn.de/lehrveranstaltungen/_aac/vorles/skript/kap_10/kap10_1/index.html Titration: http://www.seilnacht.tuttlingen.com/Analyse/titrier.htm Virtuelle Titration: http://www.cc.edu/~jtowell/Titration/titrate.html 3D-Molekülarchiv: http://www.nyu.edu/pages/mathmol/library/library.html |