Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmen

2.3Umweltbelastung und Umweltschutz
2.3.3Störungen des
Gleichgewichtes in der Atmosphäre; Ozon Teil II
  • Ozon Teil II
    (Variation, Folgen, Maßnahmen)

c) Mechanismen der Ozonschwankung

Hypothese der anthropogenden Zerstörung
durch FCKW (1974)

Die Ozonabnahme in den 80er Jahren erkennt man in der
Grafik Abb. 33 für die Antarktis.

Seit der Postulierung der Ozonzerstörungstheorie
durch FCKW durch Rowland und Molina 1973 und den Nobelpreisen 1995 nahm
man eine allein auf FCKW-chemischer Basis beruhende Zerstörung der
Ozonschicht an, die wie folgt aussah:

  1. Die Versursacherkomponenten
    (
    Halogenalkane)
    werden photolysiert und zerfallen in instabile Produkte (HCl and ClNO2).
  2. Diese instabilen Produkte
    werden durch Sonnenlicht in hochreaktive Chlor- und Chlormonoxid-( Brom-,
    Brommonoxid-)
    Radikale
    gespalten. ( Cl

    and ClO

    ).
  3. Die Cl
    und ClO Radikale (und ebenfalls Brand
    BrO) katalysieren die Zerstörung des Ozon.

    (siehe Abb. 34)

(Radikale
sind energiereiche Atome mit einem ungepaarten Elektron)

Dabei wurden folgene Annahmen gemacht:

  • Keine natürlichen Quellen von Chlor;
  • Keine Abbaumechanismen für
    FCKW außer denen in der Stratosphäre;
  • Kein Einfluß von Partikelstrahlung
    wie Sonnenwind und kosmische Strahlung
  • Keine Einflüsse atmosphärischer
    Dynamik
  • Keine Einflüsse atmosphärischer
    Elektrizität und elektrochemischen Reaktionen der Stratosphäre;
  • Kein Einfluß geomagnetischer
    Felder;
  • Eine Erhöhung der UVB-Strahlung ruft Haukrebs
    hervor

FCKW (englisch
CFC) = Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe,
sind chemisch Halogenalkane, bei denen beim Methan oder
Ethan Wasserstoff gegen Halogene (F, Cl, Br ) ersetzt wurden. FCKW sind
farblos, flüssig oder gasförmig. Chloralkane sind gut fettlöslich
und deshalb Nerven- Leber- und Nierengifte
. Ihre Giftigkeit nimmt
mit dem Gehalt an F ab. Fluoralkane sind extrem hitzebeständig. FCKW
wurden in den 20er Jahren in den USA entwickelt und seit ca. 1950 weltweit
eingesetzt.

FCKW1 - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmen

cfcpr - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmen

Bei Halonen
ist zusätzlich zu F und Cl noch Br enthalten (z. B. CF3Br
in Feuerlöschern). Aus der Chemie wissen wir, daß die Halogene
F, Cl und Br giftig sind und zu den reaktivsten Elementen gehören.
In der Natur kommen organische Chlorverbindungen praktisch nicht vor!
Denken sie an das Sevesogift Dioxin oder das verbotene Pestizid
DDT,
alles extrem giftige synthetische organische Chlorverbindungen.

Ein häufig als Pestizid verwendetes Bromalkan ist
Methylbromid, was ebenfalls an
der Ozonzerstörung beteiligt ist.

Je höher der F-Gehalt, desto länger ist die
Verweildauer in der Atmosphäre (Hitzebeständigkeit). CCl3F
hält sich ca. 50 Jahre, CClF3 640 Jahre.

Wichtige Halogenalkane:


Industriename

Chemische Formel

Stabilität
(Jahre)

Verwendung

FCKW10
Freon10

CCl4

67
Reinigungsmittel (Fleckentferner,
seit 1976 verboten ) ball1 - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmen

FCKW11
Freon11

CCl3F

74
Treibgas in Spraydosen
und bei der Herstellung von Kunststoffschäumen (verboten)
ball1 - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmenball1 - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmen

FCKW12
Freon12

CCl2F2

111
Treibgas für Kunststoffschäume
und Kühlmittel in Kühlschränken und Klimaanlagen (verboten)
ball1 - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmenball1 - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmenball1 - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmen

FCKW113
Freon13

C2Cl3F3

90
Reinigungsmittel (verboten)
ball1 - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmen

Methylbromid

CH3Br

derzeit unklar
Pestizid, (ab 2005 verboten)

Halone

CBrClF2
CBrF3

110
Feuerlöschmittel (seit
1993 verboten) , recyceltes Halon im Handel
ball1 - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmen

Gemische von FCKW werden handelsüblich als Freon
oder Frigene bezeichnet.
ball1 - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmen=
Beitrag zur Ozonzerstörung

Wenn FCKW in die Stratosphäre gelangen , sollen
folgende Reaktionen ablaufen :


CFCl3 + UV( 230nm) => CFCl2

+ Cl
Bildung
eines organischen Radikals und eines Cl-Radikals (nicht
nachgewiesen
)

Cl
+ O3 => ClO
+ O2
Spaltung eines Ozonmoleküls
und Bildung eines Chlormonoxid-Radikals führt zur Kettenreaktion

Die Radikale können bis zu 10 000 weitere Ozonmoleküle
zerstören. Daneben gibt es viele weitere Reaktionen mit O2
und NO2.

Methylbromid (Monobrom-Methan, CH3Br)
ist ein weltweit benutztes Pestizidgas
z. B. bei Erdbeerplantagen.   

Die Brom-Konzentrationen in der Atmosphäre sind
zwar um das ca. 150-fache geringer wie die von Cl, jedoch ist Br um 10-100
fach effektiver
in der Zerstörung des Ozons.

Dazu wurden folgende chemische Reaktionen in der Atmosphäre
postuliert:

CH3Br + hn
=> CH3+
Br
Bildung eines organischen Radikals und eines Br-Radikals durch UV-Licht
( nicht nachgewiesen)
Br
+ O3 => BrO
+ O2
Spaltung eines Ozonmoleküls
und Bildung eines Chlormonoxid-Radikals ——> Kettenreaktion
BrO
+ ClO
=> BrCl + O2
Interaktion mit einem Chlormonoxidradikal
BrCl + hv => Br
+ Cl
Bildung von Br- und Chlor-Radikalen —> Kettenreaktion

Die oben dargestellte, allgemein verbreitete Hypothese
der Ozonzerstörung durch menschliches FCKW muß nach neuesten
Erkenntnissen wie schon erwähnt

stark angezweifelt werden
. Grund dafür
sind:

  • der Nachweis umfangreicher natürlicher
    Quellen und Senken
    von Halogenalkanen (inklusive FCKW) durch
    Bakterien, Insekten, Pilze, Pflanzen, vulanische Schlote und die Emission
    der Ozeane, die millionenfach größer sind als alle menschlichen
    Emissionen.
  • Fehlen von direkten Beweisen
    für die Chlorabspaltung aus FCKW
    in der Stratosphäre
  • Fehlen von Beweisen für den FCKW-Fluß zwischen
    Troposphäre und Stratosphäre
  • Keine Vergleichsdaten der Ozonvariation
    in der Vergangenheit
    vor 1930
  • Nachweis der starken
    Korrelation der Ozonvariation mit der Sonnfleckenaktivität und
    kosmischen Strahlung
  • Die UV-Strahlung nimmt seit ca. 1975 ab (Abb.
    49
    ), die Haukrebsrate steigt.

Tatsächlich kann man z.B. in der antarktischen Vortex
(=trichterförmiger “Reaktionsraum” in der Atmosphäre
über der Antarktis) folgende Situation messen:

vortex - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmen

Die nachfolgende Abb. 44 stellt
die natürlichen und menschlichen Chlor-Emissionen zusammen:

ozoncl - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmen

Chlor gehört zu den häufigen Elementen in der
Natur. Deshalb ist es nicht verwunderlich daß die meisten Organismen
halogenorganische Verbindungen als Hormone oder Abwehrstoffe produzieren.
Ackerpflanzen wie Arabidopsis Thaliana
(
Abb. 45, Acker-Schmalwand), Kartoffeln,
Zypressen und Meeresalgen bzw. Tang produzieren in großen Mengen
Chlormethan (CH3Cl) und Brommethan (CH3Br). In Abb.
41
ist der weit verbreitete Seetang Asparagopsis zu sehen. Rotalgen
produzieren bromorganische Verbindungen.

orghal1 - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmen

Die natürlichen Mengen an gasförmigen Organohalogenen
übersteigen die anthropogen hergestellten um mehrere Zehnerpotenzen.

Doch es wurden nicht nur natürliche Quellen für
Halogenalkane entdeckt sondern auch Senken, also Organismen wie Bakterien
und Pilze im Boden, die Halogenalkane abbauen. Deshalb spricht man heute
auch wie bei anderen Stoffzyklen von einem Chlor-Zyklus
in der Natur.

Nachweis der Zerstörung durch solare und
kosmische Strahlung (2003)

Bis zum Jahr 2003 wurden viele natürliche Mechanismen
entdeckt, die Ozon in allen Höhen nachhaltig zerstören. Die
Einwirkung hochenergetischer solarer und kosmischer Partikelstrahlung
auf die atmosphärischen Gase sind heute als effektivste Ursache der
Veränderung der Ozonkonzentration erkannt, obwohl in der Bevölkerung
immer noch die anthropogende Zerstörung als Hauptursache gilt.

gcrozk1 - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmen

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ozongcr1k - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmen

N2 +O2
+ Kosm.
Strahlung
–> 2 NO
Katalyse der NO-Entstehung
NO + O3 —>
NO2 +O2
Zerstörung
von Ozon
durch Stickoxide
CF2Cl2
und CFCl3 + Kosm. Strahlung
—> Cl
(sehr stark)
Entstehung von Chlorradikalen
aus FCKW in stratosphärischen Eiswolken
2 H+(Sonnenwind) +N2 —> NO
NO + O3 —> NO2 +O2
Bildung von NO durch solare Protonen-> Kettenreaktion–>
Zerstörung von Ozon
H+(Sonnenwind) +H2O+O2
—>3 HO
HO
+ O3 —> HO2
+O2
Bildung von HO durch solare Protonen-> Kettenreaktion–>
Zerstörung von Ozon

Auch hier gibt es viele
andere Reaktionen. Dieses Puzzle wurde jedoch bis heute (2004) nicht
vollständig gelöst. Besonders bemerkenswert war die Entdeckung,
daß das Ozonloch am größten war, wenn stratosphärische
Wolken die UV-Einstrahlung blockierten!
Dabei korreliert die Einstrahlung kosmischer Strahlung (sehr schnelle
He- und H-Atomkerne) mit der Variation der Ozonkonzentration. 2001 man
stellte fest, daß die starke Einwirkung der kosmischen Partikel-Strahlung
auf die Chlorteilchen in den Wolken die Ursache für die Radikalbildung
ist. (http://focus.aps.org/story/v8/st8)

d) Ozon und UV-B Strahlung (280-320 nm)

Durch die Variation der Ozonschicht und das Ansteigen
der Sonnenaktivität seit 300 Jahren (bzw. variierend im 11-jährigen
Sonnenefleckenzyklus) gelangt zeitweilig mehr und weniger UV-B Strahlung
an die Erdoberfläche.

uv3 - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmen

Aufgrund der Entdeckung der Ozonlöcher wurde spekuliert,
daß die vermehrte UV-Strahlung durch die anthropogene Ozonausdünnung
zu mehr Haut-und Lymphkrebs, grauem Star und einer Schwächung
des Immunsystems führt
. Weiterhin würden Pflanzen und
marine Organismen
geschädigt.
Dies ist z.B. für den Hautkrebs nicht zutreffend.

Seit den 40-Jahren verdoppelten sich die altersstandardisierten Inzidenzraten
des Malignen Melanoms ca. alle 15 Jahre, die Inzidenz stieg in den 40-Jahren
von Werten unter 2 pro 100.000 Einwohner und Jahr bis auf 6-8 pro 100.000
Einwohner und Jahr in den 80- Jahren. Seit 1983 wird eine Inzidenzsteigerung
von +51.8% beobachtet (Männer plus 49.3%, Frauen plus 53.5%). Die
global gemessene UV-Strahlung nimmt jedoch seit ca. 1940 ab (
Abb.
49)
.

Sowohl UVA (Solarium ) als auch UVB schädigt die
Melanocyten. UVB wird durch Ozon absorbiert, UVA gelangt nahezu ungefiltert
an den Boden. Von den meisten Forschern wird UVB als 1. Ursache für
Hautkrebs angesehen.

Die gemeinsame Ursache ist die Eigenschaft der DNA
UV-Licht von 260 nm (UVC) zu absorbieren. Bei erhöhten Dosen treten
Mutationen an der Erbsubstanz
in Form von Thymindimeren
auf (auch durch UVB; Mutationen sind sprunghafte Erbänderungen).
Dadurch kann die Erbinformation nicht mehr richtig abgelesen werden, was
zu Stoffwechselstörungen, Krebs oder bei Einzellern
zum Tod führen kann. (Abb. 51
Modellausschnitte der DNA)
UVA-Strahlung ruft über die Produktion von Sauerstoffradikalen Einzelstrangbrüche
an der DNA hervor. Dagegen hilft die Zugabe von Antioxidantien wie Retinol
(Vitamin A).

Die DNA ist ein Makromolekül vergleichbar
mit einem Protein und besteht aus einem langen, schraubig gewundenen Doppelstrang.
Proteine haben 20 verschiedene Bausteine, DNA hat 4 (A,T,G,C).
Beide Stränge sind miteinander über die Bausteine verbunden
(Basenpaarung). Die Reihenfolge der Bausteine ist eine Art Schrift (genetischer
Code) in der die Information gespeichert ist.
Dabei bilden immer 3 Buchstaben ein Wort (Triplett). Die UV-B-Strahlung
kann solche “Wörter” quasi teilweise herausschneiden, wodurch
sich der nachfolgende Informationsgehalt völlig ändert (Rastermutation).

melanoma - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmen

In Abb. 52 ist ein Melanom,
eine Form des Hautkrebses zu sehen.

“Anthropogener Treibhauseffekt”
der FCKW

FCKW und andere
Halogenalkane gelten bei den anthropogenen Treibhausbefürwortern
als extrem gute Treibhausgase. 1 Kg eines FCKW soll
mehrere 1000 x stärker wie CO2 wirken. (siehe
Treibhauseffekt
) Diese Behauptung resultiert aus dem Vergleich der
Verweildauer verschiedener zivilisatorisch emittierten Gase in der Atmosphäre.
Dabei wurden alle auf CO2 bezogen, dessen Verweildauer mit max. 500 Jahren
angenommen wurde. Man nannte die daraus abgeleiteten Werte Global Warming
Potentiale (= GWPs). Da die Verweildauer
von CO2 jedoch tatsächlich zwischen 5 und 38 Jahren betragen, sind
alle daraus abgeleiteten Werte unsinnig und falsch! Außerdem ist
die Konzentration der FCKW so gering (< 0,00000005 %, d.h. 1 Teilchen
auf 2 Millionen andere Luftmoleküle), daß die Wärmeemission
vernachlässigbar ist.

Gleichwohl ist es für die Ökosysteme wichtig,
daß die Emission giftiger Stoffe aus der Zivilisation unterbleibt.

Seit dem Jahr 2000 ist die Produktion bestimmter FCKW
in der EU verboten. Teilhalogenierte dürfen unter Auflagen noch weiter
produziert werden.

 e) Voreilige Schutzmaßnahmen

1987 wurde in Montreal für die Unterschriftsstaaten
bindend festgelegt, daß die Produktion von FCKW bis 1999 um 50%
zu reduzieren seien. 1990 legten die Staaten in London fest, daß
bis 2000 die komplette Produktion eingestellt wird. Die Nachfolgekonferenz
1992 in Kopenhagen beschloß, daß bis 1994 eine Reduktion um
75% erfolgen sollte und 1996 kein FCKW mehr produziert werden sollte.

Die Produktion voll halogenierte Halogenalkane ist verboten
(FCKW 10/11/12/113 und Halone). Teilhalogierte Halogenalkane sollen bis
2030 verboten werden.

Die Politik reagierte also umgehend obwohl , wie heute
klar ist die Voraussetzungen des damaligen Nobelpreises spekulativ und
falsch waren und nachwievor die Bildung der ozonzerstörenden Chlorradikale
aus FCKW nicht nachgewiesen sind. Die meisten Behauptungen wie der Zusammenhang
zwischen FCKW – Ozon und Hautkrebs oder das Organohalogenverbinungen allein
durch den Menschen hergestellt werden und es keinen natürlichen Stoffwechsel
dafür gibt sind falsch!

Die Ozonkonzentration variiert dagegen durch natürliche Faktoren
wie den 11-jährigen Sonnenzyklus, kosmische Strahlung, Temperatur
und das Wetter.

f) Bodenozon

Zum Schluß sei noch auf das “andere”
Ozon hingewiesen, das Ozon in Bodennähe, das seit einigen
Jahren durch die Emission von Methan aus Landwirtschaft, Kläranlagen
und Deponien
und der Verbrennungsprozesse des Verkehrs und der
Kraftwerke
vor allem in den Sommermonaten entsteht. Es hat nichts
mit der Ozonschicht zu tun. Wer sich informieren will siehe unten.
Die Wirkung des Bodenzons wird jedoch weit überschätzt. Da das
Ozon in Bodennähe nur bei hohen Temperaturen (Sommer, z.B 30 °C)
entsteht, wird meist der Effekt der Temperatur auf den Organismus und
die Reaktion des vegetativen Nervensystems bei sommerlichem Klima auf
die Atmung mit der Ozonwirkung verwechselt. Erhöht sich die Umgebungstemperatur
deutlich über 22°C, steigt der Atemwiderstand als Folge nervöser
und hormoneller Regelungsvorgänge.

g) Notwendige UV-Strahlung

Während der Millionen Jahre Evolution haben sich
die Organismen an den natürlichen UV-Level angepasst. UVB-Licht regt
beim Mensch die Produktion des D-Hormons
(Vitamin D3) unter der Haut an, das den Ca2+-Spiegel mitreguliert.

UVB-Strahlen stimulieren die Melanozyten
zur vermehrten
Melaninbildung.
Das in der Epidermis vorhandene Melanin schützt den Zellkern der
Keratinozyten (=eigentliche Epidermiszellen) ebenfalls durch Reflexion,
Absorption und Streuung.

Zuletzt sei auf die Blaulicht/UVA-stimulierte
Reparatur der DNA
durch
Photolyase
hingewiesen. Photolyase ist ein lichtabhängiges Enzym, das in allen
Organismen (Bakterien, Pflanzen, Tiere, Mensch) vorkommt. Photolyase katalysiert
die
Reparatur von Thymindimeren
an der DNA.

photolya - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmen

Die Photolyase wird durch UV-Licht aktiviert. Sie enthält
den Kofaktor MTHF = Methenyltetrahydrofolylpolyglutamat, ein Stoff der
aus dem Vitamin Folsäure gebildet
wird und als Chromophor (Photonenfänger) dient. Weiterhin ist noch
das Reduktionsäquivalent (= Elektronenspeicher; Vitamin B2) FAD
beteiligt.

Dabei wird durch die Lichtanregung des MTHF die Anregungsenergie
auf FADH übertragen, das ein Elektron auf das T-T-Dimer überträgt.
Dadurch restauriert sich dieses wieder zu normalen T-T-Basen und das Elektron
fließt zurück zum FADH. Der Mensch hat zwar das Gen, man konnte
aber bisher diese Reparaturform nicht nachweisen.

Inzwischen gibt es Sonnenschutzprodukte mit der Photolyase
aus Algen im Handel.

Wie man an den Beispielen sieht ist eine natürliche
UV-Dosis
also lebensnotwendig.


Abb. 36

Abnahme der Ozonschicht über der Antarktis in den 80er Jahren
M0pu3ttg - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmen
 

 

 


Abb. 37

Postulat:
Ozonzerstörung durch FCKW
ozonzk - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmen

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Abb. 38

Bildung und Produktion von FCKW

 

 


Abb. 39
Abhängigkeit der UVB-Strahlung vom Breitengrad
(UV-Index) 

 

 


US-Stadt

UV-Index

Minneapolis

570

Chicago

637

Washington

683

San Francisco

715

Los Angeles

824

Denver

951

Miami

1,028

Honolulu

1,147

Der UV-Index ist ein Maß für die Intensität der
UV-_Strahlung und bezieht sich auf UVA und UVB. Er basiert auf dem
CIE- Aktionsspektrum.

Die UV-Strahlung ist bei Bewölkung niedriger
(bis zu 95%) und kann bei Teilbewölkung höher sein. Schnee-
und Eisbedeckung kann den UV-Index verdoppeln.

(1 Einheit = 25 mW/m2)

 

uvindk - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmen

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Abb. 40
Anstieg der UV-Strahlung durch verstärkte Solarstrahlung
 

 

UVA
= 400 -320 nm
UVB = 320 – 280 nm
UVC = 100 – 280 nm
(wird vollständig absorbiert)

 

 


Abb. 41
Asparagopsis taxiformis
 

 


seetang1 - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmen

Asparagospsis produziert Brommethan

 


Abb. 42
Rotalgen produzieren Bromverbindungen
 

 


bromhep - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmen

Der Baumpilz Mollisia produziert Halogenalkane
mit mehr als 8 Cl-Atomen

mollisia - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmen

pcbmol - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmen


Abb. 43
Vorgänge in der antarktischen Vortex
 

 

 


Abb. 44
Chloremission
natürlich – anthropogen

 

 

 


Abb. 45
Arabidopsis thaliana
 

 


arabido - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmen

Arabidopsis produziert Chlormethan u.a.
Halogenalkane


Abb. 46
Halogenorganische Verbindungen aus Arabidopsis thaliana
 

 

 


Abb. 47
Kosmische Strahlung in der Atmosphäre
 

crk2 - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmen

 


Abb. 48
Ozon – Sonnenflecken und GCR Nordhalbkugel und Südpol
 

 

 

 

 

 

 

 

 


Abb. 49
Hautkrebsinzidenz
 

 

melan3k - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmen

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Die UV-Strahlung sinkt


Abb. 50
UV-Strahlung
 

 

sunspot5k - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmen

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Abb. 51

DNA – Thymindimere
_dnapov - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmen
Tdimer0 - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmen

 

 

 

 

 


Abb. 52
Melanom – Hautkrebs
 

 

 


Abb. 53

Bildung Vitamin D3 durch UV

vitd3 - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmen

 


Abb. 54

UV-Stimulation der Melanozyten

epid3 - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmen

1 Keratinozyte mit Melanin
2 Melanozyte
3 sich teilende Melanozyte
4 Basalmembran zur Dermis
5 Blutgefäß

 

 


Abb. 55
Photolyase
 

 

 

photoly - Ozon: Variation, Folgen, Maßnahmen

 

Weiterführende
Quellen:

Alles über Ozon http://region.hagen.de/OZON/ozon_i.htm
Multimedia-Tour Ozonloch
http://www.atm.ch.cam.ac.uk/tour/
Chemie der Atmosphäre http://www.acd.ucar.edu/index.html
Ozonabbau
durch kosm. Strahlung und andere Faktoren
http://ies.jrc.cec.eu.int/Units/cc/events/torino2001/torinocd/Documents/
Anthropogenic/AP63.htm
http://www.aas.org/publications/baas/v34n4/aas201/365.htm
http://www.msc-smc.ec.gc.ca/education/arcticozone/other_e.cfm?
sv_templateFormat=print

http://focus.aps.org/story/v8/st8
http://www.spacedaily.com/news/solarstorm-01a.html
http://www.epa.gov/docs/ozone/index.html
http://www.newscientist.com/news/news.jsp?id=ns99991121
Ozon und Sonnenfleckenhttp://194.94.42.12/licensed_materials/00585/papers/7015012/70151595.pdf
Sonnenfleckenzyklenhttp://personal.inet.fi/tiede/tilmari/sunspot4.html
Chloroformemissionhttps://infoweb.unit.liu.se/terrestrial_natural_sources_of_trichloromethane
__chloroform__chcl3__-_an_overview.pdf?node=41975
Chlorkreislaufhttp://pubs.rsc.org/ej/GC/2000/b003394o.pdf?&Yr=2000&VOLNO=%26nbsp%3
B%3Cb%3E2%3C%2Fb%3E&Fp=173&Ep=225&JournalCode=GC&Iss=5
FCKW und Halogenalkane
aus Vulkanen
../../../geopig.asu.edu/F_Schwandner/pubs/Schwandner_etal_02.pdf
Halogenalkanproduktion
durch Pflanzen, Pilzen usw.
Stoffwechsel
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&db=PubMed&list_uids
=14561407&dopt=Abstract

http://www.rsc.org/lap/educatio/eic/2003/gribble_mar03.htm 

http://www.umbi.umd.edu/~sowers/cycle.html
http://www.eurochlor.org/chlorine/science/chemistryLiving.htm

Kritik der Ozonzerstörunghttp://www.gwb.com.au/gwb/news/beck/230899.htm
http://www.discerningtoday.org/ozone_depl_twilight_.htm

http://www.thesafetyvalve.com/archives/000236.html
Wörterbuch des Ozonabbaus http://www.epa.gov/ozone/defns.html
GOME (europäischer Satellit
ERS-2)
http://auc.dfd.dlr.de
TOMS /Total Ozone Mapping Spektrometer
http://jwocky.gsfc.nasa.gov/
Photolyasehttp://srs.ebi.ac.uk/srs7bin/cgi-bin/wgetz?-id+77mDR1LfW8A+[medline-PMID:8600518]+-e
http://www.gesundheit.com/gc_detail_22_gc14060409.html

http://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2003/0135/

http://www.cancerprev.org/Meetings/2004/Symposia/898/18http://www.nd.edu/~ptran/Mechanism%20and%20products.htm
Methylbromid http://www.epa.gov/Ozone/mbr/index.html
http://www.foecanada.org/
Halone http://www.h3r.com/halon/index.htm
http://www.halcyon.com/NAFED/HTML/Halonalt.html
UV/Haut http://www.krebshilfe.de/neu/infoangebot/broschueren/gesund/seite08.html
http://www.maui.net/~southsky/introto.html
http://www.aco.at/manual/melanom/kap_01.html#105
Ozon in Bodennähe http://www.epa.gov/oar/oaqps/gooduphigh/

http://www.mu.sachsen-anhalt.de/lau/luesa/ozon/erstes.htm

Aktuelle Boden-Ozon Meßwerte:
Aktuelle Ozonwerte über Europa:
http://www.lfu.baden-wuerttemberg.de/lfu/abt3/umeg/
http://auc.dfd.dlr.de/GOME/latest_europa.html
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