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Bei Zimmertemperatur geschieht normalerweise keine Reaktion. Durch die Zugabe eines Wassertropfens wird die Oberflächenschicht aus z.B. Natriumoxid aufgelöst, Wasser reagiert mit Natrium, was zu einer Erhöhung der Temperatur führt. Dies ermöglicht dann Natrium die Reaktion mit Chlor, die stark exotherm verläuft. Die Hitze ist so groß, daß sich das Reaktionsprodukt NaCl (Kochsalz) als Nebel an der Gefäßwand niederschlägt. In der Bundesrepublik wurden 1995 12,431 Millionen To Kochsalz (NaCl) produziert. Kochsalz kommt weltweit als Mineral Halit vor. (siehe Abb. 4.2). Die rosa Farbe kommt von dem Bakterium Halobakterium, das in dem Salz lebt.
In Europa kann man es in Salzbergwerken abbauen (siehe Abb. 2.3) ansonsten gewinnt man es z.B. durch Verdunsten von Meerwasser . 1 Liter Meerwasser enthält durchschnittlich 35 g Salz. Davon sind: ca. 19 g/l Chloridionen
(Cl-), Jetzt wird klar, warum man bei 78% NaCl- Gehalt leicht aus Meerwasser Speisesalz gewinnen kann (Abb. 2.4 eine Saline am Mittelmeer in Südfrankreich).
Aufschluß über Eigenschaften der Teilchen, aus denen die Verbindung Kochsalz besteht erhält man aus folgenden Experimenten und Untersuchungen:
Schaltet man festes Kochsalz in einen Stromkreis mit einer Lampe, fließt kein Strom. Verwendet man dagegen geschmolzenes NaCl leuchtet die Lampe. Dasselbe geschieht, wenn man Kochsalz in Wasser löst und die Elektroden in die Lösung hält (siehe links). Konsequenz: Untersucht man den Kochsalzkristall mit der Röntgenstrukturanalyse, erhält man Aufschluß über die Anordnung der kleinsten Teilchen. Sie bilden ein regelmäßiges Gitter indem sich Natrium- und Chlorionen abwechseln. Man spricht von einem Ionengitter. Bei der Röntgenstrukturanalyse
werden Kristalle bestrahlt und aus der Ablenkung der Strahlung, die auf
einem Film festgehalten wird die räumlichen Koordinaten (x,y,z) der
Teilchen bestimmt. |
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Dabei sind die kleineren Natrium-Kationen zwischen die größeren Chloridanionen gelagert und bilden ein sogenanntes kubisches Kristallsystem. Klicken Sie hier, um die 3D-Animation des NaCl-Gitters zu sehen. Andere Salze wie MgO, TiO, TiC, LaN, NaI, KCl, RbF, AgCl, und SrS besitzen dieselbe Gitterstruktur. Beim CsCl (= Cäsiumchlorid) z.B. ist ein Casium-Ion ( ) von 8 Chloridionen umgeben (siehe rechts) und bei der Zinkblende (ZnS) finden wir noch eine andere Ionenkonfiguration. Daneben gibt es noch viele andere Kristallsysteme mit
einer nichtkubischen Anordnung wie z.B. einer Hexagonalkonfiguration.
Die Reaktion von Natrium mit Chlor können wir wie folgt formulieren: 2 Na + Cl2 ---> 2 NaCl. |
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Dabei findet ein Elektronenübergang vom Natrium
zum Chlor statt. Dieser ist von einer starken Energieabgabe begleitet:
DH = -417 KJ/Mol. Er ist also exotherm. Die Produkte der Reaktion
ziehen sich aufgrund der unterschiedlichen Ladung an.
Die Energie dieser Bindung kann mit dem Coulombschen Gesetz berechnet werden. (siehe links) Dabei bedeuten:
Q ist die numerische Ionenladung; d.h. +1, +2, +3... für das Kation und -1, -2 -3... für das Anion. Einen Vergleich der Radii in Ionenverbindungen kann man hier sehen.
Verfolgt man den energetischen Verlauf der Bindung der beiden Atome, in dessen Verlauf sie zu Ionen werden, also ein Elektronenübergang stattfindet, so ergibt sich der Kurvenverlauf, der rechts abgebildet ist. Verfolgen wir die Näherung der Ionen, dann überwiegen bei größerem Abstand die Anziehungskräfte zwischen den Kernen und den Elektronen. Je näher die Ionen sich kommen, wird die Abstoßung der beiden Kerne (Protonen) immer größer bis ein Gleichgewicht zwischen Abstoßung und Anziehung erreicht ist. Dieser Gleichgewichtszustand zeigt ein Minimum an Energie und ist durch eine bestimmte Bindungslänge gekennzeichnet. z.B. Na+Cl- = 0,276 nm (Summe der Ionenradien)
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