Aufbau und Funktion der Wurzel

Gute Objekte sind z. B. Wurzeln von Gartenkresse
(Lepidium sativum) als dikotyles Beispiel und die der Clivie
(Clivia nobilis)
oder Schwertlilie (Iris germanica)
als monokotyle Pflanze.

Wurzelsysteme kommen meist in 2
Formen vor:

  • Wurzelsystem mit Haupt– und Nebenwurzeln
  • Wurzelsystem ohne Hauptwurzel (“Büschelwurzel“)

Wurzelsysteme mit Hauptwurzel findet
man oft bei Dikotylen mit einer dicken
Hauptwurzel und dünneren Nebenwurzeln . Sie wachsen, tiefer in den
Boden ( bis 30 m) als Büschelwurzeln,
die vornehmlich bei bei Monokotylen
gefunden werden.

Büschelwurzeln bestehen aus dünnen, fädigen
Wurzeln mit gleichem Durchmesser. Sie binden so im oberen Bodenbereich
die Erde.

Da die Wurzel oft zur Speicherung verwendet wird,
sind die Hauptwurzel oder Teile des Systems verdickt (Karotten, Rüben)
oder links unten die Wurzel von Hibiscus spec.


Speicherwurzel

Luftwurzel

_hibiscu

_aerial

Fertigt man einen Querschnitt der Wurzel einer jungen
dikotylen Pflanze, so ergibt sich folgendes Bild:

Ranunc

Auf den ersten Blick erscheint
der Querschnitt durch eine ziemlich gleichförmige Menge an Füllzellen
ausgefüllt. Im Zentrum erkennt man eine runde Struktur, die sternförmig
angeordnete Zellen beinhaltet, der Zentralzylinder.

Zellschichten von außen nach innen:

Die äußerste Schicht heißt Rhizodermis
(entsprechend der Epidermis bei Blatt und Sproß).

Darauf folgt die Exodermis;
das Füllgewebe zwischen diesen beiden äußeren Schichten
nennt man Wurzelrinde.

Die violett gefärbten Körner
in den Rindenzellen sind Stärkekörner. Die im Zentralzylinder
sternfömig angeordneten Zellen gehören zum Xylem
( siehe die großlumigen Zellen), dazwischen liegt das Phloem.
Die Wurzel besitzt also ein zentrales Leitbündel.

Dasselbe Bild ergibt sich z. B. bei der Wurzel der Sonnenblume
(Helianthus spec.)
, unserem 2. Beispiel für die Wurzel einer
dikotylen Pflanze (Abb. 6).

heliant

Den grundsätzlichen Aufbau einer Wurzel im Längsschnitt
kann man aus der Abb. 5 entnehmen.

Die Wurzel kann längs in verschiedene Bereiche aufgeteilt
werden.

  • die Wurzelspitze
    mit der Teilungszone auf der die Wurzelhaube
    zum Schutz der meristematischen Zellen des Vegetationspunktes
    aufsitzt.
  • die Streckungszone
  • die Differenzierungszone mit den Wurzelhaaren

Die gezeigten Querschnitte sind im rot
gekennzeichneten (Abb. 4) oberen Bereich
der Wurzel gemacht. Den unteren Bereich einer Wurzel (Wurzelspitze) zeigt
die Abb. 7.

In Abb. 8 ist der Wurzelquerschnitt
einer Liane (Smilax spec.) zu sehen.
Wiederum erkennt man außen die Rhizodermis, innen die Wurzelrinde
mit dem Zentralzylinder. Das zentrale Leitbündel hat jedoch eine
andere Anordnung der Xylem und Phloemzellen. Die Xylemzellen sind konzentrisch
angeordnet.

monorot2

Beim nachfolgenen Querschnitt durch die Wurzel
von Zea mays kann man dies ebenfalls erkennen.

Zea_xs

Die Abbildung der Wurzel von Mais zeigt deutlich die
äußere Abschlußschicht, die Rhizodermis
und darunter die Exodermis, deren
Zellen teilweise etwas dickere Zellwände haben. Neben Zellulose ist
hier Kork eingelagert.

Außerdem ist eine Seitenwurzel erkennbar.

Zwischen der Rhizodermis und dem Zentralzylinder mit
seiner äußersten Schicht, dem Perizykel
liegt die Wurzelrinde.

Die Wurzelrinde hat als äußerste Schicht
die Exodermis und als innerste,
die Endodermis.

Im zweiten Teil werden wir uns den Zentralzylinder und
die Wurzelhaare genauer ansehen.


Abb. 33
 

Wurzelsystem mit

Hauptwurzel


_taproo0

Abb. 34
Büschelwurzelsystem
 


_fibrousDaneben gibt es noch Wurzelsysteme, die nicht in der Erde gebildet
werden sondern in der Luft = Luftwurzeln.Bei der links abgebildeten Orchidee dienen die Luftwurzeln der
Luftfeuchtigkeitsaufnahme.

 

 

 

 

 


Abb. 35
Querschnitt
durch die Wurzel von
Ranunculus
spec.
(Hahnenfuß)
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Abb. 36
Zentralzylinder
Smilax
 


Abb. 37
Wurzelaufbau
im Längsschnitt

 


root1

 


Abb. 38
Querschnitt
durch die Wurzel von

Helianthus spec.
(Sonnenblume)
 


Wurzelrinde mit Zentralzylinder und sternförmigem Xylem

Abb. 39
Ein Wurzelspitze
von Ranunculus mit der

Wurzelhaube (Kalyptra)
 

Lsec
 

 

 


Abb.40
Querschnitt
durch die Wurzel von
Smilax
spec.

(Liane)

 


Wurzelrinde mit Zentralzylinder und sternförmigem Xylem

 

 


Abb.41
Querschnitt
durch die Wurzel von
Zea
Mays

(Mais)

 

 

 

 

Weiterführende Quellen:
Botanik:http://www.biologie.uni-hamburg.de/b-online/d00/inhalt.htm
Pflanzenanatomiekurs:http://www.uri.edu/artsci/bio/plant_anatomy/lab_manual.html
http://www.hcs.ohio-state.edu/hcs300/http://www.botany.uwc.ac.za/sci_ed/pupil/angiosperms/index.htm
http://dallas.tamu.edu/weeds/anat.html

http://www.life.uiuc.edu/onit/courses.html

http://www.uri.edu/artsci/bio/plant_anatomy/images.html
http://bugs.bio.usyd.edu.au/2003A+Pmodules/home.html

Taxonomie der Pflanzenhttp://www.csdl.tamu.edu/FLORA/tfp/tfphome1.html
und http://www.ars-grin.gov/npgs/tax/
Glossar Pflanzenanatomiehttp://www.botanik.ch/anatomie.htm
und http://www.my-edu2.com/EDU2LS/bio2ls1.htm
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