Lysosomen & Peroxysomen: Funktion, Größe & Membran

Lysosomen findet man im Cytoplasma der Tierzellen
und Pflanzenzellen als kleine membranumhüllte Bläschen (Vesikel).
Sie enthalten hydrolytische Enzyme (Hydrolasen)
für die intrazelluläre Verdauung z.B. eines Bakteriums, das
durch Phagozytose in die Zelle aufgenommen
wurde. Nachdem das Bakterium in ein Vesikel (Phagosom)
eingehüllt ist, verschmelzen andere Bläschen, die bestimmte
Enzyme enthalten mit dem Vesikel. Die Enzyme werden aktiviert und verdauen
das Bakterium. Insgesamt hat man bis zu 50 verschiedene Enzyme gefunden,
die Kohlenhydrate, Fette oder Nukleinsäuren zersetzen können.

Lysosomen mit den eben geschilderten Eigenschaften werden
auch konventionelle Lysosomen genannt.

Prinzipiell werden Lysosomen aus einem anderen Zellorganell
dem Golgi-Apparat gebildet. Rechts
sieht man eine elektronenmikroskopische Aufnahme eines Lysosoms.
Wie Lysosomen entstehen zeigt die nachfolgende Zeichnung:

lys3

Daneben
gibt es auch sekretorische Lysosomen (=
lytische Granula)

Sekretorische Lysosomen kommen z.B.
in den verschiedenen Immunzellen wie T-Lymphozyten (= bestimmte weiße
Blutkörperchen, die z.B. von Viren befallene Zellen oder Krebszellen
töten) vor und enthalten das Sekretionsprodukt (z.B. Perforin) dieser
Zellen. In Abb. L2 ist der Beitrag sekretorischer
Lysosomen bei einer Immunreaktion dargestellt.

Peroxysomen

Peroxisomen sind membrangebundene Organellen, die
oxidative Enzyme wie z. B. Katalase
enthalten. In Leber und Niere sind sie besonders häufug und groß.
Sie ähneln den Lysosomen, werden aber nicht im Golgi-Komplex gebildet.
Peroxisomen werden durch eine kristalline Struktur innerhalb eines Sackes
unterschieden, der ebenfalls gräuliches Material enthält.
Sie teilen sich wie die Mitochondrien.

In den Peroxisomen finden wichtige Stoffwechselvorgänge statt wie:

  • Verarbeitung freier Radikale mit z.B. Katalase
  • Synthese von Cholesterin und anderen Lipiden
  • Gallensalzbildung
  • Katabolismus organischer Basen, Leukotriene und Prostaglandine
  • Alkoholabbau in der Leber
  • Östrogenstoffwechsel

Abb. L1

Lysosom (TEM)
 

lys2

 


Abb. L2

sekretorische Lysosomen in
T-Lymphozyten

seklysT-Lymphozyten bilden viel Lysosomen mit Perforin-Bausteinen.
Nach dem Kontakt mit der Zielzelle schleusen diese durch Exozytose
die Perforinbausteine nach außen, die dann durch ein ebenfalls
ausgeschüttetes Enzym (Perforinpolymerase) mit Hilfe von
Calzium-Ionen zu den fertigen Membrantunneln Perforin polymerisieren.
Diese werden dann in die fremde Zellmembran eingebaut.
Durch diese Kanäle werden dann cytotoxische Stoffe eingeschleust,
die die Zielzelle (von Viren befallen oder Krebszelle) töten.

 

 

 


Abb. L3

Peroxisom (TEM)
peroxi

 

Weiterführende
Quellen:
Lysosomen
:
http://cellbio.utmb.edu/cellbio/lysosome.htm

Peroxisomen: http://erocha.freehosting.net/peroxysomes.htm
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