El Niño Klima: Entstehung, Geschichte & Ursachen

4.2Wissenschaftliche
Fakten zur Atmosphäre, Strahlung, CO2, Wetter, Klima, Thermodynamik

4.2.1
Wetter, Klima, Luftzirkulation, El
Niño

Wie wir auf der Seite zuvor gesehen haben ist die
unterste Atmosphärenschicht, die Troposphäre diejenige,
in der unser Wetter stattfindet. Dieses hängt neben der Zusammensetzung
der Atmosphäre, der Wasseraufnahmefähigkeit und der Dichte
auch von den Wärmebewegungen, bzw. Luftzirkulationen
ab. Die grundsätzlichen globalen Luftbewegungen werden nachfolgend
erläutert.
Zusätzlich gibt es noch lokale Wetterphänomene wie den
El Niño, der im Anschluß besprochen wird.

 

 

Klima
= Wetter/Zeit; Wie entsteht das Wetter

wetter4 - El Niño Klima: Entstehung, Geschichte & Ursachen

solcirc - El Niño Klima: Entstehung, Geschichte & Ursachen

Globale Luftzirkulation

El
Nino

Es gibt auch regelmäßige Störungen des
Wettergeschehens, die weltweite Auswirkungen haben.

Wird die zyklische Erwärmung des Ostpazifischen Meeres
gestört, führt das zu bedeutenden Wetteränderungen in den
USA und weltweit. Man nennt dies El Niño.
Dies tritt dann auf, wenn warmes Wasser vom Äquator Richtung Südamerika
einströmt und das kalte Wasser des Humboldt Stroms ersetzt und zu
einer Unterbrechung des Verdunstungsprozesses führt.

elnin9 - El Niño Klima: Entstehung, Geschichte & Ursachen

Im
Süden der USA und Peru treten dann starke Regenfälle, Überschwemmungen.
In Australien wird dies begleitet von Buschfeuern.

elnino7 - El Niño Klima: Entstehung, Geschichte & Ursachen

Unter normalen Nicht-EL-Nino-Bedingungen blasen
die Passatwinde gegen Westen über den tropischen Pazifik.
Diese Winde schichten warmes Oberflächenwasser im westlichen Pazifik
auf, sodaß der Meeresspiegel in Indonesien ca. 0,5 m höher
ist als in Equador. Die Meerestemperatur ist im Westen ca. 8°C höher
bei kalten Temperaturen weg von Südamerika aufgrund von aufsteigendem
kalten Wasser. Das kalte Wasser ist nährstoffreich und sorgt so für
ereichhaltige Ökosysteme. Der Regen fällt bei aufsteigender
Luft über dem warmen Wasser, der Ostpazifik ist relativ trocken.

Beim El Niño -Phänomen (rechts oben),
verbleiben die Passatwinde im zentralen und westlichen Pazifik, was zu
einem Zusammenbruch des Temperaturgradienten im Ostpazifik führt
und eine Verstärkung des Temperaturgradienten im Ostpazifik bewirkt.

Dies führt zu einem Meeresspiegelanstieg
und einem Niedergang der Ökosysteme, da kaltes, nährstoffreiches
Wasser nicht nachgeliefert wird. Regenfälle folgen dem warmen Wasser
ostwärts mit Überflutungen in Peru und Dürren in Australien
und Indonesien. Die Verlagerung der atmosphärischen Wärme nach
Osten mit Überlagerung des wärmsten Wassers stört die globale
Luftzirkulation was zu Wetteränderungen in weit entfernten Gebieten
führt.

El Nino: http://www.pmel.noaa.gov/tao/elnino/nino-home.html

 

Weiterführende Quellen:


IPCC:
http://www.ipcc.ch/

El Nino: http://www.pmel.noaa.gov/tao/elnino/nino-home.html

UNEP ( United Nations Environment
Program):
http://www.unep.org/

BMU (Bundesumweltministerium):
www.bmu.de/

DPG (Deutsche Physikalische Gesellschaft):
http://www.dpg-physik.de/

DKRZ (Deutsches Klimarechenzentrum):
http://www.dkrz.de/

MPI Hamburg: http://www.mpimet.mpg.de/

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