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Auch in anderen modernen Techniken werden chemische Vorgänge ausgenutzt, um Energie zu gewinnen, z.B. der PEM Brennstoffzelle (PEM=Proton Exchange Membrane). Dabei wird kontrolliert Wasserstoff mit Sauerstoff zusammengebracht und es entsteht Wasser. Es werden als Energie elektrische Energie (Strom) und Wärmeenergie frei. Die elektrische Energie wird z.B. genutzt, um einen Motor anzutreiben.
In der Chemie formuliert man den Vorgang vereinfacht so: 2 H2 +O2 --->2 H2O +EnergieDie Reaktion heißt eigentlich Knallgasreaktion, weil normalerweise, ohne die trickreiche Anordnung der Brennstoffzelle die beiden Gase explosionsartig miteinander reagieren. Auch in der Weltraumfahrt beim Space Shuttle wird diese Reaktion genutzt. Wie man sieht wird beim Liftoff des Space Shuttles bei der kontrollierten Knallgasreaktion neben Wärme auch extrem helles Licht abgestrahlt. Eine ähnlich intensive Verbrennung mit starker Wärme- und Lichtemission findet bei der Verbrennung des Metalls Magnesium in Luft statt. Dabei findet folgende Reaktion statt:
2 Mg + O2 ---> 2 MgO + EnergieTun wir mal so, wie wenn wir keine 2 Jahre Chemie in der Mittelstufe gehabt hätten und betrachten uns die beiden chemischen Gleichungen. Der Chemiker benutzt für jeden bei der Reaktion teilnehmenden Stoff eine Formel oder ein bestimmtes Symbol: O für Sauerstoff, Mg für Magnesium und H für Wasserstoff. Die Symbole findet man im Periodensystem der Elemente (PSE). Wie der Name schon sagt, bei einer Gleichung muß auf beiden Seiten das Gleiche stehen; in der Chemie verwendet man statt dem =-Zeichen einen Reaktionspfeil. Nehmen wir die Knallgasreaktion. Eine chemische Gleichung gibt uns verschiedene Information oder anders ausgedrückt, man kann sie auf verschiedene Art lesen: 1.
Lesart:
Der
Stoff Wasserstoff reagiert mit dem Stoff Sauerstoff zu Wasser. Die 1. Lesart sagt einfach aus, welcher Stoff mit welchem zu welchem reagiert. Dabei nennt man die Stoffe die reagieren Ausgangsstoffe oder Edukte und die Stoffe die entstehen Endstoffe oder Produkte. Die 2. Lesart macht nun eine Aussage über die Menge der Teilchen, die miteinander reagieren. Die Gesamtzahl der Atome (egal ob geladen oder nicht) auf der linken und rechten Seite der Gleichung ist gleich. Die 3. Lesart sagt etwas über die Stoffmengen und Stoffmassen aus, die bei einem chemischen Vorgang mit einander reagieren. Seit den alten Griechen und Dalton (um 1800) wissen wir, daß Stoffe aus kleinsten Teilchen bestehen. Vereinfacht gesagt gibt es davon 3 Sorten, aus denen die Stoffe bestehen: Atome, Moleküle (=Verbindungen von Atomen) und Ionen (= geladene Atome oder Moleküle). Wenn wir uns diese Teilchen einfach kugelig vorstellen sieht das so aus:
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Chemische
Vorgänge kann man vereinfacht als Verbindung oder Trennung solcher
Teilchen verstehen. Dabei geschehen Energieänderungen.
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Heute kann man mit dem Raster-Tunnelmikroskop Atome sichtbar machen. Dabei wird die äußere Form der Atome abgetastet. In der Abb.1.1.4 sind Silizium-Atome auf einer Kristalloberfläche zu sehen. Seit ca. 75 Jahren weiß man, daß Atome aus den folgenden noch kleineren Teilchen bestehen. Dies sind Protonen und Neutronen im Atomkern und Elektronen in der Atomhülle. Diese Elektronen sind ca. 2000 mal leichter als Protonen. Protonen (e+) sind positiv (+) , Elektronen (e-) (-) negativ geladen. Die Neutronen besitzen keine Ladung. (siehe unten rechts) Protonen und Neutronen heißen auch Nukleonen. Solche Teilchen sind sehr klein, ihr Durchmesser liegt im Bereich von pm (Picometer) bis nm (Nanometer). Zur Erinnerung hier die wichtigsten Längeneinheiten: |
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| Atommassen, Molmasse |
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In der Natur hat man 92 verschiedene Atomsorten gefunden. Diese sind im Periodensystem der Elemente (PSE) aufgeführt (siehe Kapitel später). Beim Zusammentreten von Nukleonen zu einem
Atomkern tritt stets ein Massendefekt auf, d.h. die Nukleonenmasse
ist immer kleiner als die Summe der Protonen und Neutronen. Dies kommt
daher, daß ein Teil der Masse in Energie umgewandelt wird, um den
Kern zu stabilisieren. Bei mittelschweren Nukleonen beträgt der Massendefekt
etwa 0,00814 g/mol. Seit Avogadro
und Loschmidt kennen wir die
Molzahl
(=Avogadrozahl
=Loschmidtzahl), also
die Zahl der Atome (Teilchen in einem Mol).
Unten sind die Mole von Schwefel, Eisen, Kochsalz, Kaliumdichromat und Saccharose (Rohrzucker) dargestellt. |
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Berechnungsbeispiel |
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Diese Menge Teilchen haben auch eine Masse, die Molmasse. Sie ist eine Dezimalzahl und identisch mit der Atommasse (Einheit u), der Zahl, die im Periodensystem der Elemente bei einem Elementsymbol steht und angibt, wieviel mal schwerer ein Atom ist als der 12. Teil eines C-Atoms (Definition). 1 u = 1,6605402 . 10-27 kg |
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| Berechnungsbeispiel |
Berechnung
der Molmasse aus einer Formel
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| Berechnungsbeispiel |
Berechnung
der Massenverhältnisse der Gleichung:
CH4 + 2O2 ----> CO2
+ 2H2O
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Chemische Energie |
Strahlungsenergie |
Atomenergie
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Wärmeenergie,
kinetische Energie (=Bewegungsenergie) |
elektrische Energie
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Energie die in chemischen Stoffen enthalten ist = Enthalpie. |
Energie der elektromagnetischen Strahlung UV, Licht, IR usw. |
Energie, die aus Atomen durch Kernspaltung frei
wird
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Energie sich bewegender Teilchen
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Energie des elektrischen Stroms
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Die beiden Reaktionsbeispiele oben sind typisch bezüglich der Energiefreisetzung. In den meisten Fällen werden elektromagnetische Strahlung als Licht oder Wärme frei (bzw. benötigt). Wir wollen uns kurz klarmachen, welche Eigenschaften diese beiden Energieformen haben. Was ist Wärme? Wärme ist, vereinfacht gesprochen, die kinetische und potentielle Energie der Teilchen also die Energie der ungeordneten Teilchenbewegung (= Brownsche Bewegung).Als Beispiel kann ein ideales Gas dienen. Der gesamte Energieinhalt des idealen Gases ist die Summe der kinetischen Energien seiner Moleküle,
d.h. Summe Ekin = Wärme Im engeren Sinne wird unter Wärme nur die Energieübertragung von einem System auf ein anderes verstanden. Dabei gibt es 3 Formen des Wärmetransports:
Falls kein Phasenübergang stattfindet, ist die Übertragung von Wärme stets mit einer Temperaturänderung verbunden und erfolgt stets in Richtung zur geringeren Temperatur.
1 Kalorie
= 4.186 Joule = die Wärmemenge,
die notwendig ist, um die Temperatur von 1 g Wasser um 1 °C zu erhöhen.
Die Temperatur ist eine sog. Zustandsgröße der Thermodynamik und beschreibt die mittlere kinetische Energie der Moleküle eines Systems. (Temperatur ist ungeordnete Teilchenbewegung) Die Temperaturmessung erfolgt meist über Wärmeströmung (= Druckerhöhung) z. B. mit einem Thermometer oder mit den Wärmerezeptoren (= Ruffinische Endbüschel) der Haut. Man benutzt neben der Celsius-Skala die absolute Temperatur in K (Kelvin), um die Temperatur zu benennen. Bewegen sich die Teilchen nicht mehr, muß die Temperatur = 0° K sein oder -273,16 °C. Dies ist der absolute Nullpunkt. Eine solche Temperatur herrscht näherungsweise im Weltall (2,7°K). |
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Brennstoffzellen: http://www.innovation-brennstoffzelle.de/ NASA: http://spaceflight.nasa.gov/ Atommassen: http://ac16.uni-paderborn.de/lehrveranstaltungen/_aac/vorles/skript/kap_2/kap2_5/a_massen.html Thermodynamik: http://saftsack.fs.uni-bayreuth.de/thermo/skript.html
und Kirchhoffsche Strahlungsgesetze: http://didaktik.physik.uni-wuerzburg.de/~pkrahmer/home/kirchho.html und http://www.geographie.ruhr-uni-bochum.de/agklima/vorlesung/strahlung/gesetze.html und http://www.adnex.de/data/strahlungsmessung/ Elektromagnetische Strahlung:
http://www.ccinfo.de/technik/strahlen/strahlung.htm und Photogallerie der Chemiker: http://dbhs.wvusd.k12.ca.us/Gallery/GalleryMenu.html Flammenfärbungen: http://library.thinkquest.org/3310/lographics/experiments/flmwatch.html Raster-Tunnelmikroskop: http://www.aip.org/history/einstein/atoms.htm |