BMU, MPI, DPG, IPCC, Definition des offiziellen Treibhauseffektes

4.1Der
offizielle Treibhauseffekt
4.1.2
BMU, MPI, DPG, IPCC, Definition des offiziellen Treibhauseffektes

Wie die Geschichte zeigt, ist der Treibhauseffekt ein
Vorgang, der in den letzten 20 Jahren Politiker rund um die Welt veranlaßt
hat, politische Konsequenzen für die Staaten der Erde zu ziehen.
Deshalb sollen die wichtigsten internationalen und nationalen Gremien
und Institutionen samt deren Meinung zum Thema kurz vorgestellt werden.
Der Begriff “offizieller Treibhauseffekt” ist kein allgemein
gültiger Begriff. Er soll innerhalb dieses Kurses nur dazu dienen,
den von offizieller bzw. politischer Seite dargestellten wissenschaftlichen
Vorgang zu benennen.

 

Der offizielle Treibhauseffekt wird unter anderem
von folgenden Institutionen vertreten:

International:

National:

Die Bundesregierung mit ihrem Umweltministerium wird von
einem Wissenschaftlichen Beirat Globale Umweltveränderungen
( WBGU) beraten, desen Vorsitzender Professor Dr. Hartmut Graßl,

Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg ist. Das
Gremium besteht aus 9 Wissenschaftler, darunter 5 Naturwissenschaftler.

Organisationsstruktur
UNO, MWO, UNEP, IPCC

Die UNO als internationale Behörde gliedert sich
in unzählige Unterorganisationen. Die Umweltorganisation der UNO
UNEP mit seinem Direktor Klaus Töpfer, dem ehemaligen deutschen
Umweltminister und die Internationale Meteorologische Organisation
(WMO) bilden zusammen den Dachverband für das IPCC,
ein Ausschuß, der Handlungsvorlagen für die Regierungen der
UNO-Mitgliedsstaaten erarbeiten soll, als Konsequenzen aus der Globalen
Erwärmung bzw. dem Treibhauseffekt.


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Der offizielle Treibhauseffekt besteht aus
2 Komponenten:

der natürliche Treibhauseffekt und der
anthropogene Treibhauseffekt.

Der
natürliche Treibhauseffekt:

Zitat Max-Planck-Institut
für Meteorologie
Hamburg:

http://www.mpimet.mpg.de/deutsch/Sonst/FAQ/Texte/treibhaus.html

Bei einer Erde ohne Atmosphäre wäre die
Oberflächentemperatur ausschließlich durch die Bilanz
zwischen eingestrahlter Sonnenenergie und der vom Boden abgestrahlten
Wärmestrahlung festgelegt. Diese Oberflächentemperatur
würde im globalen Mittel etwa -18°C betragen
. Selbst
eine Atmosphäre aus reinem Sauerstoff und Stickstoff, die ja
die Hauptkomponenten unserer Atmosphäre (zu ca. 99%) bilden,
würde daran nichts wesentliches ändern, da diese Gase
die beiden genannten Strahlungsarten nur unwesentlich beeinflussen.

Dagegen absorbieren Wasserdampf
und in geringerem Masse auch CO2 (und andere Spurengase)
die Sonnenstrahlung zum Teil und geben selbst Wärmestrahlung
ab
. In Richtung zum Erdboden übertrifft diese zusätzliche
Wärmestrahlung aus der Atmosphäre die Reduktion der Sonnenstrahlung
und bewirkt so am Erdboden eine höhere Energieeinstrahlung,
als dies ohne solche Gase der Fall wäre. Diese vermehrte Einstrahlung
führt zu einer Erwärmung des Erdbodens und (infolge verschiedener
Transportvorgänge) auch der unteren Atmosphäre.

Diese Erwärmung des Bodens führt aber
auch zu einem Ausgleich der Strahlungsbilanz am Atmosphärenoberrand,
denn im längerfristigen Mittel muß die Erde ja genau
so viel Wärmestrahlung in den Weltraum abgeben, wie sie Strahlung
von der Sonne absorbiert.
Die vom Erdboden nach oben gestrahlte
Energie wird von den atmosphärischen Treibhausgasen (teilweise)
auch absorbiert, gelangt also nur zum Teil direkt in den Weltraum.
Dafür emittieren die Treibhausgase selbst
entsprechend ihrer Temperatur, die aber wegen der Temperaturabnahme
mit der Höhe in der Atmosphäre geringer ist als die des
Erdbodens
. Daher verlässt mit zunehmender Menge an Treibhausgasen
bei konstanter Bodentemperatur immer weniger Energie in Form von
Wärmestrahlung die Erde in den Weltraum. Durch die erhöhte
Bodentemperatur wird dieses Defizit in der Strahlungsbilanz aber
wegen der erhöhten Wärmestrahlungsmenge vom Boden wieder
ausgeglichen. Für diesen Ausgleich ist vor allem das atmosphärische
Strahlungsfenster hilfreich, ein Spektralbereich bei 10 µm
Wellenlänge innerhalb dessen die Strahlung von der Oberfläche
bei wolkenloser Atmosphäre überwiegend in den Weltraum
entweichen kann.

 

Zitat zum natürlichenTreibhauseffekt:(
http://www.giub.uni-bonn.de/fs/klima/1grundla.htm
)

“In der Atmosphäre befindet sich eine
Vielzahl an unterschiedlichen Gasen, von denen einige als “Treibhausgase”
wirken: Sie lassen die von der Sonne einfallende Strahlung ungehindert
passieren, vermindern jedoch die Wärmeabstrahlung der Erde
ins Weltall. Dadurch kommt es zur Aufheizung der Erdoberfläche
bis ein neuer Gleichgewichtszustand erreicht ist (Abb.1). Momentan
hat sich dieser Gleichgewichtszustand bei 15° C als globale
Mitteltemperatur der Erde eingespielt. Hätte die Erde keine
Lufthülle, so läge die globale Mitteltemperatur um 33°
C niedriger, also bei ca. – 18°C. Leben, wie wir es kennen,
wäre unter diesen Bedingungen nicht möglich. Zu den “klimawirksamen”
Gasen der Atmosphäre gehören im wesentlichen Wasserdampf
(H2O), Kohlendioxid (CO2), Distickstoffoxid
(N2O), Methan (CH4) und Ozon (O3). Diese Gase sind alle auch ohne
menschliches Zutun in der Atmosphäre enthalten und sind somit
für den natürlichen Treibhauseffekt verantwortlich”.

Der
anthropogene Treibhauseffekt:

Zitat Max-Planck-Institut
für Meteorologie
Hamburg:

http://www.mpimet.mpg.de/deutsch/Sonst/FAQ/Texte/treibhaus.html

Werden die natürlich vorhandenen Treibhausgase
(z.B. CO2) durch anthropogenen (menschlichen) Einfluss
vermehrt oder durch neue Stoffe (z.B. FCKW) ergänzt, so übertrifft
die dadurch verursachte zusätzliche Wärmestrahlung aus
der Atmosphäre ebenfalls die verstärkte Reduktion von
Sonnenstrahlung am Erdboden. Daher erhöht sich auch infolge
dieses verstärkten (anthropogenen) Treibhauseffektes die Temperatur
des Bodens und der unteren Atmosphäre.

Um wieviel die wichtigen Treibhausgase die Oberflächentemperatur
der Erde anheben, ist nicht einfach zu bestimmen. Jetzt mögliche
Messungen der Wärmeabstrahlung in den Weltraum durch Satelliten
lassen auf eine Temperaturerhöhung des Bodens durch den natürlichen
Treibhauseffekt um etwa 33°C schliessen. Ohne diesen läge
die Bodentemperatur im globalen Mittel bei etwa -18°C. Zu
dieser lebenserhaltenden Erwärmung trägt Wasserdampf den
weitaus grössten Teil, etwa zwei Drittel, bei;
es folgen
Kohlendioxid (CO2) mit einem Anteil von ca. 15%, Ozon mit etwa 10%
und schliesslich Distickstoffoxid (N2O) und Methan (CH4) mit je
etwa 3%.

Zitat zum
anthropogenen Treibhauseffekt:
(http://www.giub.uni-bonn.de/fs/klima/1grundla.htm
)

Ändert
sich die Zusammensetzung der atmosphärischen Gase, so ändert
sich auch die Durchlässigkeit für die Wärmeabstrahlung
der Erde; die globale Mitteltemperatur wird sich diesem Zustand
anpassen und sich erhöhen oder erniedrigen. Durch menschliches
Wirtschaften, das sich seit der Industrialisierung in einem fortwährend
steigendem Ressourcenverbrauch zeigt, werden in zunehmendem Maße
auch klimawirksame Gase in die Atmosphäre freigesetzt. Dazu
zählen vor allem CO2 (siehe Kasten 1), das durch
die Verbrennung fossiler Energieträger freigesetzt wird, Methan
aus Rinderhaltung, Reisanbau und auftauendem Permafrost und die
vielen Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKWs). Neben der Erhöhung
der Konzentrationen von natürlichen Treibhausgasen werden mit
den FCKWs auch künstliche Treibhausgase in die Atmosphäre
entlassen. Der Anteil am gesamten Treibhauseffekt, der auf Aktivitäten
des Menschen zurückzuführen ist, bezeichnet man als anthropogenen
Treibhauseffekt
. Durch industrielle Emissionen werden jedoch
auch (Sulfat-)Aerosole in die Atmosphäre transportiert, die
einen kühlenden Effekt bewirken, dem Treibhauseffekt zum Teil
also entgegenwirken”.

image063 - BMU, MPI, DPG, IPCC, Definition des offiziellen Treibhauseffektes

Zitat 3SAT, Nano :http://www.3sat.de/3satframe.php3?a=1&url=http://www.3sat.de/nano/bstuecke/10363/

CO2 ist der
Hauptgrund für den Treibhauseffekt.
Es steigt in
die Atmosphäre auf, verändert ihren Strahlungshaushalt
und speichert die Sonnenstrahlen, die von der Erde reflektiert werden.
Eben wie in einem Treibhaus. Die Atmosphäre heizt sich auf.

Die Folgen
des anthropogenen Treibhauseffektes:

Der Verkehr auf der Straße ist in Deutschland
Ursache für ein Fünftel des gesamten Kohlendioxidausstoßes
– Tendenz steigend. Dürren, Überschwemmungen,
Sturmfluten und ein schmelzender Nordpol: Noch nie hat es so viele
Naturkatastrophen gegeben wie in den letzten Jahren. Das Zukunftsszenario
ist auch nicht besser:

die
Welttemperatur wird wärmer,
Wüstengebiete
werden zunehmen und der Meeresspiegel
steigt
.

Das prognostizieren Klimaforscher. Ursache
ist der menschengemachte Treibhauseffekt.
Und der kommt
zum Teil direkt aus dem Auspuff unserer Autos. Während die
CO2-Emissionen in der Industrie und der Energiewirtschaft rückläufig
sind, haben private Haushalte und besonders der Verkehr zugelegt.
Im Vergleich zu 1990 produziert der Verkehr auf deutschen Straßen
heute elf Prozent mehr Kohlendioxid als damals. CO2 ist das direkte
Ergebnis von verbranntem Benzin: Kein Katalysator und kein Filter
kann es reduzieren.

Offizielle Meßdaten
des Treibhauseffektes:

co2mess1 - BMU, MPI, DPG, IPCC, Definition des offiziellen TreibhauseffektesLinks ist die offizielle IPCC-Kurve der CO2-Erhöhung
in den letzten Jahrzehnten zu sehen.
Klein eingeblendet findet man die Original-Messung
auf dem Mauno-Loa Berg in Hawaii.

(zum Vergrößern anklicken)

 

Unten ist die Temperaturänderung der
Welt-Oberflächentemperatur in den

letzten 140 Jahren samt prognostizierten
Temperaturänderungen bis zum Jahr 2100 zu sehen. Grundlage
waren anfänglich 1400, heute ca. 3000 Messorte weltweit.

Quellen alles IPCC.

 

temp4 - BMU, MPI, DPG, IPCC, Definition des offiziellen Treibhauseffektes

 

Nachfolgend
ist der gemessene und prognostizierte Meerespiegelanstieg zu sehen.
(Quelle IPCC)

slevel1 - BMU, MPI, DPG, IPCC, Definition des offiziellen Treibhauseffektes

Weiterführende Quellen:


IPCC:
http://www.ipcc.ch/

WMO (World Meteorological
Organisation):
http://www.wmo.ch/index-en.html

UNEP ( United Nations Environment
Program):
http://www.unep.org/

BMU (Bundesumweltministerium):
www.bmu.de/

DPG (Deutsche Physikalische Gesellschaft):
http://www.dpg-physik.de/

DKRZ (Deutsches Klimarechenzentrum):
http://www.dkrz.de/

MPI Hamburg: http://www.mpimet.mpg.de/

WBGU: (Wissenschaftl. Beirat
der Bundesregierung; Glo
bale
Umweltveränderungen):
http://www.wbgu.de/wbgu_beiratsmitglieder.html

Nano(3SAT) :http://www.3sat.de/3satframe.php3?a=1&url=http://www.3sat.de/nano/bstuecke/10363/

Uni Bonn: http://www.giub.uni-bonn.de/fs/klima/1grundla.htm)

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