Therapeutisches Klonen: Defintion, Anwendung, Ethik & Gesetze

1.6 Gentechnologie
V
Therapeutisches
Klonen, Stammzellen

3. Therapeutisches Klonen:

Definition:

Erzeugung von Embryonen, um Stammzellen zu erhalten die als Quelle für “Ersatzteile” dienen, womit Krankheiten behandelt werden können.

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In der Bundesrepublik Deutschland verbietet das Embryonenschutzgesetz
(ESchG 1991) die Herstellung oder Verwendung von menschlichen Embryonen
zu einem anderen Zweck als dem, eine Schwangerschaft herbeizuführen.
Ferner wird jede Manipulation an einem extrakorporal erzeugten Embryo
verboten, die nicht seiner Erhaltung dient.

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2004 behaupteten südkoreanischen Wissenschaftlern
um Woo Suk Hwang von der Seoul National University den ersten menschlichen
Embryo geklont zu haben. Ihr Ziel war es, embryonale Stammzellen zu gewinnen.
Man ließ die menschlichen Embryonen sich bis zum 32-Zellstadium
der Blastocyste entwickeln, einem Stadium das normalerweise dann bei der
künstlichen Befruchtung in die Gebärmutter implantiert wird.
Die Arbeiten entpuppten sich Ende 2005 jedoch als gefälscht.

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Stammzellen

Stammzellen
sind noch undifferenzierte Körperzellen, die über längere
Zeit teilungsfähig sind. Dabei entsteht je eine Zelle, die sich zu
einer bestimmten Gewebezelle z.B. Leberzelle entwickelt und eine Zelle,
die die Stammzelleneigenschaft beibehält.

Man unterscheidet allgemein 2 Typen:


embryonale und adulte
Stammzellen.
Sie haben verschiedene Eigenschaften, je nach dem
was aus den Teilungsprodukten werden kann. In Säugetieren nennt man
Stammzellen, aus denen alle anderen Zellen des erwachsenen Organismus
werden können
totipotent. Die
einzigen totipotenten Zellen sind die Zygote und die ersten paar daraus
entstehenden Zellen (z.B. 4-Zell-Stadium; siehe die Fähigkeit der
Säugetiere zur Bildung von Mehrlingen).

Stammzellen, aus denen außer den extraembryonischen
Membranzellen ( aus dem Trophoblast) beliebig differenzierte Zellen werden
können nennt man
pluripotent.

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Man hat 3 Sorten pluripotente Stammzellen gefunden, die
ausschließlich in Embryonen isoliert werden können:

Embryonale Stammzellen (ES-Zellen).
Diese entstammen der inneren Zellmasse (ICM) der
Blastozyste. Nach einer In-vitro-Fertilisation kann man bei “überzähligen”
Embryonen aus den Blastozysten (Bläschenstadium) innerhalb von drei
Tagen die pluripotenten Zellen der inneren Zellmasse isolieren. Dieses
Verfahren zerstört allerdings den Embryo und ist 2005 in vielen Ländern
verboten.
Embryonale Keimzellen (EG-Zellen
= primordialer Keimzellen).

Diese werden aus Vorläufern der Gonaden aus abgetrieben Föten
(= Embryo ab dem 3 Monat) isoliert. Diese Zellen, die als Vorläuferzellen
für Ei- und Spermazellen dienen lassen sich im Labor unter Kulturbedingungen
zu embryonalen Stammzellen weiterentwickeln. Sie sind wie die aus der
Blastozyste isolierten Zellen
pluripotent
und unterscheiden sich von diesen in keiner Weise.
Embryonale Karzinomzellen
(EC-Zellen).
Man isoliert sie aus dem Teratokarzinom, einem Tumor in fötalen Gonaden.
Diese Zellen sind aneuploid, d.h. besitzen einen abnormalen Chromosomensatz.

Als letztes existieren noch multipotente
Stammzellen
(adulte Stammzellen) , die in den meisten Organen erwachsener
Tiere gefunden werden wie z.B. Knochenmarkszellen. Sie ersetzen normalerweise
abgestorbene oder beschädigte Zellen.

Auf eine Diskussion ethischer Probleme wird hier verzichtet
und auf die umfangreiche Literatur im Internet verwiesen z.B. http://www.zeit.de/wissen/stammzellen/index.

 


Abb. 196
 

therapeutisches
Klonen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Abb. 197
 

therapeutisches
Klonen beim Menschen

 

 

Ablauf der frühen Embryonalentwicklung bei
Mammalia:

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Abb. 198
 

Zelldifferenzierung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Abb. 200
 

Trophoblast

 

Trophoblasten sind eine der ersten Zelltypen während der Differenzierungsphase
zu Beginn der Schwangerschaft. Sie bilden die äußerste
Hülle der Blastozyste und entwickeln sind nach der Einnistung
in die Uterusschleimhaut in der Placenta.trophoblk - Therapeutisches Klonen: Defintion, Anwendung, Ethik & Gesetze

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Nach der Einnistung beginnen die Trophoblasten-Zellen sich zu .
Zytotrophoblastenzellen (CTB-Stammzellen) differenzieren, diese
dringen in das Stroma der Uteruswand ein und fusionieren, um Synzytiotrophoblastenzellen
zu bilden oder aggregieren zu verankernden villösen Trophoblasten.

 

 


Abb. 201
 

Stammzellen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Abb. 202
 

embryonale
Stammzellen

 

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